Schlagwort-Archive: italien

Teil 4) Wo liegt die wirkliche Gefahr der Target2-Ungleichgewichte?

Die deutsche Bundesbank hat eine Forderung über 1 Billion Euro an die anderen Zentralbanken der Euro-Länder, davon Italien von über 400 Mrd. Euro.

Obwohl Italien in den letzten Jahren kein Leistungsbilanz-Defizit mehr hat, also mehr exportiert als importiert, leihen deutsche Geschäftsbanken dem überschuldeten Land weiterhin Geld. Wertpapiere aus Italien bieten mehr Rendite, Zinsen als Wertpapiere aus Deutschland. Teil 4) Wo liegt die wirkliche Gefahr der Target2-Ungleichgewichte? weiterlesen

Teil 3) So könnte das Problem der Target2-Ungleichheiten gelöst werden

Den Diskussionen um Target2 liegt ein Machtkampf zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaft zugrunde. Der Kampf spielt sich innerhalb der sogenannten „Krisenländer“ und „Erfolgsgeschichten“ im Euroraum ab. Die europäische Zentralbank (EZB) bevorzugt mit ihrer Null-Zins-Politik seit 2012 die Realwirtschaft gegenüber den Finanzhaien. Damit rettete sie die gemeinsame Währung, da ansonsten die Schulden für die Krisenstaaten nicht mehr tragfähig gewesen wären. Im Zuge von Staats- und Bankenpleiten wären deutsche Kapitalkredite an die überschuldeten Staaten zu Totalverlusten geworden, was EZB-Kritiker gerne übersehen. Teil 3) So könnte das Problem der Target2-Ungleichheiten gelöst werden weiterlesen

Teil 1) Was sagt die deutsche Bundesbank zu Target2?

In den letzten Wochen kreisen sich vermehrt Diskussionen über die sogenannten Target2-Forderungen der deutschen Bundesbank (BBk) an die europäische Zentralbank (EZB), die in den nächsten Monaten 1 Billion Euro erreichen wird. Was die BBk zum Sachverhalt sagt, ist auf ihrer Internetseite zu finden. Aufbauend auf diesen Veröffentlichungen stelle ich die verschiedenen Aussagen vor und diskutierte sie. Teil 1) Was sagt die deutsche Bundesbank zu Target2? weiterlesen

Italiener lassen sich keine Angst vor Euro-Austritt einjagen

Genauso, wie die gemeinsame Währung der deutschen Bevölkerung wirtschaftlich nützt, schadet sie der Bevölkerung im Süden. Der „Euro“ macht Angebote aus Deutschland billiger, da der Wechselkurs des Euros im Vergleich zur DM günstiger ist. Beispielsweise können US-Amerikaner mit ihren Dollars mehr Euros eintauschen, als sie DM bekommen hätten. So können sie mehr deutsche Produkte einkaufen, da sie in Euro bezahlen und nicht mit DM. Genauso, wie deshalb eine große Mehrheit der deutschen Wähler die Systemparteien CDUCSUSPDGRÜNE wiederwählt, die alle im EURO bleiben wollen und nichts verändern, werden die Systemparteien in Südeuropa vermehrt abgewählt. Italiener lassen sich keine Angst vor Euro-Austritt einjagen weiterlesen

Italien: Operation gelungen, Patient wirtschaftlich tot

Während Italien in den ersten Jahren mit Euro-Währung die Staatsverschuldung sogar leicht abbauen konnte, stieg sie seit Beginn der Finanzkrise 2008 auch wegen Bankenrettungen, steigender Zinsen um 30% an. Das Wirtschaftswachstum dümpelt seitdem nahe 0% dahin: Nach dem Einbruch 2008 liegt die Industrieproduktion hinter dem Niveau von 1996! Es steigen die Unternehmenspleiten an, in den letzten Jahren auf Rekordwerte.

Während die Arbeitslosigkeit in den ersten Jahren nach Euro-Einführung sank, verdoppelte sie sich seit 2008 um 100%, von 6 auf 12 %. Gestützt wird die schwächelnde Wirtschaft von der positiven Handelsbilanz mit dem Ausland. Das ist auf den boomenden Dienstleistungssektor zurückzuführen, etwa dem Tourismus. Italien: Operation gelungen, Patient wirtschaftlich tot weiterlesen