Schlagwort-Archive: Habil Kiliç

Tatort-Zeugen entlasten eher Mundlos und Böhnhardt

Die Anklage gegen die beschuldigte NSU-Haupttäterin Beate Zschäpe steht auf wackligen Beinen. Es besteht der begründete Verdacht, dass Beweise in ihrer Wohnung und im Wohnmobil der toten Uwe Mundlos (UM) und Uwe Böhnhardt (UB) untergeschoben wurden. Darüberhinaus sicherte die Polizei zwar bei den NSU-Tatorten verdächtige DNA und Fingerabdrücke – die passen jedoch nicht zu denen des Trios. Daher stützt sich die Anklage stark auf Zeugen, die UB oder UM gesehen hätten. Aber auch hier schaut es schlecht für die Version der Bundesanwaltschaft aus.

Kriminalhauptkommissar Rainer Grimm, Bundeskriminalamt (BKA), war einer der Ermittler der „EG Ceska“.  Im Bundestag-Ausschuss sagte er: Bei „den wenigen Hinweisen aus der Bevölkerung …

… sei nie von „rechten Erscheinungstypen die Rede gewesen“. Neben den fehlenden Bekennerschreiben sei das einer der Gründe dafür gewesen, warum das Bundeskriminalamt (BKA) bis zur Enttarnung des NSU im November 2011 nie in Richtung Rechtsterrorismus ermittelt habe. „Uns haben harte Fakten gefehlt, um ein solches Motiv belegen zu können“. (Bundestag)

Mehr Informationen über die Phantombilder und Hintergründe der Verbrechen finden Sie im folgendem Artikel: „NSU-Opfer wurden vor Hinrichtung bedroht„.

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NSU-Opfer wurden vor Ermordung bedroht!

Fallanalytiker der Ceska-Morde berichteten, „dass nahezu alle Geschädigten Tage bis Monate vor der Tat von unbekannten Personen bedroht bzw. zumindest angegangen wurden. Bei einzelnen Opfern wurde durch nahestehende Personen nach solchen Besuchen eine gewisse Wesensveränderung beobachtet.“ (Sonderkommission „Bosporus“) Knüpften die (angeblichen) Todesschützen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos Kontakt zu den Erschossenen? Die damaligen Ermittlungen und der NSU-Prozess ergaben keinerlei Hinweise. Die Bundesanwaltschaft bleibt trotzdem dabei, dass das Trio die Taten aus rassistischen Gründen und Hass gegen Polizisten verübte und eine „Kleinstzelle“ gewesen wäre. Die Opfer wären nur deshalb ausgewählt worden, weil sie Ausländer bzw. Polizisten gewesen wären. Sie schließt kategorisch aus, dass eine kriminelle Organisation bei der Auswahl beteiligt war. War also alles nur ein großer Zufall?  NSU-Opfer wurden vor Ermordung bedroht! weiterlesen

Mord-Ermittler Wolfgang Wilfling: NSU war „nicht erkennbar!“

Wolfgang Wilfling war ein erfolgreicher Ermittler und direkt mit zwei Morden aus der Ceska-Serie befasst. Es waren die Münchner Habil Kılic, erschossen am 29. August 2001 (4 Tat), und Theodoros Boulgarides, am 15. Juni 2005 (7 Tat). Wilfling verteidigt die damaligen Ermittlungen und stellte sich im Bayerischer Rundfunk Ende 2013 den kritischen Nachfragen von Ina Krauß und Tim Aßmann. Mord-Ermittler Wolfgang Wilfling: NSU war „nicht erkennbar!“ weiterlesen

NSU: Vierter Mord, Habil Kiliç, keine Hinweise auf Rassismus

Der private Blogger Jürgen Pohl ist einer der wenigen Berichterstatter vom NSU-Prozess, der ausführlich und aufrichtig berichtet, mit Menschenverstand die offiziellen Darstellungen hinterfragt. In diesem Zusammenhang schrieb er über die Vernehmung des Mordermittlers Josef Wilfling. Während der Befragung über seine Ermittlungen bzgl. dem vierten Mordopfer (Habil Kiliç) kämpfte Wilfing um seine Ehre und stellte heraus, dass es keinerlei Hinweise auf einen rassistisch motivierten Mord gab, dafür Hinweise auf die Drogenmafia. Es hätte Hinweise auf zwei Radfahrer gegeben, doch hätten Zeugen sie als Fahrradkuriere bezeichnet. Laut Augenzeugen des ersten Mordes wurden dort keine Fahrräder gesehen (sz), sondern zwei Personen mit kurzen Hosen (nsu-watch). Um Wilfing aber rassistisch geführte Ermittlungen vorwerfen zu können, wurden aus zwei beobachteten Radfahrer, und zwei Personen mit kurzen Hosen einfach Nazis konstruiert. NSU: Vierter Mord, Habil Kiliç, keine Hinweise auf Rassismus weiterlesen