Schlagwort-Archive: Analyse Heilbronner Polizistenüberfall (11 Teile)

Teil 11) War das „Heilbronner Phantom“ eine gelegte Trugspur?

Am 25.04.07 überfielen Unbekannte die Polizeistreife Kiesewetter/Arnold und entnahmen verschiedene dienstliche Gegenstände. Die ungenügende Arbeit der Sonderkommission (Soko) Parkplatz legt den Verdacht nahe, dass eine mögliche Beteiligung von Kollegen am Raub vertuscht wurde. Auch die anscheinend unterlassene DNA-Untersuchung des Tatortes und das Auftreten des „Heilbronner Phantoms“ würden den Verdacht unterstreichen. Das „Phantom“ entpuppte sich 2009 als eine Trugspur. Wattestäbchen, mit denen DNA-Proben am Tatort genommen wurden, wären von einer Mitarbeiterin der Verpackungsfirma (mit ihrer DNA) verunreinigt worden. In den Polizeiakten steht sie als „unbekannte weibliche Person“ (uwp). Teil 11) War das „Heilbronner Phantom“ eine gelegte Trugspur? weiterlesen

Teil 10) Flohen blutverschmierte Männer in Zivilfahrzeugen der Polizei?

Am 25.04.2007 kam es zum Heilbronner Polizistenüberfall. Unbekannte schossen den Polizisten Michele Kiesewetter und Martin Arnold in die Köpfe, als sie sich in der Theresienwiese aufhielten. Während der eigentliche Überfall unbeobachtet ablief, sahen verschiedene Zeugen blutverschmierte Männer in Tatortnähe. Da den blutenden Opfern verschiedene dienstliche Gegenstände abgenommen wurden, dürften die Tatverdächtigen mit Blut der Opfer in Kontakt gekommen sein. Bis heute sind ihre Identitäten unbekannt. Dank der Zeugen konnten jedoch Phantombilder erstellt werden.

Bis heute misst die Staatsanwaltschaft den Zeugenaussagen keinen Stellenwert zu – keines der Phantombilder zeigt die angeblichen Täter Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos. Aber könnten die Zeugenaussagen in ein größeres Gesamtbild passen? Dort, wo die blutverschmierten Männer gesehen wurden, fanden Ermittler fünf blutverschmierte Taschentücher und ein Sony-Ericsson Handy. Außerdem beobachteten Zeugen, dass blutverschmierte Männer in verdächtige Autos einstiegen. Die Marken stimmten überein mit den Zivilfahrzeugen, die die Bereitschaftspolizei an dem Tag in Heilbronn und Neckarsulm einsetzte. Teil 10) Flohen blutverschmierte Männer in Zivilfahrzeugen der Polizei? weiterlesen

Teil 3: Rekonstruktion des Einsatzes der Bereitschaftspolizei „BFE 523“ am 25.04.2007

Die überfallenen Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold (MA) waren mit vier anderen Kollegen der Bereitschaftspolizei Böblingen, der Einheit BFE 523, in Heilbronn eingesetzt. Deren Aussagen werden dargestellt, verglichen und bewertet.

Es handelt sich um den Gruppenführer Timo H., der zusammen mit Uwe B. in zivil in einem neutralen Fahrzeug (Ford Fiesta) der Bereitschaftspolizei Böblingen unterwegs gewesen war. MK war mit MA uniformiert in einem 5-BMW Dienstwagen der Bereitschaftspolizei Böblingen eingesetzt, Volker G. und Ralf S., uniformiert in einem Dienstwagen der Heilbronner Polizei. 

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Teil 7: Betrieb die Sonderkommission Parkplatz systematisch Beweismittel-Manipulation?

Meine Kritik an der Sonderkommission Parkplatz betrifft ihre Arbeit in den Jahren 2007 bis Mitte 2009. Die Sonderkommission Parkplatz klärte ab 2009 den Überfall auf, bis sie durch die „Selbstenttarnung des NSU“ gestoppt wurde.

Meine Kritik entzündet sich am Fallbeispiel der Handyauswertung: Eines der zwei privat genutzten Handys von Michele Kiesewetter (MK) ist verschwunden. Sie hatte laut ihrer Mutter zwei Handys: Ein Nokia-Handy 6111 und eines der Firma „Sony Ericsson“. Beide Handys konnten aufgeschoben werden. Teil 7: Betrieb die Sonderkommission Parkplatz systematisch Beweismittel-Manipulation? weiterlesen

Teil 6: Wurden Dienstwaffen erst Minuten nach dem Überfall geraubt?

Beim Heilbronner Polizistenüberfall wurden der erschossenen Polizistin Michele Kiesewetter (MK) und dem schwer verletzten Martin Arnold u. a. die Dienstwaffen entwendet. Wann erfolgte der Raub der Gegenstände?

Der erste Augenzeuge, ein Fahrradfahrer, sah gegen 14:00, dass MK mit dem Oberkörper aus dem Streifenwagen hing. Nachdem er einen am Bahnhof wartenden Taxifahrer benachrichtigte, fuhr ein Taxler mit Beifahrerin zur Theresienwiese. Diese zwei Zeugen bezeugen übereinstimmend, dass gegen 14:15 Kiesewetter neben dem Streifenwagen lag, die Füße noch in den Fahrraum liegend. Der kurz darauf eingetroffene Polizist Joachim T. sagte dagegen aus, dass Kiesewetter von ihm aus dem Wagen gehoben worden wäre. Dies wiederholte er auch als Zeuge im NSU-Prozess.

Am 28.05.08 sendete Aktenzeichen XY-ungelöst eine Stellungsnahme des damaligen Chefs der Sonderkommission Parkplatz Frank Huber: „Kollegen mit denen man zuvor noch Kontakt hatte, lagen nun blutüberströmt mit Kopfschüssen neben dem Fahrzeug.“ Teil 6: Wurden Dienstwaffen erst Minuten nach dem Überfall geraubt? weiterlesen

Teil 4: Hinweise auf geheimgehaltenen Einsatz der BFE 523

Sämtliche Polizisten der Einheit BFE 523 hätten Urlaub gehabt, bis auf die nach Heilbronn entsandte Gruppe um Michele Kiesewetter. Trotzdem befanden sich weitere Beamte in anderen Einsätzen. Es wurde sogar der Einheitsführer Thomas B. in der Kaserne der Bereitschaftspolizei Böblingen gesehen! Teil 4: Hinweise auf geheimgehaltenen Einsatz der BFE 523 weiterlesen

Teil 5: War Polizei bereits um 14:00 vom Überfall informiert?

Aufgrund der widersprüchlichen Aussagen der BFE 523 Mitglieder, den Einsatz in Heilbronn betreffend, ist es notwendig, die Aussagen der anderen eingesetzten Bereitschaftspolizisten zu analysieren. Neben der BFE 523 war ab 10:00 die BFE 522 in der Nachbarstadt Neckarsulm eingesetzt. Neben diesem Einsatz war die Einheit BFE 522 auch bei einer Fortbildung in der Böblinger Kaserne und in Stuttgart. Teil 5: War Polizei bereits um 14:00 vom Überfall informiert? weiterlesen

Teil 1: Wurde Michele Kiesewetter zufällig Opfer des Heilbronner Polizistenüberfalls?

Am 25.04.2007 kam es zum Heilbronner Polizistenüberfall. Unbekannte überfielen eine Polizeistreife in der Theresienwiese in Heilbronn. Die 22-jährige Michele Kiesewetter (MK) starb sofort gegen 14:00, ihr Streifenpartner Martin Arnold (MA) überlebte schwer verletzt. Zu diesem Zeitpunkt waren eine Vielzahl Kollegen in der Innenstadt von Heilbronn und in Neckarsulm im Einsatz.

In neun Teilen wird anhand von Polizeiakten und Protokollen des baden-württemberger Untersuchungsausschusses der Polizistenmord analysiert und versucht, Ungereimtheiten zu klären.

Für den Heilbronner Polizistenüberfall wird seit Ende 2011 der National-Sozialistische-Untergrund (NSU) verantwortlich gemacht, siehe Gedenktafel an der Theresienwiese. Teil 1: Wurde Michele Kiesewetter zufällig Opfer des Heilbronner Polizistenüberfalls? weiterlesen

Teil 2: War Martin Arnold am Vormittag in Heilbronn eingesetzt?

In Teil 1 stellte die offene Frage dar, ob sich Michele Kiesewetter rechtzeitig zum Heilbronner Einsatz anmeldete, oder ob sie stattdessen mit einem Kollegen die Dienste tauschte, eventuell gegen einen Wachdienst an der Schranke der Böblinger Kaserne der Bereitschaftspolizei. Auch über die Einsatzzeiten gibt es Ungereimtheiten und, ob Martin Arnold (MA) dem Vormittag über überhaupt in Heilbronn war.

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Teil 8: Nutzte Michele Kiesewetter die Theresienwiese als Pausenort?

Gegen 11:30 kauften Michele Kiesewetter (MK) und ein bis heute unbekannter Kollege in der Bäckerei Kamps ein. Die Verkäuferinnen erkannten den Polizisten von früheren Einkäufen. Daher konnte der Streifenpartner nicht Martin Arnold gewesen sein, da er zum ersten Mal in Heilbronn war. Um wem könnte es sich handeln? Teil 8: Nutzte Michele Kiesewetter die Theresienwiese als Pausenort? weiterlesen