Archiv der Kategorie: Europäische Zentralbank

Deswegen kämpft die europäische Zentralbank für 2% Inflation

Die europäische Zentralbank (EZB) wurde Ende 2014 zum Handeln gezwungen: Aufgrund der immer geringer werdenden Inflation stiegen die Leitzinsen sogar in positive Bereiche. Die Geschäftsbanken vergaben weniger Kredite. Die Bargeldmenge (M0) schrumpfte. Diese steile Abnahme von M0 ist in folgender Grafik gut ersichtlich. Dadurch verschärfte sich die Wirtschaftskrise, vor allem in Südeuropa. Die EZB setzte 2014 den Leitzins auf fast 0% und fing an, massiv Anleihen von Staaten und inzwischen sogar Unternehmen aufzukaufen, bis März 2017 1,74 Billionen Euro. 2015 stabilisierte sich die Geldmenge M0. Deswegen kämpft die europäische Zentralbank für 2% Inflation weiterlesen

Verwirrung steigt bei Wirtschafts-Politikern, -Experten: Soll EZB Banken pleite gehen lassen?

Deutschland geht es im Vergleich zu anderen Euro-Ländern wirtschaftlich wesentlich besser. Der Euro verbilligt die in Deutschland produzierten Angebote. Der Wechselkurs macht deutsche Güter und Dienstleistungen konkurrenzfähiger, als sie zu DM-Zeiten waren. Die Niedrig-Zins-Politik der europäischen Zentralbank (EZB) entlastet zusätzlich deutsche Schuldner von Zinszahlungen, vor allem den Staat, der mit mehr als 2 Billionen Euro in der Kreide steht.

Trotzdem kritisieren Politiker parteiübergreifend die Geldpolitik der EZB. Die Zentralbank würde deutsche Sparer mit ihren Ersparnissen und Pensionsfonds enteignen. Deswegen wären sie später von Altersarmut betroffen.  Verwirrung steigt bei Wirtschafts-Politikern, -Experten: Soll EZB Banken pleite gehen lassen? weiterlesen

Europäische Zentralbank kämpft mit Billionen gegen sinkende Preise, erfolglos

Angesichts des schwachen Wachstums produziert die Eurozone noch immer weniger als vor der Finanzkrise 2008. Vor allen Dingen durchleidet das südliche Europa einen schleichenden Niedergang. In diesen Ländern sind mindestens 20% der Bevölkerung arbeitslos. Wegen der unterschiedlichen Wirtschaftskraft kann die europäische Zentralbank (EZB) nicht eine angemessene Geldpolitik betreiben. Aufgrund fallender Preise steigt der Leitzins real, er kann aber von der EZB nicht tiefer als 0 Prozent gesenkt werden. Daher druckt die EZB seit 2015 Billionen Euro und prügelt damit die Zinsen von Staatsanleihen herunter. Der Staat Italien „zahlt“ wie Deutschland 0 Prozent Zinsen. Aber auch dieser Effekt verpufft zunehmend – im Euroraum sanken im Februar 2016 die Preise, um 0,2%! 

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Studie der US-Zentralbank FED: Wirtschaft bräuchte Minus-Zinsen von -5 Prozent

Die „Financial Times“ berichtete 2009, dass eine Studie der US-Zentralbank „FED“ zum Ergebnis kommt, dass der ideale Zinssatz für die US-Wirtschaft 5% wäre. Grundlage der Einschätzung war die geringe Inflation und die hohe Arbeitslosigkeit. Die Minus-Zinsen wurden anhand der „Taylor Regel“ errechnet, die nach dem US-Ökonomen John B. Taylor benannt ist. Studie der US-Zentralbank FED: Wirtschaft bräuchte Minus-Zinsen von -5 Prozent weiterlesen

EZB druckt noch mehr Geld, für noch mehr Hortung

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird in den kommenden 1,5 Jahren Anleihen von Staaten und Unternehmen aufkaufen. Jeden Monat pumpt die EZB 60 Milliarden frisch „gedruckte“ Euro in den Geldkreislauf. Insgesamt steht das Volumen bei 1,14 Billionen Euro. Der Hintergrund der Maßnahme ist die deflationäre Wirtschaftskrise der europäischen Wirtschaft. Wie das Beispiel Japan zeigt, wird die Maßnahme nicht das Problem der Hortung von Bargeld und das Parken auf Sichtguthaben lösen. EZB druckt noch mehr Geld, für noch mehr Hortung weiterlesen

Freiwirte sehen sich von Europäischer Zentralbank bestätigt

Vom 22.- bis 23. November 2014 fanden die 54. Mündener Gespräche statt. In einer Tagungsstätte am Stadtrand von Kassel hielten Experten der Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell Vorträge und diskutierten mit anderen Teilnehmern. Wichtige Punkte der offenen Tagung waren die Bodenreform und aktuelle Entwicklungen. Dazu gehören fallende Kapitalmarktzinsen und die Bereitschaft der europäischen Zentralbank (EZB), über Gesells Geldreform-Vorschläge nachzudenken. Seit jüngster Zeit verlangt die EZB Minus-Zinsen für Einlagen von Geschäftsbanken. Es werden drei Vorträge und eine Diskussion zusammengefasst:

„Pay for what you get“ – Henry George als Ergänzung zu Silvio Gesell, Prof. Dr. Dirk Löhr, Hochschule Trier, Umwelt-Campus-Birkenfeld

„Bodenrausch – Die globale Jagd nach den Äckern der Welt“, Dr. Wilfried Bommert, Institut für Welternährung e. V., Nürnbrecht bei Köln

„Negative Zinsen und ihre Auswirkungen – Perspektiven eines volkswirtschaftlichen Novums“, Fritz Andres, Kirn

Strategiediskussion: „Was bieten die neueren Entwicklungen im Bereich des Geldwesens (Negativzins) und der Bodenordnung (…) für die Geld- und Bodenreformbewegung an neuen Aufgaben und Chancen?“ Moderation: Fritz Andres Freiwirte sehen sich von Europäischer Zentralbank bestätigt weiterlesen

Mit Zins-Erhöhungen aus der Krise?

Immer wieder wird von sogenannten „Experten“ scheinbar plausibel erklärt, dass zu geringe Zinsen Spekulations-Blasen und gar Finanzkrisen ausgelöst hätten (SZ). Darüber-hinaus käme es „durch künstlich niedrig gehaltene Zinsen“ zu einem „Zinsraub“ (die-welt) an Sparern und Anlegern. Dabei liegt die Ursache der Finanzkrise genau im Zins: Durch den Zinses-Zinseffekt können die Geldvermögen wesentlich stärker wachsen als die Wirtschaft, die den Zins erwirtschaftet. Was den vorgeschlagenen Rezept -höhere Zinsen, Geld-Verknappung- folgt, zeigt die Geschichte: Durch Geldverknappung kam es zur Weltwirtschaftskrise von 1929. Mit Zins-Erhöhungen aus der Krise? weiterlesen