Archiv der Kategorie: Zielfahndung 1998-2001

Worauf basierte die NSU-Terrorwarnung im Jahr 2000?

Am 28.04.2000 warnte der sächsische Geheimdienst, vier Monate vor dem ersten Ceska-Mord: Der Zweck des untergetauchten Trios wäre „schwere Straftaten gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung zu begehen“. So konnte der Dienst genehmigt bekommen, das Trio und ihr Umfeld abzuhören.

 „Das Vorgehen der Gruppe (gemeint ist das Neonazi-Trio) ähnelt der Strategie terroristischer Gruppen, die durch Arbeitsteilung einen gemeinsamen Zweck verfolgen.“

„Report Mainz“ titelt:

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Wohnungs-Beschaffer Matthias Dienelt könnte bereits 1998 dem NSU-Trio geholfen haben

Ermittler fanden in der letzten Wohnung von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt verschiedene Mietverträge. Darunter waren zwei Verträge, die Matthias Dienelt mit Wohnungseigentümern abschloss: Die am 04.11.11 in die Luft geflogene letzte Wohnung in der Frühlingsstraße in Zwickau. Anhand eines anderen Mietvertrages geht hervor, dass er im Mai 2001 eine Wohnung in der Polenzstraße 2 in Chemnitz anmietete, in der das Trio lebte. Laut Dienelt hätte er sie jedoch erst 2003 kennengelernt. Bei seiner Vernehmung schilderte er dem Bundeskriminalamt sein Verhältnis zum Trio wie folgt:

Es hätte sich …

„… auf kurze Gespräche und mal eine Tasse Kaffee beschränkt.“ (nsu-leaks)

Das „zdf“ zeigte Film-Ausschnitte aus der Überwachungskamera in der Frühlingsstraße. Dort ist Matthias Dienelt, „einen der wichtigsten Unterstützer“, mit dem Trio zu sehen.  Wohnungs-Beschaffer Matthias Dienelt könnte bereits 1998 dem NSU-Trio geholfen haben weiterlesen

Im NSU-Untergrund: Uwe Böhnhardt benutzte abgehörtes Handy

Drei Wochen nach Uwe Böhnhardts Flucht hörten Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) dessen Handy ab, vom 18.02.98 bis 17.03.98. In vier Wochen etwa 100 Telefonate (mdr).  Herr Böhnhardt telefonierte mit „wichtigen mutmaßlichen Fluchthelfern“. Die aufgezeichneten Gespräche mussten auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Gera am 18.03.98 gelöscht werden, „obwohl nicht einmal alle Gesprächspartner identifiziert“ worden waren (ebd).  Im NSU-Untergrund: Uwe Böhnhardt benutzte abgehörtes Handy weiterlesen

Es gab gar keine „richtige“ NSU-Zielfahndung!

Am 31.01.13 wurde der Kriminalhauptkommissar Seven Wunderlich vom Thüringer Landeskriminalamt (LKA) vernommen – seitens des Untersuchungsausschusses (UA) des Deutschen Bundestags. In den medialen Schlagzeilen spielen seine mutigen Aussagen keine Rolle [Stand 31.01.13, 18:32] – trotz ihrer Explosivität. Es gab gar keine „richtige“ NSU-Zielfahndung! weiterlesen

Warum ließ Gerhard Schäfer Infos über Beate Zschäpe aus?

Es wird immer offensichtlicher, dass die Kommission geführt von Gerhard Schäfer nicht sauber und überparteilich arbeitete. War man vielleicht doch gegenüber seinen Auftraggeber, dem Thüringer Innenministerium, befangen? Warum ließ Gerhard Schäfer Infos über Beate Zschäpe aus? weiterlesen

Wurde die Schäfer-Kommission betrogen?

Die Schäfer-Kommission sollte die Hintergründe des Abtauchens des Trios Böhnhardt, Mundlos und Beate Zschäpe (das Trio) recherchieren. Doch es wird immer offensichtlicher, dass ihre Arbeit behindert wurde. Sie wurde etwa seitens des Thüringer Verfassungsschutzes nicht über die Existenz der Geheimoperation „Rennsteig“ informiert. Ende Juli 2012 kam heraus, dass die Kommission nicht erwähnte, dass das Thüringer Landeskriminalamt im Jahr 2000 eine Sonderkommission „Rechte Gewalt“ gründete, um den „Thüringer Heimatschutz“ zu untersuchen. Dabei forderte genau dies der Schäfer-Bericht im Abschlussbericht.

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Schäfer-Gutachten: Zielfahndung 1998-2001

Ende 2011 bekamen Dr. Gerhard Schäfer, Volkhard Wache und Gerhard Meiborg vom Freistaat Thüringen den Auftrag aufzuklären, wie sich Herr Böhnhardt, Herr Mundlos und Frau Zschäpe (nachfolgend „TRIO“ genannt) dem Haftbefehl und der Zielfahndung erfolgreich entziehen konnten. Schäfer-Gutachten: Zielfahndung 1998-2001 weiterlesen