Archiv der Kategorie: Erfolglose Polizei-Ermittlungen (1998-2011)

War Michele Kiesewetter bereits am 24.04 im Einsatz?

Am Mittwoch, 25.04.2007, überfielen Unbekannte die Böblinger Bereitschaftspolizisten Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold in der Heilbronner Theresienwiese. Vom 23-29.04 hatte ihre Einheit, die BFE-523, eine Urlaubswoche. Eine Ausnahme bildete lediglich der 25.04.: Eine Gruppe war in Heilbronn eingesetzt gewesen, ansonsten wären sämtliche andere Beamte im Urlaub geblieben. In Ordner 32 der Ermittlungsakten steht jedoch, dass MK schon am 24.04. eine Kontrolle durchgeführt hätte! Siehe Aktenauszug:

aus Ordner 32) Die Klarnamen wurden von mir unkenntlich gemacht.

Nach Überprüfung der Hintergründe besteht für mich der begründete Verdacht, dass MK tatsächlich bereits am 24.04. eingesetzt gewesen war. Es handelt sich wahrscheinlich nicht um einen Fehler in der Aktenführung.

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Heilbronner Polizistenmord: Erfand Sonderkommission SMS-Nachrichten überfallener Polizisten Kiesewetter und Arnold?

In den Ermittlungsakten sind die „SMS-Daten“ Kiesewetters und Arnolds aufgeführt. Es wird jedoch nicht klar, auf welcher Quelle die Angaben beruhen. Die dort zitierten SMS-Nachrichten stützen die Regierungsversion, stehen jedoch zum Teil konträr zu den Verbindungsnachweisen, die die Provider, „t-online“ (Handy von Michele Kiesewetter) und „eplus“ (Martin Arnold), übermittelten. Erfand die Sonderkommission „Parkplatz“ SMS? Heilbronner Polizistenmord: Erfand Sonderkommission SMS-Nachrichten überfallener Polizisten Kiesewetter und Arnold? weiterlesen

So könnte Michele Kiesewetters Handy entnommen worden sein

In Teil 7 meiner Artikelserie über den Heilbronner Polizistenmord spekulierte ich, dass die Sonderkommission (Soko) eines der privaten Handys von Michele Kiesewetters (MK) verschwinden ließ. Der Hintergrund könnte gewesen sein, die Einsatzbefehle zu vertuschen, die über private Handys gegeben wurden. Um diese Theorie zu unterstreichen, wird hiermit der mögliche Ablauf dargestellt. So könnte Michele Kiesewetters Handy entnommen worden sein weiterlesen

Teil 2) Vertuschte Kriminalpolizei Heilbronn Einsatz von Michele Kiesewetter?

Es ist bis heute unklar, warum Michele Kiesewetter (MK) schon am Vormittag mit einem bis heute unbekannten Kollegen auf Streifenfahrt war. Die „offizielle“ Darstellung lautet, dass sie nicht für die Kriminalpolizei Heilbronn tätig war, sondern für die Heilbronner Fahndungs- und Ermittlungsgruppe (FEG). Sie hätte zwei Gruppen mit sechszehn Böblinger Bereitschaftspolizisten angefordert, darunter MK. Die zusätzlichen Polizisten hätten die „normale“ Streifenarbeit der Dienstelle unterstützen sollen, jedoch gezielt in der Innenstadt. Die FEG-Aktion hatte den Namen „sichere City“. Es sollte in der Innenstadt verstärkt Polizeipräsenz gezeigt, mit Geschäftsleuten in der Fußgängerzone in Kontakt getreten und der Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit vermitteln werden. Uwe Z. (Damaliger Leiter FEG Heilbronn): Teil 2) Vertuschte Kriminalpolizei Heilbronn Einsatz von Michele Kiesewetter? weiterlesen

Teil 1) Die seltsame Reaktion der Heilbronner Polizei auf Polizistenmord

Am 25.04.2007 überfielen Unbekannte die Bereitschaftspolizisten Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold (MA) in der heilbronner Theresienwiese. Noch am Nachmittag wurde der am Tatort eintreffende heilbronner Kriminalpolizist Frank Huber zum Chef der Sonderkommission (Soko) „Parkplatz“ bestimmt. Unter Federführung der Kriminalpolizei Heilbronn führte die Soko ungenügende Ermittlungen bis Mitte 2009 durch, bis schließlich das Landeskriminalamt  übernahm. Das Versagen lag darin begründet, dass die SOKO sich auf Verfolgung einer mysteriösen DNA-Spur („Heilbronner Phantom“) konzentrierte und alle anderen Ermittlungsrichtungen vernachlässigte. Bis es sich 2009 als ein verunreinigtes Wattestäbchen herausstellte, suchte die Soko nach der „unbekannten weiblichen Person“, die in Deutschland und Frankreich unterschiedlichste Straftaten begangen haben sollte. Aber dieser Irrweg kündigte sich bereits an Tag 1 an.

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Sonderkommission ignorierte wahrscheinlichsten Tatablauf beim Heilbronner Polizistenmord

Am 25.04.2007 parkte die Streife bestehend aus Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold (MA) ihr Dienstfahrzeug in der Theresienwiese, etwa 2 Meter entfernt von einem Trafohäuschen. Der oder die Angreifer schossen seitlich in das Fahrzeug in die Köpfe der Polizisten. MK starb, MA überlebte schwerverletzt.

Der baden-württemberger NSU-Untersuchungsausschuss (U-Ausschuss) hörte zwei Chefs der Sonderkommission (Soko) „Parkplatz“, Frank Huber und Alex Mögelin. Laut ihnen wären die beiden Schüsse nahezu gleichzeitig abgefeuert worden, beide Opfer hätten nach rechts geblickt. Diese Darstellung ist unwahrscheinlich. 
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Heilbronner Polizistenmord: Die vertuschte „3-Männer-Spur“

Heilbronner Polizistenmord, 25.04.2007: Bis heute unbekannte Personen überfallen gegen 14:00 auf der heilbronner Theresienwiese die Böblinger Bereitschaftspolizisten Michele Kiesewetter (MK) und Martin Arnold und rauben dienstliche Ausrüstungsgegenstände. Der Sicherheitsapparat versucht seit Ende 2011 vergeblich, den Polizistenmord dem National-Sozialistischen-Untergrund (NSU) anzudrehen. In einem Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) steht, dass es „keinen eindeutigen Nachweis“ gibt, „dass Böhnhardt und Mundlos am Tattag in unmittelbarer Tatortnähe Theresienwiese waren.“ Fehlgeleitete Ermittlungen begannen jedoch schon kurz nach dem Überfall: Es tauchte das „Heilbronner Phantom“ auf, eine dubiose DNA-Spur, die alle anderen Ermittlungsrichtungen über Jahre verdrängte. Erst als sie sich als DNA-Trugspur auflöste, begannen ab 2009 endlich ernstzunehmende Ermittlungsanstrengungen, die jedoch von der „Selbstenttarnung des NSU“ gestoppt wurden. Eine heiße Spur ergab sich aus Hinweisen einer Vertrauensperson. Laut ihr wäre der Heilbronner Polizistenüberfall von drei Männern begangen worden, die Teil der Russen-Mafia gewesen wären. Tatsächlich tauchen in den Ermittlungsakten bereits 2007 immer wieder drei Männer auf, teilweise in Verbindung mit einem dunkelblauen Audi. Die Zeugenaussagen aus den Polizeiakten werden im folgenden dargestellt. Heilbronner Polizistenmord: Die vertuschte „3-Männer-Spur“ weiterlesen

Teil 4) Wer könnte Hinweisgeber „Mayer“ sein?

In diesem Teil wird der Frage nachgegangen, wer der Hinweisgeber „Mayer“ sein könnte. Er gab Ermittlern der Ceska-Mordserie ab 2006 Hinweise auf den Täterkreis, die sich später (wohl) als richtig herausgestellt haben. Als Bundestagsabgeordnete im parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) nachfragten, schützten Behördenvertreter seine Identität, auch die Politiker Edathy (SPD) und Binninger (CDU) bewiesen ihre Loyalität. Arbeitete Mayer mit den Behörden zusammen, als „Vertrauensperson“ der Polizei oder als Informant des Geheimdienstes?

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