Archiv der Kategorie: Heilbronner Polizistenüberfall

NSU: Kiesewetter-Chef Thomas B. verstrickt sich in Widersprüche

Ab 2010 rückten Kollegen aus Kieswetters Einheit BFE 523 in den Fokus der Ermittlungen zum Polizistenmord in Heilbronn, der Sonderkommission (Soko) „Parkplatz“. Nachdem der Chef der Einheit, Thomas B., im Jahr 2007 nur kurz und unvollständig vernommen wurde (S, 1, 2), wurde er ab 2010 bis Mitte 2011 (!) gleich mehrmals eingehend befragt. Daraus ergeben sich weitere Fragen. NSU: Kiesewetter-Chef Thomas B. verstrickt sich in Widersprüche weiterlesen

NSU-Mordserie: Michele Kiesewetter wurde bedroht!

Die Bundesanwaltschaft beschuldigt das Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe, die Polizistin Michele Kiesewetter erschossen zu haben. Das Motiv sei ein „allgemeiner Hass auf die Polizei als Repräsentant der freiheitlich demokratischen Grundordnung“ gewesen und Kiesewetter ein „Zufallsopfer“.

Diese Darstellung wird freilich durch den Umstand ad absurdum geführt, dass Kiesewetter vor ihrer Erschießung bedroht worden ist, genauso wie die anderen Opfer der sogenannten „NSU-Mordserie“ auch, siehe Artikel. Genauso wie bei den Ceska-Morden ermittelte  die Polizei auch in diesem Fall mangelhaft, und als sich diese  „Mängel“ bei polizeiinternen Revisionen darzustellen begannen,  wurden die neuen Ermittlungsansätze „dank“ der sogenannten „Selbstentarnung“ der (angeblichen) NSU-Terrorzelle am 04.11.11. für obsolet erklärt. NSU-Mordserie: Michele Kiesewetter wurde bedroht! weiterlesen

BKA: Beim Heilbronner Polizistenmord „kein eindeutiger Nachweis“ auf Böhnhardt, Mundlos

Warteten am 25. April 2007 vor dem Anschlag mehrere Männer auf der Heilbronner Theresienwiese, wo die Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter erschossen und ihr Kollege Martin Arnold schwer verletzt wurden? Wenn ja, worauf warteten sie? Und: War einer der Männer ein V-Mann des Verfassungsschutzes? – Unterdessen belegen Akten: Das BKA kann „keinen Nachweis erbringen, daß Böhnhardt und Mundlos am Tatort“ in Heilbronn waren. BKA: Beim Heilbronner Polizistenmord „kein eindeutiger Nachweis“ auf Böhnhardt, Mundlos weiterlesen

Michele Kiesewetter: Patenonkel wird von Ex als „Verräter“ bezeichnet

Im thüringer Untersuchungsausschuss verhörten unsere Abgeordneten den Patenonkel von Michele Kiesewetter, Mike W. Er vermutete kurz nach Kiesewetters Erschießung schon im Jahr 2007 einen Zusammenhang zu den „Türkenmorden“, den Ceska-Morden, die Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt zugeschrieben werden. Kurz nach der Erschießung von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos 2011 schrieb ihm seine ehemalige Lebensgefährtin „mehrere SMS“. Sie bezeichnete ihn als “Verräter”. W. gibt vor, nicht den Grund zu wissen. Es würde sich auch seiner Kenntnis entziehen, …

„… dass der neue Mann seiner Ex-Freundin von den Behörden der rechten Szene zugeordnet wird. Später fiel es ihm dann doch ein.
Der Beamte bestätigte auf Nachfragen, dass er in der Zeit, in dem er beim Staatsschutz arbeitete, bei Ermittlungen direkt oder indirekt mit führenden Nazis zu tun hatte, darunter mit dem NSU-Helfer und Ex-Verfassungsschutzspitzel Tino Brandt. ” (ta)

Kommentar

Wenn es ein Spielfilm wäre, würde ich sagen: Das ist zu plump, zu einfach gestrickt, ein zu offensichtlicher Zusammenhang. Die Lösung des Falles liegt klar vor uns. Aber unsere Abgeordneten reagieren unangemessen, naiv auf die behördliche Vertuschung, Kiesewetter wäre zufälligerweise ein NSU-Opfer geworden. Ohne öffentlichen Druck machen unsere Politiker nichts und Aufklärungs-Druck existiert nicht außerhalb des Internets.

Das Problem ist, dass die deutschen Massen-Medien mit ihrer Propaganda noch 75% der Bevölkerung unter Kontrolle halten. Deswegen ist der NSU-Skandal in der Bevölkerung kein Thema, es gibt keine öffentliche Debatte.

NSU: Rekonstruktion des Heilbronner Polizistenüberfalls

Wie ist der Heilbronner Polizistenüberfall des 25. April 2007 abgelaufen und wie konnten die Täter entkommen? Sie schlichen sich kurz vor 14:00 von hinten an das Fahrzeug an und schossen seitlich auf die sitzenden Polizisten. Es gibt jedoch auch einen anderen möglichen Ablauf mit drei Schüssen. Dabei konnte Frau Kiesewetter einen Angreifer noch anschiessen, bevor sie der tödliche Schuss traf. Die Rekonstruktion basiert wesentlich auf dem Ermittlungsbericht vom 08.02.2012 der Sonderkommission „Parkplatz“ des Landeskriminalamtes in Stuttgart.
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Polizistenmord Heilbronn: Zeigt Phantombild einen Informanten?

Phantombilder läßt die Polizei zeichnen, um mit ihrer Hilfe mögliche Täter festzunehmen. Direkt nach dem Polizistenmord in Heilbronn am 25. April 2007 und noch bis zum Jahr 2011 ließen die Ermittler aufgrund von Zeugenaussagen insgesamt 14 Phantombilder fertigen, die entweder weitere Zeugen am Tatort oder mögliche Täter des Anschlages darstellen.  Polizistenmord Heilbronn Polizistenmord Heilbronn: Zeigt Phantombild einen Informanten? weiterlesen

NSU Baden-Württemberg: Fragen an Innenminister Reinhold Gall

Am Mittwoch, 12.2.14, erörtert der Innenausschuß des Landtages in Stuttgart in öffentlicher Sitzung den Bericht der Ermittlungsgruppe (EG) „Umfeld“. Anschließend, gegen 15 h, stellt sich Innenminister Reinhold Gall (SPD) den Fragen der Presse. NSU Baden-Württemberg: Fragen an Innenminister Reinhold Gall weiterlesen

Michele Kiesewetter: Hinweis auf „Pink Panther“ bereits 2009!

Wieviel Zufall kann möglich sein? Während der Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenüberfall im Jahr 2009 stießen Ermittler auf die kriminelle Bande namens „Pink Panther“. Bekanntlich spielt „Pink-Panther“ die Hauptrolle im dubiosen NSU-Bekennerfilm, der 2011 auftauchte. Michele Kiesewetter: Hinweis auf „Pink Panther“ bereits 2009! weiterlesen