Archiv der Kategorie: Fehlerhafte Ermittlungen der Polizei

„Welt“ zeigte 2009 Foto von blaulackierten Bomben – Ähnlichkeit mit Keupstraßen-Bombe

Im Jahr 2009 berichtete die „welt“ über die 20 ausgehobenen Waffendepots, die (nach Regierungsversion) allein der rechtsextreme und psychisch kranke Obdachlose Michael Krause angelegt hätte; ich berichtete hier und hier bereits.  „Welt“ zeigte 2009 Foto von blaulackierten Bomben – Ähnlichkeit mit Keupstraßen-Bombe weiterlesen

NSU: Wurde die Einzeltätertheorie schon im Dezember 2005 in Auftrag gegeben?

Bereits einen Tag nach dem achten Ceska-Mord an Mehmet Kubasik in Dortmund am 04.04.06 wurden zwei Polizisten aus der Abteilung „Staatsschutz“ den Ermittlungen hinzugezogen. Sie wurden instruiert: Sie sollten eine Zeugin gezielt fragen, ob zwei verdächtige Männer wie Nazis ausgeschaut hätten. Gingen Ermittler etwa schon früher von einem rechtsterroristischen Hintergrund der Ceska-Erschießungen aus? NSU: Wurde die Einzeltätertheorie schon im Dezember 2005 in Auftrag gegeben? weiterlesen

Zeugenmanipulation bei Bombenanschlag in Probsteigasse

In einem Interview mit dem „Spiegel“ verteidigte sich Johann Helfer, nicht für den Bombenanschlag in der Probsteigasse verantwortlich gewesen zu sein. Er hätte Ende 2000 keine langen Haare gehabt, deshalb würde das Phantombild nicht zu ihm passen. Der parlamentarische Untersuchungsausschuss in Nordrhein-Westfalen (NRW) schreibt im seinem Abschlussbericht, dass es keine Belege gäbe, dass er der Bombenleger war. Die Internetseite „Volldraht“ berichtete jedoch von Zeugenaussagen, die ihn belasten könnten.  Zeugenmanipulation bei Bombenanschlag in Probsteigasse weiterlesen

Erstellte Jerzy Montag dem Bundestag ein ungenügendes Gutachten über toten NSU-Zeugen Thomas Richter?

Am 06.10.14 beauftragte das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages den ehemaligen grünen Spitzenpolitiker Jerzy Montag, die Vorgänge, im Zusammenhang mit der am 07.04.2014 tot aufgefundenen V-Person Corelli, zu untersuchen. Am 05.05.2015 legte er dem Gremium, das für die Kontrolle der Geheimdienste zuständig ist, seinen Bericht vor. Dort enthalten ist eine Weißwaschung der Behörden: Er als ernannter Sachverständiger stellte fest, dass „keine vernünftigen Zweifel an einem natürlichen Tod“ von Thomas Richter (Corelli) bestünden. Angesichts der sich verdichtenden Hinweise auf eine Ermordung, stellt sich die Frage: Wie konnte es zu dieser Darstellung Montags kommen? Erstellte Jerzy Montag dem Bundestag ein ungenügendes Gutachten über toten NSU-Zeugen Thomas Richter? weiterlesen

Katastrophale Todes-Ermittlungen bei NSU-Informanten Thomas Richter alias Corelli

Seit 2014 untersuchte in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Verbrechen, für die eine rechtsterroristische Kleinstzelle namens „National Sozialistischer Untergrund“ (NSU) als Täterin festgelegt wurde. In die Zeit fiel das Ableben des Geheimdienst-Informanten Thomas Richter, der jahrelang die rechtsextreme Szene ausspionierte. Daher befasste sich der Ausschuss auch mit diesem Fall und berichtete im Abschlussbericht über die polizeilichen Ermittlungen. Sichtbar wird dadurch ein erschreckendes Ausmaß behördlichen Fehlverhaltens, Machtmissbrauchs, der nur schlecht mit Inkompetenz erklärt werden kann. Katastrophale Todes-Ermittlungen bei NSU-Informanten Thomas Richter alias Corelli weiterlesen

War Heilbronner Polizistenüberfall eine Racheaktion des tiefen Staates?

Im November 2011 wären verschiedene Verbrechen aufgeklärt worden: Eine dreiköpfige rechtsterroristische „Kleinstzelle“ hätte die Ceska-Mordserie begangen, zwei Bombenanschläge in Köln und den Heilbronner Polizistenüberfall. Diese Darstellung ist widerlegt worden. Den medial vorverurteilten „NSU-Trio“ Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Uwe Zschäpe kann nichts nachgewiesen werden. Aufgrund dessen müssen alternative Tathintergründe diskutiert werden dürfen, auch wenn es sich dabei um Spekulation handelt. Dieser Artikel stützt sich auf zeitliche und personenbezogene Überschneidungen, die genauso bloße Zufälle sein können. War Heilbronner Polizistenüberfall eine Racheaktion des tiefen Staates? weiterlesen

Informant der Thüringer Polizei war über NSU-Banküberfall in Eisenach informiert

Am 04. November 2011 fand ein Banküberfall in Eisenach statt. Die Bankräuber sollen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gewesen sein. Ein Polizei-Informant traf Tage davor einen „Thomas“ aus der Eisenacher Friedensstraße, der ihm berichtete, demnächst eine Bank überfallen zu wollen. Er zeigt ihm eine schwarze Maske und eine Waffe.

„Die Abg. König (LINKE) weist auf einen im Damoko-System aufgeführten Auftrag vom 05.11.2011 hin, laut dem KHK Kre. eine Recherche im VP-Bereich um Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe anstellen soll.

Ergebnis ist, dass eine VP [Vertrauensperson] einen Thomas in der Friedensstraße in Eisenach besucht hat. Dort habe er „vor ein paar Tagen“ eine schwarze Maske und eine „Knarre“ gesehen. Thomas habe geäußert, eine Bank überfallen zu wollen. Informant der Thüringer Polizei war über NSU-Banküberfall in Eisenach informiert weiterlesen

Heilbronner Polizistenmord: Erfand Sonderkommission SMS-Nachrichten überfallener Polizisten Kiesewetter und Arnold?

Am 25.04.2007 ereignete sich der Heilbronner Polizistenüberfall. Zwei bis heute unbekannte Personen schossen den Polizisten Michele Kiesewetter und Martin Arnold in die Köpfe, gegen 14:00. Die Sonderkomission „Parkplatz“ leistete sich unfassbare Ermittlungspannen, die damit erklärt werden könnten, dass die Täter geschützt werden sollten.

Etwa wurde Fremd-DNA von verschiedenen Personen erst im Jahr 2009 gefunden, an der Bekleidung der Opfer und am Fahrzeug. 2007 fanden Ermittler lediglich eine einzige anonyme DNA-Spur, die sich 2009 als Wattestäbchen-„Phantom“ herausstellte. Ein sogenannter NSU-„Untersuchungs“ausschuss gibt in Baden-Württemberg vor, die Ungereimtheiten aufzuklären. Statt dem zuständigen Kriminaltechniker, Herrn Manfred Nordgauer, dazu kritische Fragen zu stellen, ignorierten Parlamentarierer das Thema vollkommen, stattdessen amüsierten sich Abgeordnete über seine Antworten:

Der Abgeordnete Niko Reith von der FDP/DVP fragte, warum er so schnell nach dem 04.11.11 zu den Tatorten in Eisenach (Wohnmobil) und Zwickau (Zschäpe-Wohnung) reiste,  und warum seine DNA an einem dort gefundenen Beweismittel festgestellt wurde.

Versteckter Text/Bild Zeigen

Ähnlich verheerend lief die polizeiliche Auswertung der Handy-Aktivitäten der Opfer mit einem ebenfalls im Einsatz befindlichen Kollegen, Herr Manuel B., und die Befragung der beteiligten Polizistin Nicole K. im Ausschuss. Heilbronner Polizistenmord: Erfand Sonderkommission SMS-Nachrichten überfallener Polizisten Kiesewetter und Arnold? weiterlesen

Gewebeteile des toten NSU-Informaten Corelli leider unbrauchbar geworden

Die Staatsanwaltschaft will das dubiose Ableben des Informanten „Corelli“ untersuchen, verursachte etwa Rattengift die Blitz-Diabetes? Heute schreibt die „welt“, dass es Probleme gibt. Es gäbe nicht mehr „genügend geeignete“ Gewebeproben. Was soll das heißen? Wurden etwa zuwenig Gewebeteile eingefroren oder ist die Kühlmaschine kaputtgegangen? 

 „Und noch immer gibt es kein eindeutiges Ergebnis, wie die „Welt“ aus Sicherheitskreisen erfuhr. (…)

Offenbar lagen für eine Untersuchung auf sogenannte Auto-Antikörper nicht mehr genügend geeignete Gewebeproben Corellis vor. Durch die Analyse von Auto-Antikörpern ließe sich feststellen, ob die Diabetes-Erkrankung auf natürlichem Wege erfolgte. (…)

Ersatzweise greift man nun auf ein weiteres Verfahren zurück, bei dem man Gewebe aus der Bauchspeicheldrüse untersucht.“ (welt)

Auch der harmlos-naive Kommentar des Artikelautors Dirk Laabs hat es in sich:

„Nun rächt es sich, dass die Staatsanwaltschaft nicht sofort den Todesfall umfassend aufgeklärt hat.“

Wenn die Staatsanwaltschaft quasi sofort nach dem Tod „Corellis“ das Gewebe untersucht hätte, würde es jetzt kein Problem geben. Vielleicht will die Staatsanwaltschaft gar nicht den Fall aufklären, von Anfang an?

Laut wikipedia kann die Vitalität von Gewebe „durch Einfrieren in flüssigem Stickstoff (…) nahezu unbegrenzt“ aufrecht erhalten werden.

Hinweisgeber Kiefer widerspricht angeblichen Hinweis auf Mevlüt Kar

Reinhard Kiefer war von 2001 bis 2009 bei der 66. Military Intelligence in Hanau der US-Army tätig, bei der Spionageabwehr. Er nützte seinen Auftritt vor dem Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg zur Gegendarstellung: Er könne sich nicht erinnern behauptet zu haben, dass Mevlüt Kar während des Heilbronner Polizistenüberfalls bei der Theresienwiese anwesend war, am 25.04.2007. Auch mit einem Protokoll des US-Geheimdienstes DIA hätte er nichts zu tun.  Hinweisgeber Kiefer widerspricht angeblichen Hinweis auf Mevlüt Kar weiterlesen