Archiv der Kategorie: NSU-„Selbst“enttarnung ab 04.11.11

Vorwissen über kommende Funde von NSU-Beweismitteln würde Ungereimtheiten erklären

Die Ermittlungsakten geben Auskunft über verschiedene Beweismittel, die im Wohnmobil und in der Wohnung des sogenannten NSU-Trios (Mundlos, Böhnhardt, Zschäpe) gefunden wurden. Dazu bestehen in den Ermittlungsakten Ungereimtheiten, die sich nochmals durch Widersprüche in den Aussagen von Polizeibeamten vergrößerten. Der parlamentarische Untersuchungsausschuss in Thüringen (th-PUA) befragte die Beamten, die bei der Spurensicherung eingesetzt waren.

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NSU-Zeugensterben: Thomas Richter alias Corelli wurde höchstwahrscheinlich vergiftet

Laut Darstellung der Behörden wäre der langjährige Informant des Geheimdienstes „Verfassungsschutz“ Thomas Richter („Corelli“) an „Diabetes 1“ gestorben. Ein natürlicher Krankheitsverlauf setzt jedoch voraus, dass diabetesspezifische Antikörper im Blut vorhanden sind. Diese Antikörper wurden offenbar nicht gefunden.  Wenn Richter jedoch ein diabetogenes Gift verabreicht worden wäre, welches die „Blitzdiabetes“ verursachte, hätte sein Körper keine Antikörper gebildet. Mit dem Fehlen der körpereigenen Antikörper wäre eine natürliche Krankheitsursache ausgeschlossen. NSU-Zeugensterben: Thomas Richter alias Corelli wurde höchstwahrscheinlich vergiftet weiterlesen

Vorsicht Fehlerteufel eingeschlichen: Unbekannte Person 33 ist ungleich berechtigte Person 33

Dank eines Hinweis von Kay-Uwe Hegr bin ich auf einen Fehler aufmerksam geworden, den ich in den kommenden Tagen in (alten) Artikel ausbessern werde:

Ich schrieb, dass die „unbekannte Person 33“ identisch wäre mit der bekannten „Person 33“, die eine (berechtigte) DNA-Spur auf den Kiesewetter-Handschellen hinterließ. Das stimmt nicht! Sie werden in den Ermittlungsakten zwar beide als „Person 33“ bezeichnet, ihr DNA-Profil ist jedoch unterschiedlich!

Was ich ausbessern werde, ist durchgestrichen:

„An den Handschellen von Michele Kiesewetter waren weder DNA noch Fingerabdrücke von Böhnhardt/Mundlos/Zschäpe, stattdessen gab es DNA der anfangs unbekannten Person 24Diese Person hinterließ mehrmals ihre DNA an Geldbanderolen der ausgeraubten Bank in Eisenach, die im Wohnmobil gefunden worden wären. In den Akten wird sie als unbekannte Person 33 bezeichnet.  Später wurden aus diesen zwei unbekannten Personen eine einzige berechtigte Person des Landeskriminalamtes Sachsen.

„Der nachträgliche Vergleich dieses DNA-Musters mit den am 27.01.12 vom LKA Sachsen übersandten Mustern von Berechtigten erbrachte eine Übereinstimmung mit der Person 33 (…).“ (nsu-leaks)

Statt dem durchgestrichenen, werde ich schreiben:

Die unbekannte Person 24 wurde nachträglich einer berechtigten Person 33 zugeordnet. Als „berechtigt“ werden die Polizisten bezeichnet, die mit den Beweismitteln arbeiteten, im Rahmen der Spurensicherung.

Wanderte die Handschelle von Michele Kiesewetter aus dem Eisenacher Wohnmobil in Zschäpes Zwickauer Wohnung?

Am 25.05.2007 überfielen Unbekannte die Polizeistreife von Michele Kiesewetter und Martin Arnold in der Heilbronner  Theresienwiese. Die Täter entwendeten u. a. Kiesewetters Handschelle. Diese Handschelle wurde am 04.11.11 zuerst im Wohnmobil gefunden, neben den gleichfalls erschossenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Heute lautet die offizielle Darstellung, dass sie im Brandschutt vor Zschäpes Zwickauer Wohnung gefunden worden wäre. Die Hintergründe sind ungeklärt. Wanderte die Handschelle von Michele Kiesewetter aus dem Eisenacher Wohnmobil in Zschäpes Zwickauer Wohnung? weiterlesen

Zschäpes Wohnung: Was spielte sich genau gegen 15:00 in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 ab?

Obwohl der Staat hunderte Millionen Euro an Steuergelder ausgab, sind bis heute zentrale Fragen ungeklärt. Zum Beispiel: Was spielte sich genau gegen 15:00 in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 ab? In der Wohnung von Beate Zschäpe gab es mehrere Explosionen, dann brannte es. Nachbarn beobachteten eine oder zwei flüchtende Frauen. Drei der Zeugen identifizierten Zschäpe, jedoch eine Zeugin nicht. Ihr Phantombild würde zu Susanne E. passen. Wie ist das möglich? Zschäpes Wohnung: Was spielte sich genau gegen 15:00 in der Zwickauer Frühlingsstraße 26 ab? weiterlesen

Zivilstreife übersah NSU-Wohnmobil in Stregda

Im Abschlussbericht des zweiten Untersuchungsausschusses des Bundestages steht:

„Das Protokoll über eine Besprechung am 16. November 2011 der BAO Trio hält fest, dass …

„… Kollegen einer Zivilstreife, die 5-10 Minuten vor den Explosions- und Schussgeräuschen am Platz des Wohnmobils im Rahmen der Ring 30-Fahndung vorbeigefahren sind, […] angegeben [haben, Anm.], dass das Wohnmobil zu diesem Zeitpunkt noch nicht dort gestanden habe […].“400

Zu diesem Sachverhalt befragt, hat der Zeuge LKD Menzel erklärt:

„Ja, also, ich denke mal, es ist ein Wahrnehmungsfehler. Es ist
ein Wahrnehmungsfehler, weil aus der objektiven Beurteilung
der Lage, dass das Wohnmobil hinten an, ich glaube, es war ein
Chrysler gewesen, geparkt worden ist, der ja befragt worden ist
zum Parken, die Vernehmung aus dem Zeugenbereich heraus
den Zeitraum ziemlich gut einengt – – ist aus meiner Sicht diese
Aussage der Beamten Wahrnehmungsfehler, unglaubhaft.“

Nach Regierungsdarstellung hätten zwei Streifenbeamte zufälligerweise kurz darauf das Wohnmobil entdeckt. Während der Befragung sagte einer der beiden, Frank Mayer, aus, dass „wir die die Information bekommen, dass da etwas stehen soll (…).“

„Abg.Adams:
Ist das so, dass Sie vorher Ihrer Leitstelle sagen, also wir fahren jetzt in das Neubauviertel oder wir sind da fertig, fahren jetzt noch einmal in das Viertel in Stregda?
Herr M.:
Ja, wir waren vorher noch einmal auf dem PEP, also in Höltzelsroda dieses Einkaufszentrum, da hatten wir die die Information bekommen, dass da etwas stehen soll, und davon sind wir dann eben weiter rumgefahren. Direkt gesagt das wir jetzt dahin fahren haben wir nicht.
Herr Adams:
Also es kann nicht sein, dass die das vorher schon gehört hatten und dann…
Herr M.:
Nein, wir haben definitiv erst mitgeteilt, als wir es festgestellt hatten. Also vorher haben wir nicht gesagt wo wir hinfahren.“

Worauf basierte die NSU-Terrorwarnung im Jahr 2000?

Am 28.04.2000 warnte der sächsische Geheimdienst, vier Monate vor dem ersten Ceska-Mord: Der Zweck des untergetauchten Trios wäre „schwere Straftaten gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung zu begehen“. So konnte der Dienst genehmigt bekommen, das Trio und ihr Umfeld abzuhören.

 „Das Vorgehen der Gruppe (gemeint ist das Neonazi-Trio) ähnelt der Strategie terroristischer Gruppen, die durch Arbeitsteilung einen gemeinsamen Zweck verfolgen.“

„Report Mainz“ titelt:

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Klärung von Ungereimtheiten bzgl. „NSU-Wohnmobil“

Die Privatperson Kay-Uwe Hegr untersuchte in einem unglaublichen Kraftakt, in tausenden Stunden Arbeit die Zeugenaussagen, die im zweiten thüringer NSU-Untersuchungsausschuss gefallen sind, nach ihrer Plausibilität und Glaubwürdigkeit. Dadurch erzielte er Erkenntnisse über den Verlauf des Polizeieinsatzes am 04.11.11 in Stregda gegen die (angeblichen) Bankräuber Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

Folgende Ungereimtheiten können als geklärt gelten. Klärung von Ungereimtheiten bzgl. „NSU-Wohnmobil“ weiterlesen

NSU-Tribunal in Köln: Aufklärung oder Desinformation?

Das Internetportal „Rubikon“ veröffentlichte am 15.05.17 den Artikel „Aufklärung statt Desinformation“ von Wolf Wetzel. Er macht darin Werbung für das sogenannte „NSU-Tribunal“-Treffen, welches vom 17. Mai bis zum 21. Mai in Köln stattfinden wird. In dem Artikel sind einige irreführende Darstellungen enthalten, denen hiermit widersprochen wird. Folgt Wetzel einer vorgegebenen Linie, sogar gegen besseren Wissens? NSU-Tribunal in Köln: Aufklärung oder Desinformation? weiterlesen

Gab es drei Heckler und Koch Schusswaffen im NSU-Wohnmobil?

Gestern schrieb ich über einen Eintrag im Einsatzverlaufsprotokoll, dass eine Heckler und Koch – Waffe um 16:28 im Wohnmobil gefunden wurde, die noch nicht identifiziert war. Heute lese im Wortprotokoll des thüringer Untersuchungsausschusses, dass bereits um 14:45 eine andere Heckler und Koch Pistole gefunden wurde und eine weitere um 23:11. Problem: Asserviert sind nur zwei Heckler und Koch Waffen.

Dorothea Marx (SPD):

„(…) Dann möchte ich noch mal mit den Akten diese Tatsache untermauern, dass diese erste geborgene Pistole eben auch die von dem Polizeibeamten/dem Kollegen von Frau Kiesewetter gewesen ist. Im Einsatzverlaufsbericht der Kriminalpolizeistation Eisenach vom damals – das ist das Band 8, Blatt 125 LPI Gotha, da steht noch mal drin: Am 04.11.2011, 14.45 Uhr, Frau Mi. von der Tatortgruppe übergibt an Kriminalhauptmeister Kö. eine aus dem Wohnmobil geborgene Pistole Heckler & Koch, dann kommt die Nummer. (…)“

„(…) und die Waffe, die vermeintlich oder tatsächlich auf dem Tisch gelegen hat, die dann später der Michele Kiesewetter zugeordnet worden ist, ist laut dem Einsatzverlaufsbericht am 04.11.2011 erst um 23.11 Uhr gesichert worden. Da wollte ich Sie noch mal fragen: Diese haben Sie auch entgegengenommen?

Herr Kö.:

Ja, das ist richtig.“