Archiv der Kategorie: Doppelmord Böhnhardt, Mundlos

NSU-Tatortmanipulation? Pumpgun und Körper von Uwe Böhnhardt erscheinen verändert

Laut Darstellung der Bundesanwaltschaft hätte Uwe Mundlos seinen Freund Uwe Böhnhardt mit einer Pumpgun in den Kopf geschossen. Dann hätte er Feuer im Wohnmobil gelegt und sich schließlich mit derselben Waffe selbst erschossen. Dass die Abfolge logisch ist, darf Böhnhardts Körper natürlich nicht auf Mundlos Waffe liegen. Mundlos hätte sie ja schlecht unter Böhnhardts Körper stecken können, nachdem er sich selbst einen Kopfschuss zugefügt hatte. Tatortfotos scheinen jedoch genau dies nahezulegen. Die polizeilichen Tatortfotos stammen aus der Ermittlungsakte „Bd 4-1 9 Obj Tatbefund WoMo – Komplex 1.4.pdf – fdik.org NSU-Tatortmanipulation? Pumpgun und Körper von Uwe Böhnhardt erscheinen verändert weiterlesen

Katharina König – Fragen zum NSU? Nein danke!

Ende Juni 2016 titelte die Zeitung „junge Welt„: „Fragen zum NSU? Nein danke!“ Damit kommentierte sie die harsche Reaktion der thüringer Linken-Abgeordneten Katharina König zu den in einer Diskussionsrunde vorgebrachten Zweifeln des Krimiautors Wolfgang Schorlau und Journalisten Ekkehard Siekert, den angeblichen Doppel-Selbstmord von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos betreffend, der sogenannten „Selbstenttarnung des NSU“. Katharina König – Fragen zum NSU? Nein danke! weiterlesen

NSU-Wohnmobil: War die Türe zur Nasszell geschlossen gewesen?

Der parlamentarische NSU-Untersuchungs-Ausschuss in Thüringen befragte drei Polizeibeamte, die mit als Erste vor Ort im Wohnmobil mit den erschossenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos waren. Die drei Polizisten waren im Wohnmobil, bevor es von dort gegen 15:30 abgeschleppt wurde.

Es handelt sich zum einen um Kriminaloberkommissarin (KOK) Sylvia Mi. und KOK Tilo Ho. Sie sagten dem Ausschuss, dass sie nach Menzel ins Wohnmobil gingen. Sie sahen in der Nasszelle eine Schusswaffe, die dort auf dem Boden lag und holten sie heraus. Es soll sich später herausgestellt haben, dass es eine der geraubten Dienstwaffen vom Heilbronner Polizistenüberfall gewesen war.  NSU-Wohnmobil: War die Türe zur Nasszell geschlossen gewesen? weiterlesen

Bekommt Thüringer NSU-Ausschuss nicht die Blutspuren-Analyse des Wohnmobils?

Am 04.11.11 betraten drei Ermittler im Eisenacher Stadteil Stregda ein Wohnmobil, in dem die zwei erschossenen Männer Böhnhardt und Mundlos lagen. Bei den Polizisten handelt sich um Polizeichef Michael Menzel sowie Kriminaloberkommissarin (KOK) Sylvia Mi. und KOK Tilo Ho. Die Beamten widersprechen sich scheinbar gegenseitig, welche Dienstwaffe der überfallenen Heilbronner Polizisten Arnold und Kiesewetter zuerst im Wohnmobil gefunden wurde.

Eine weitere Ungereimtheit ist die seltsame Verteilung der Blutspuren im Wohnmobil: Obwohl sich Mundlos mit einer Pumpgun in den Mund geschossen haben soll, sind in den Tatortfotos kaum Blutspuren hinter ihm sichtbar. Daher wäre eine sogenannte Blutspuren-Analyse mehr als angebracht. Bekommt Thüringer NSU-Ausschuss nicht die Blutspuren-Analyse des Wohnmobils? weiterlesen

Jenaer Rechtsmedizin: Kein genauer Todeszeitpunkt bei Mundlos, Böhnhardt bestimmbar

Heute befragte der thüringer NSU-Untersuchungsausschuss die Mediziner, die die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos am 05.11.11 obduzierten. Die Leiterin der Jenaer Rechtsmedizin, Else-Gitta Mall, und Dr.  Heiderstädt waren bereits am 04.11. gegen 13:15 am Wohnmobil mit den Erschossenen. Dem Ausschuss sagten sie laut „mdr„, dass der „genaue Todeszeitpunkt von Mundlos und Böhnhardt nicht bestimmbar gewesen“ sei. Laut „nsu-leaks“ hätte im Totenschein Dr. Heiderstädt den Todeszeitpunkt mit exakt 12:05 eingetragen. In dieser Zeit hörten zwei Streifenpolizisten Schüsse aus dem Wohnmobil. Waren Böhnhardt und Mundlos zu diesem Zeitpunkt bereits längst tot? Jenaer Rechtsmedizin: Kein genauer Todeszeitpunkt bei Mundlos, Böhnhardt bestimmbar weiterlesen

NSU: Polizei vernichtete eigene Handydaten vom Einsatz gegen Böhnhardt/Mundlos

Die Linken-Landtagsabgeordnete Katharina König veröffentlicht in ihrer Internetseite „Haskala“ zeitnah Protokolle von Zeugenbefragungen im thüringer Untersuchungsausschuss. Der Blogger „fatalist“ brachte heute eine neue Info, jedoch aus einem Wortprotokoll des Landtages: Die Handydaten, der am Einsatz am 04.11.11 beteiligten Polizisten, wären „geschreddert“ worden! König bestätigte mir diese Info, erklärte jedoch nicht, warum diese Info in ihrem Protokoll fehlt. NSU: Polizei vernichtete eigene Handydaten vom Einsatz gegen Böhnhardt/Mundlos weiterlesen

Beate Zschäpe – Teil des Mordkomplotts gegen Böhnhardt, Mundlos?

Der Kommentator „bekir“ wies auf einen entscheidende Punkt hin: Das dramatische, seltsame Verhalten von Beate Zschäpe während eines Treffens mit ihrer Freundin Heike K. Ihr Treffen fand kurz vor dem 04.11.11 statt; an dem Tag hätten sich Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos nach einem Banküberfall selbst getötet.

„Nach Meinung dieser Heike R. wirkte Zschäpe unruhig bzw. verändert und verabschiedete sich mit einer langen Umarmung und Tränen in den Augen. Sie vermutet (aber wohl erst im Nachhinein), dass Zschäpe ihr etwas sagen wollte und die Drei miteinander abgestimmt aus dem Leben scheiden wollten. “ (Bekir)

Bekir kommentiert:

„Die Sorge oder Verzweiflung, die Zschäpe umtrieb, kann sich jedenfalls nicht auf den bevorstehenden x-ten Routine-Banküberfall bezogen haben (von dem sie ja im Zweifel immer erst im Nachhinein erfuhr).

Die Uwes könnten am 1.11.11 aber schon in den Händen oder im wenigstens Dunstkreis ihrer späteren Mörder gewesen sein – und Zschäpe mehr über Mordgefahr bzw. Mordkomplott gegen die Uwes gewusst haben und vor allem viel früher als die  sowieso ominöse “Radionachricht” glauben machen soll.“ (ebd)

Beate Zschäpe – Teil des Mordkomplotts gegen Böhnhardt, Mundlos? weiterlesen

Es gab offenbar keine Leichenschau bei Böhnhardt/Mundlos

Dank der Arbeit des thüringer NSU-Untersuchungsausschusses ist ein weiterer Skandal aufgeflogen. Laut des Thüringer Bestattungsgesetzes muss bei einer aufgefundenen Leiche „unverzüglich“ eine sogenannte Leichenschau durchgeführt und ein Todesschein erstellt werden. Diesen Grundsätzen folgten Gerichtsmediziner in den Fällen Uwe Mundlos (UM) und Uwe Böhnhardt (UB) offenbar nicht. Ein wichtiger Teil dieser Leichenschau ist, den Todeszeitpunkt anhand Körpermessungen und Verdauungsprozessen der Mageninhalte festzustellen. Die Rechtfertigungen der Gerichtsmedizinerin Prof. Dr. Gita Mall im parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) erscheinen unverständlich. Es gab offenbar keine Leichenschau bei Böhnhardt/Mundlos weiterlesen

Feuerwehrleute widersprechen Bericht des Thüringer Innenministeriums

Die Aussagen der Feuerwehrleute im thüringer NSU-Untersuchungsausschuss stehen in entscheidenden Punkten konträr zur Darstellung der Polizisten, die an der sogenannten NSU-„Selbstenttarnung“ am 04.11.11 beteiligt waren. Die Feuerwehrleute löschten den Brand im Wohnmobil, in dem Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos erschossen aufgefunden wurden. Trotz der seit Jahren bekannten Ungereimtheiten interessierte sich das thüringer Innenministerium offensichtlich nicht für deren Aussagen. Stattdessen übernahm es ungeprüft die Darstellung der Polizisten. Für was sind eigentlich Ministerpräsidenten oder Innenminister da, wenn sie sich lediglich als Sprachrohre von Polizei und Geheimdienste verstehen? Feuerwehrleute widersprechen Bericht des Thüringer Innenministeriums weiterlesen

Andreas Förster hinterfragt „Stichflamme“ aus Wohnmobil

Der Journalist Andreas Förster hinterfragte gestern im Artikel „NSU-Terror harrt der Aufklärung“ die Beobachtung eines Polizisten, der am 04.11.11 das Wohnmobil von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt „entdeckte“. Erst nach dem letzten (angeblich) selbst zugeführten Todesschuss von Mundlos, sah er eine Stichflamme, die das Feuer entfachte.

„Wie wurde das Feuer entfacht? Einer der Polizeibeamten, die Schussgeräusche in dem Wohnmobil hörten, will drei Sekunden nach dem letzten Schuss eine Stichflamme an einem der Fenster gesehen haben. Kann ein angeblich von Mundlos hastig angezündeter Papierstapel in einem geschlossenen Fahrzeug nach wenigen Sekunden eine Stichflamme verursachen?“ (fr-online)

Die Organisation „NSU-watch“ protokollierte die Aussagen des Polizisten über die Stichflamme im münchner NSU-Prozess folgendermaßen:

„Da sei dann ein Schuss gefallen, sie hätten die Waffen gezogen und seien bei zwei PKW genau gegenüber vom Wohnmobil in Deckung gegangen. Dann seien zwei Schüsse gefallen und das Wohnmobil habe begonnen zu brennen. (…)

Götzl fragt Me., was er damit meine, wenn er sage, dass das Wohnmobil angefangen habe zu brennen. Me. sagt, er wisse nicht, ob er das als Stichflamme bezeichnen wolle, es sei gewesen, als ob etwas umgefallen wäre. Sie hätten nur die Flammen gesehen. Im linken Bereich sei ein Fenster gewesen – mittig, wenn er das recht in Erinnerung habe – dadurch hätten sie die Flammen gesehen. Es habe stark angefangen zu brennen, es sei starke Rauchentwicklung in dem Fahrzeug gewesen, und dann sei ja auch schon die Feuerwehr da gewesen.“ (nsu-watch)

Am 16. September 2013 sah ein Zeuge ebenfalls eine Stichflamme. Sie setzte das Auto mit dem wichtigen NSU-Zeugen Florian Heilig in Brand. Auch hier schließt die Polizei Fremdverschulden aus und spricht von Selbstmord.