Archiv der Kategorie: „Bekenner“film

Beate Zschäpe verteilte nicht NSU-Bekennerfilme, sondern bis heute Unbekannte

Trotz der Arbeit verschiedener parlamentarischer Untersuchungsausschüsse und des münchner Gerichtsprozesses kann von Aufklärung keine Rede sein. Ungeklärt ist vor allem, wer den Bekennerfilm erstellte und verteilte. Dort wird das Trio Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe schwer belastet, als National-Sozialistischer-Untergrund (NSU) schwerste Straftaten begangen zu haben. Ermittler kommen zum Schluss, dass „insbesondere“ das Verschicken der Filme, die Existenz einer rechtsextremistischen Terrorgruppe bestätigt. Beate Zschäpe verteilte nicht NSU-Bekennerfilme, sondern bis heute Unbekannte weiterlesen

Schrieb der NSU der Partei des demokratischen Sozialismus in Halle, um eine Trugspur zu legen?

Am 04.11.11 fanden Ermittler drei USB-Sticks in einem Wohnmobil mit den erschossenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Der abgespeicherte Inhalt war der sogenannte „Bekennerfilm“; er wurde einen Tag später von der Spurensicherung „gesichtet“. Beate Zschäpe hätte parallel nach dem Tod der Männer die Filme per Post verschickt, um dem „Vermächtnis“ ihrer Freunde gerecht zu werden. In dem Film übernehmen die zwei Männer indirekt die Verantwortung für verschiedene Verbrechen, ohne dass sie selbst dort auftreten oder hörbar sind. Schrieb der NSU der Partei des demokratischen Sozialismus in Halle, um eine Trugspur zu legen? weiterlesen

Landeskriminalamt Thüringen sichtete NSU-Bekennerfilm bereits am 05.11.11

Am 05.11.11 untersuchte das Landeskriminalamt Thüringen eine schwarze Bauchtasche, die im Wohnmobil mit den erschossenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gefunden wurde. Gesichert wurden drei USB-Sticks und deren Inhalt „gesichtet“. Dort war der sogenannten NSU-Bekennerfilm abgespeichert. Was mit der Erkenntnis passierte, ist unbekannt. Am 08.11.11 fand jedoch im Bundeskanzleramt eine Präsentation des Bundeskriminalamtes (BKA) statt, wo auch anhand von Filmen ein rechtsextremistischer Hintergrund der Verbrechen dargestellt wurde. 

Der 15-minütige Bekennerfilm im USB-Stick war identisch mit dem Film, der am 06.11.11 an die „PDS“ geschickt wurde.

„hätten die Techniker einen Hashwertabgleich gemacht und festgestellt, dass die USB-Sticks den gleichen Inhalt haben wie die Referenz-DVD.“

Am 07.11.11 sei so der NSU-Bekennerfilm „zum ersten mal öffentlich geworden“, laut Aussage von Robert Sche. (BKA Berlin, Auswertung von Dateien von einer Festplatte aus der Frühlingsstraße) Landeskriminalamt Thüringen sichtete NSU-Bekennerfilm bereits am 05.11.11 weiterlesen

Woher hatte Bundeskriminalamt am 08.11.11 Wissen über kommende „Selbstenttarnung des NSU“

Als „Selbstenttarnung des NSU“ (National-Sozialistischer-Untergrund) wird oftmals angeführt: Aufgrund ihres Ablebens hätten sich Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos selbst als NSU-Terroristen enttarnt, indem Beate Zschäpe ihren sogenannten „Bekennerfilm“ am 04.11.11 verschickte. Bereits am 08.11.11 ging das Bundeskriminalamt (BKA) von einem rechtsextremistischen Hintergrund verschiedener Verbrechen aus, obwohl dem BKA zu dem Zeitpunkt noch keine Bekennerfilme vorlagen!  Handelt es sich um Vorwissen? Woher hatte Bundeskriminalamt am 08.11.11 Wissen über kommende „Selbstenttarnung des NSU“ weiterlesen

Standen bereits 1998 Böhnhardt, Mundlos als NSU-Sündenböcke fest?

Anfang November 2011 sahen Polizisten und Mainstream-Medien die aufgetischte Geschichte des mordenden „National-Sozialistischen-Untergrunds“ (NSU) noch kritisch. Der Grund war der dubiose Doppel-Selbstmord der sogenannten „NSU-Mörder“ Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos am 04.11.11 und die anschließenden Beweismittelorgien in Wohnmobil und Wohnhaus. Nachdem jedoch Mitte November das sogenannte NSU-Bekennervideo auftauchte, konnte sich die grundlegende Geschichte durchsetzen: Die toten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos wären Haupttäter einer Verbrechensserie gewesen, ihr Tatmotiv Rassismus. Alle bisherigen Hinweise auf den kriminellen Bereich gelten seitdem als Trugspuren und Zufall, sie werden ignoriert.

In der NSU-Darstellung gibt es tausend Widersprüchlichkeiten und offene Fragen, die bisher weder Ermittler, noch Gerichte oder Politiker aufklärten. Daher kann die Geschichte als widerlegt gelten. Aber wie könnte es stattdessen gewesen sein? Folgender Artikel geht den Spuren nach und entwirft ein Szenario, welches näher an der Wahrheit liegen könnte. Standen bereits 1998 Böhnhardt, Mundlos als NSU-Sündenböcke fest? weiterlesen

NSU Keupstraße: Bombenleger „Gerri auf Kamera“ ist nicht Uwe Böhnhardt

Auf dem Computer von Beate Zschäpe befand sich eine Kopie des sogenannten NSU-Bekennerfilmes, außerdem verschiedene Dateien, die auch aus dem Täterkreis stammen. Der Name einer abgespeicherten Datei stellt Uwe Böhnhardt als einer der Keupstraßen-Bombenleger dar, obwohl das dazugehörige Bild ihn nicht zeigt. Der dort gezeigte Mann ist zu klein. Offensichtlich sollte Böhnhardt angeschwärzt werden. NSU Keupstraße: Bombenleger „Gerri auf Kamera“ ist nicht Uwe Böhnhardt weiterlesen

Wann wurde NSU-Bekennerfilm fertiggestellt? 2007 oder 2011?

Harald Dern war ein Ermittler des BKA, der das Bekennervideo des NSU analysierte. Während seiner Aussage vor dem Baden-Württemberger NSU-Ausschuss sagte er zwei Mal, dass der Film erst im „November 2011“ fertiggestellt worden wäre. Dann verbesserte er sich auf 2007. Wann wurde NSU-Bekennerfilm fertiggestellt? 2007 oder 2011? weiterlesen

NSU-Bekennervideo: Welche Erkenntnisse können gezogen werden?

Der eigentliche Film dauert von 0:05 bis 13:45. Davor kommt eine Eingangsfolie, danach ein Abspann bis 14:53 und schließlich eine Schlussfolie mit Fotos u. a. vom Heilbronner Polizistenüberfall.

Der Film war laut Aussage eines BKA-Ermittlers „im Grunde genommen im März, also 21. März 2007, fertig“. Die Folien wären erst im November 2011 hinzugefügt worden, anschließend verbesserte er sich auf November 2007. Hier ist der Film vertextet, der hier kann er gesehen werden kann.

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Polizei fand NSU-Bekennerfilme im Wohnmobil erst am 01.12. – der BR erwähnte Funde aber schon zwei Wochen vorher

Gestern gab es eine Sitzung des NSU-Ausschusses des Bundestages. Es kam Kriminaloberkommissar Gerd Sopuschek zu Wort, der am 05.11. Gegenstände im Wohnmobil sicherstellte. Dabei war auch ein nagelneu erscheinender Rucksack, der den Brand sauber überstanden hätte. Darin fand Sopuschek am 05.11. Bargeld und andere Gegenstände, die asserviert wurden.  Polizei fand NSU-Bekennerfilme im Wohnmobil erst am 01.12. – der BR erwähnte Funde aber schon zwei Wochen vorher weiterlesen

NSU-Bekennervideo: Drehbuch-Autoren mit „geringer Wahrscheinlichkeit“ Böhnhardt, Mundlos

Am 16. März 2016 berichtete ZEIT-Journalist Tom Sundermann vom 270. Verhandlungstag des NSU-Prozesses. Es sagten zwei BKA-Polizeibeamte zum NSU-Bekennervideo aus. Sie betonten, dass bis heute unklar sei, „auf welchem Computer die Dateien hergestellt wurden.“ Dann bringt Sundermann einen Satz, der anscheinend konträr zu den Ermittlungsakten steht. Es wäre lediglich „einigermaßen gesichert“, dass Böhnhardt/Mundlos das Drehbuch zum NSU-Bekennervideo skizziert hätten. NSU-Bekennervideo: Drehbuch-Autoren mit „geringer Wahrscheinlichkeit“ Böhnhardt, Mundlos weiterlesen