Archiv der Kategorie: Andreas Temme

Polizeiliche Rekonstruktion basierte auf dubiosen Zeugen Faiz Hamadi Sh.

Die Frankfurter Rundschau berichtete heute über eine interessante Aussage eines „Polizeianalytiker aus Bayern“. Er verließ sich bei der zeitlichen Rekonstruktion ausgerechnet auf Angaben des höchst dubiosen Zeugen Faiz Hamadi Sh., der zeitweise unter Mordverdacht stand. Lediglich auf dessen Angaben aufbauend kam der „Polizeianalytiker“ zum Schluss, dass Temme während des Mordes im Internetcafe gewesen wäre. Polizeiliche Rekonstruktion basierte auf dubiosen Zeugen Faiz Hamadi Sh. weiterlesen

Teil 12) Abschließende Gedanken zu meiner Artikelserie zum Heilbronner Polizistenüberfall

Ich durchforstete die 54 Ermittlungsordner der Sonderkommission (Soko) Parkplatz nach Ungereimtheiten und veröffentlichte wichtige Ermittlungsfortschritte, die die Soko seit 2009 machte. Für mich wurde klar: Wenn die Soko nach 2011 hätte weiter-ermitteln dürfen, wären jetzt die Polizistenmörder gefasst. 

Es gäbe verschiedene „Anfasser“, konkrete Punkte, einer möglichen Weiterermittlung. Darüber machte ich sämtliche Abgeordnete per email aufmerksam, die im baden-württemberger NSU-Untersuchungsausschuss  sitzen. Ich erhielt von Grün bis AfD keine einzige Antwort, was ich gewohnt bin. Es passt ins Bild.

Statt konkreten Spuren zu folgen, tun die Staatsorgane, Polizei/Geheimdienst, Justiz, Politik, alles in ihrer Macht stehende, den Überfall den erschossenen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos bzw. der rechtsterroristischen „Terrorgruppe NSU“ irgendwie anzuhängen. Die Ermittlungsergebnisse, die die damaligen Sokos erzielten, sind heute nichts mehr wert und werden ignoriert, ja sogar als „rassistisch“ diffamiert. Teil 12) Abschließende Gedanken zu meiner Artikelserie zum Heilbronner Polizistenüberfall weiterlesen

40 Geheimdienst-Informanten bemerkten keinen rechtsterroristischen NSU

Der Journalist Andreas Förster fasst die vielen Informanten zusammen, die im persönlichen Umfeld des sogenannten „NSU-Trios“ sich aufhielten.

Dazu passt, dass nach dem 04.11.2011 und der sogenannten NSU-Selbstenttarnung der Geheimdienst „Verfassungsschutz“ hunderte Akten von Informanten schredderte. Trotz der negativen medialen Berichterstattung wurde die Aktion bis Juli 2012 durchgezogen.

Was jedoch hinter dieser Aktion steckt, ist bis heute unklar. Im Laufe der Jahre wurde jedoch die These widerlegt, dass eine Beteiligung oder Mitwisserschaft von Informaten an den sogenannten „NSU-Verbrechen“ vertuscht werden sollte. Der Grund:

Kein einziger Informant bestätigt in persönlichen Gesprächen mit Parlamentariern und Journalisten die Existenz einer rechtsterroristischen NSU-Kleinstzelle bzw. -Netzwerkes. Welcher Informant hätte sich die ausgelobte Belohnung von 300.000 Euro entgehen lassen?

Eine besondere Rolle unter den Informanten spielte Thomas Richter, alias „Corelli“. Von ihm stammte eine „NSU-CD“, die zwar keinen Zweifel an seiner rechtsextremen Gesinnung lässt, aber keinerlei Bezug zu den Ceska-Morden, Kölner Bombenanschlägen und Banküberfallen erkennen lässt, die heute dem NSU zugeschrieben werden. Bevor „Corelli“ zur CD befragt werden konnte, wurde er gleichfalls „geschreddert“, er wurde hochwahrscheinlich durch Rattengift umgebracht. Ähnlich verhält es sich zum „NSU-Manifest“, welches Beate Zschäpe zugeschrieben wird.

Daher ist davon auszugehen, dass die Vernichtung der Akten folgendem Zweck diente: Es sollten alle Bezüge von Informanten zu dem sogenannten „NSU-Trio“ vertuscht werden.

Hochwahrscheinlich ist, dass der Geheimdienst durch den 04.11.11 überrascht wurde, da erst ab dem 09.11.11 die Aktenzerstörung begann. Genau einen Tag vorher, am 08.11.11 wurde der „National-Sozialistische-Untergrund“ erstmals als Terrorgruppe und als Täter festgelegt, im Bundeskanzleramt während einer Lagebesprechung. Offensichtlich erging erst dann der Schredderbefehl. Das würde gegen eine Beteiligung des Geheimdienstes bei der sogenannten „Selbstenttarnung des NSU“ sprechen, ansonsten wäre es nicht zu dieser überstürzten Aktion gekommen.

Das Trio dürfte wahrscheinlich vom tiefen Staat 1998 in den Untergrund geschickt und dort unterhalten worden sein, um sie später als Sündenböcke für ungeklärte Verbrechen zu benutzen. Jedoch könnte nach dem letzten Mord eine andere Situation eingetreten sein: Der Geheimdienst fürchtete ab 2006, in den NSU-Strudel mitreingezogen zu werden, da am letzten Ceska-Tatort ein Geheimdienst-Beamter unter Mordverdacht geriet. Dies könnte ein Grund gewesen sein, eine „Selbstenttarnung des NSU“ seitdem abzulehnen.

Bundesanwalt Diemer verteidigt Bouffier und Verfassungsschutz

Der NSU-Ankläger und Bundesanwalt Herbert Diemer verteidigte gestern die Aussagen des damaligen hessischen Geheimschutzbeauftragten des Landesamtes für Verfassungsschutz (LfV), Hess und widersprach der Einschätzung der NSU-Nebenklage. Bundesanwalt Diemer verteidigt Bouffier und Verfassungsschutz weiterlesen

NSU: Wurde Geheimdienstler Andreas Temme wieder beim Lügen erwischt?

Die Spiegel-Journalisten Gisela Friedrichsen berichtet über neueste Erkenntnisse im 9. Mordfall der Ceska-Mordserie. Die Anwälte der Familie des Mordopfers Halit Yozgat haben offenbar in Akten neue Informationen gefunden, die den damaligen Geheimdienst-Agenten Andreas Temme weiter belasten. Es wird zunehmend eng für ihn und seinen Schutzpatron Volker Bouffier (CDU). NSU: Wurde Geheimdienstler Andreas Temme wieder beim Lügen erwischt? weiterlesen

Hessen: Unglaubliche Wendung im Ceska-Mordfall Halit Yozgat?

Der Mord am Hessen Halit Yozgat wird bis heute der NSU-Terrorgruppe zugeschrieben; bis jetzt gab es scheinbar keinerlei Hinweise auf organisierte Kriminalität als Tathintergrund. Im Gegenteil: Ein dubioser Geheimdienstler namens Andreas Temme hatte sich massiv verdächtig gemacht.

Jetzt tauchten aber Unterlagen der damaligen Sonderkommission „Cafe“ der zuständige kriminalpolizeilichen Stellen auf, die dem Fall eine unglaubliche Wendung geben könnten, vorausgesetzt diese Unterlagen sind authentisch und es handelt sich bei den beobachteten Umständen nicht um Zufälle. Hessen: Unglaubliche Wendung im Ceska-Mordfall Halit Yozgat? weiterlesen

Volker Bouffier informierte falsch über NSU-Mord

Als damaliger hessischer Innenminister informierte Volker Bouffier (CDU) die Abgeordneten des hessischen Innenausschusses falsch. Er gab 2006 vor, wie die Abgeordneten auch erst aus den Medien vom tatverdächtigen Geheimdienstler Andreas Temme erfahren zu haben. Dabei war er zum damaligen Zeitpunkt beschäftigt, die polizeilichen Ermittlungen zu behindern.  Volker Bouffier informierte falsch über NSU-Mord weiterlesen

NSU: Fakten gegen Andreas Temme vom Verfassungsschutz

Der letzte Mord mit der Schusswaffe „Ceska“ wurde am 6. April 2006 in Kassel verübt, in einem Internet-Cafe. Der hessische Geheimdienst-Mitarbeiter Andreas Temme stand zeitweise unter Mordverdacht. Im Zuge der parlamentarischen Untersuchungen und während des NSU-Gerichtsprozesses tauchten weitere belastende Fakten auf. Sie werden in diesem Artikel chronologisch zusammengefasst. NSU: Fakten gegen Andreas Temme vom Verfassungsschutz weiterlesen

NSU: Ex-Geheimdienstler erleidet Erinnerungs-Verlust vor Gericht!

Am 6. April 2006 wurde Halit Yozgat in Kassel erschossen. Der „NSU“ wird dafür verantwortlich gemacht. Der Verfassungsschützer Andreas Temme stand zeitweise unter Mordverdacht, auch weil er aussagte, dass er vom Mord nichts mitbekommen hätte. Gegenüber seinem damaligen Chef Lutz Irrgang sagte Temme nicht so „restriktiv“ aus, wie bei der Polizei. Vor Gericht dazu befragt konnte er sich nicht erinnern.

Befolgt Temme auch vor Gericht den Ratschlag eines Geheimdienstlers? Der sagte ihm damals, dass er bei seiner dienstlichen Erklärung “so nah wie möglich an der Wahrheit” sein sollte. (Friedensblick)

Wie zu erwarten war, will die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen keinen Untersuchungsausschuss zum Geheimdienstskandal.

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