Archiv der Kategorie: Bundesanwaltschaft

Oberstaatsanwältin Greger: Undenkbare NSU-Tatorte Heilbronn, Kassel unplanbar!

Im Gegensatz zu den Medien berichtete die Pressestelle des Bundestags von der letzten Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses. Dies ist immer Hinweis darauf, dass etwas für die Regierung nicht gut gelaufen ist. Oberstaatsanwältin Anette Greger war geladen. Sie ist seitens der Bundesanwaltschaft mit den NSU-Ermittlungen beauftragt. Sie sagte, dass die Mordanschläge in Heilbronn und Kassel „undenkbar“ gewesen wären, da die Täter jederzeit hätten gestört oder beobachtet werden können.  Oberstaatsanwältin Greger: Undenkbare NSU-Tatorte Heilbronn, Kassel unplanbar! weiterlesen

Oberstaatsanwältin Anette Greger: Übereinstimmende DNA an drei Tatorten wahrscheinlich verunreinigt!

Der Untersuchungsausschuss des Bundestages befragte gestern Oberstaatsanwältin Anette Greger.

„Sie ist im Auftrag der Generalbundesanwaltschaft seit Jahren mit der juristischen Aufarbeitung der Mordserie betraut.“

Sie bestätigte zwar, dass an den sogenannten NSU-Tatorten keine DNA des Trios Zschäpe, Böhnhardt, Mundlos gefunden wurde, sondern von anonymen Personen, das wäre jedoch kein Problem; auch bei drei Tatorten mit DNA-Übereinstimmung! Oberstaatsanwältin Anette Greger: Übereinstimmende DNA an drei Tatorten wahrscheinlich verunreinigt! weiterlesen

Rechtsmediziner Michael Bohnert: Trotz Brandstiftung wäre Ruß in Mundlos Lunge unwahrscheinlich

Der Mitteldeutsche Rundfunk interviewte zwei Rechtsmediziner, die teilweise die Darstellung eines Doppelselbstmordes von Böhnhardt/Mundlos bestätigen, jedoch auf Grundlage einer unzureichenden Fragestellung: Rechtsmediziner Michael Bohnert: Trotz Brandstiftung wäre Ruß in Mundlos Lunge unwahrscheinlich weiterlesen

NSU: Bundesanwaltschaft überprüfte nicht anonyme DNA-Tatortspuren

Dank der veröffentlichten Ermittlungsakten ist seit Jahren bekannt, dass es nicht nur an sämtlichen NSU-Tatorten keine Fingerabdrücke oder DNA des Trios Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt gibt, nein es wurden stattdessen bis heute anonyme DNA-Körperspuren festgestellt. Dies ist auch bei der sogenannten „Selbst-Enttarnung“ am 04.11.11 der Fall. An wichtigen gefundenen Beweismitteln befand sich unbekannte DNA: Die Schusswaffen der überfallenen Heilbronner Polizisten Martin Arnold, Michele Kiesewetter und die Waffen, mit denen sie überfallen wurden; desweiteren die Schusswaffen, mit denen die Banken in Arnstadt und Eisenach überfallen wurden. NSU: Bundesanwaltschaft überprüfte nicht anonyme DNA-Tatortspuren weiterlesen

BKA desinformierte Bundestagsabgeordnete auch über angeblichen aufgesetzten Todesschuss bei Böhnhardt

Am 21. November 2011 desinformierten der damalige Chef des Bundeskriminalamtes (BKA) Jörg Ziercke, Generalbundesanwalt Harald Range die Abgeordneten des Bundestags-Innenausschusses über die Todesumstände von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos.

Sie belogen die Abgeordneten, dass die Obduktion Brandruß in Mundlos Lunge festgestellt hätte. Herr Ziercke informierte außerdem falsch, dass Böhnhardt an einem „aufgesetzten Schuss“ gestorben wäre. Das heißt, dass die Schusswaffe direkt am Kopf Böhnhardts abgefeuert wurde. Jörg Ziercke: BKA desinformierte Bundestagsabgeordnete auch über angeblichen aufgesetzten Todesschuss bei Böhnhardt weiterlesen

Beate Zschäpe bestätigt NSU-Version der Bundesanwaltschaft

Der Anwalt von Beate Zschäpe verlas heute ihre Erklärung zur Anklageschrift. Die Angeklagte bestätigt darin im Grunde die Version der Bundesanwaltschaft. Für die Morde und Anschläge wäre die rechtsterroristische NSU-Organisation der Männer Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos verantwortlich gewesen. Sie hätten sich nach einem Banküberfall am 04.11. selbst getötet. Beate Zschäpe hätte die gemeinsame Wohnung in deren Auftrag angezündet und die NSU-Bekennerfilme verteilt.

Gleichzeitig versucht sie, ihren eigenen Hals aus der Schlinge zu ziehen: Sie hätte im Vorfeld nichts von den Taten gewusst und wäre in einem emotionalen Abhängigkeitsverhältnis zu Böhnhardt gestanden. Sie konnte sich trotz Gewissenbisse von ihm nicht trennen und wäre aber nicht Mitglied deren Zelle gewesen.

Das passt zur bisherigen Strategie ihrer Anwälte, trotz eklatanter Schwächen der Anklage die Täterschaft von Böhnhardt und Mundlos nicht in Frage zu stellen sondern indirekt zu bestätigen. Die Frage ist, warum Beate Zschäpe jetzt die Anklageschrift sogar aktiv bestätigt und sich damit selbst massiv belastet. Es erscheint, als ob die Anklage heute einen Trumpf ausspielte. Beate Zschäpe müsste sich damit wohl selbst lebenslänglich hinter Gitter gebracht haben, denn ihre Ausflüchte sind nicht glaubhaft. Die Hintergründe sind offen.

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„Die Anstalt“ informiert über Russlungen-Lüge von BKA-Chef Ziercke!

Großes Kompliment an die Kabarett-Gruppe „die Anstalt“. In ihrer letzten Aufführung informierte sie als erstes Massenmedium überhaupt über die Lüge des ehemaligen BKA-Chefs Jörg Ziercke, die Obduktion hätte in der Lunge des (angeblichen) NSU-Mörders Uwe Mundlos Brandruß festgestellt. Obwohl Bundestagsabgeordnete angelogen wurden, traut sich bisher keiner, den Vorgang zu kritisieren oder öffentlich anzusprechen, siehe Artikel:

Uwe Mundlos entblößt Deutschland als Bananenstaat

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Die sabotierte Jagd der NSU-Ermittler nach dem Terrornetzwerk

Die weisungsgebundene Bundesanwaltschaft ist die federführende Behörde bei den Ermittlungen, die den „National-Sozialistischen-Untergrund“ (NSU) betreffen. Laut der Anklageschrift gegen Beate Zschäpe hätte sie zusammen mit Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt eine NSU-Terrorgruppe gebildet und neun Kleinunternehmer mit einer Handfeuerwaffe der Marke „Ceska“ erschossen, außerdem zwei Bombenanschläge und sechzehn Banküberfälle begangen. Veröffentlichte NSU-Ermittlungsakten beweisen jedoch, das die Darstellung falsch ist. Wichtige Beweismittel tragen Körperspuren (DNA) von bis heute unbekannten Personen. Ermittler unterließen Nachforschungen und Untersuchungen, nachgewiesenermaßen in einem Fall nach Eingabe der Bundesanwaltschaft. 

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NSU-Anklage in Sackgasse – welche neuen Ermittlungsansätze gäbe es?

Am 21.11.2011 überzeugten Generalbundesanwalt Harald Range und BKA-Chef Jörg Ziercke den Bundestag vom indirekten Schuldeingeständnis von Uwe Mundlos. Von Polizeidirektor Michael Menzel in die Enge getrieben, hätte Mundlos sich selbst und seinen Freund Böhnhardt erschossenen, der vorhandene Brandruß in seiner Lunge bewiese das: Mundlos wäre einer von drei Haupttätern einer rechtsextremen NSU-Terrorzelle gewesen. Einstimmig nahm der Bundestag am Tag darauf einen Antrag an, der sich festlegte: Die zehn Ceska-Mordopfer und die Polizistin Michele Kiesewetter wären Opfer einer „Neonazi-Bande“ geworden, das Land war unter Schock. Jetzt Mitte Juni 2015 steht inzwischen seit einem Jahr fest: Es gab keinen Brandruß in der Lunge von Mundlos und Staatsministerin Aydan Özoguz hinterfragte im Bundestag, wer wirklich geschossen hatte. Bis heute ist unklar, was die wirklichen Hintergründe der Morde waren. Dabei gäbe es vielversprechende Ermittlungsansätze. NSU-Anklage in Sackgasse – welche neuen Ermittlungsansätze gäbe es? weiterlesen