Archiv der Kategorie: Gewaltsame Durchsetzung politischer Ziele

Analyse des schweizer „Spiez“-Instituts erhärtet Verdacht: Erst Skripals mit BZ betäubt, dann Proben А234 hinzugefügt?

Der russische Außenminister Lawrow machte gestern die Analyseergebnisse des schweizer „Spiez“-Instituts öffentlich. Das Institut untersuchte Proben, die von der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) am Tatort entnommen wurden. Es fand sich nicht nur das hochgiftige А234 in reinster Form, sondern auch ein Betäubungsmittel namens BZ, mit dem höchstwahrscheinlich in Wahrheit Vater und Tochter Skripal angegriffen wurden. Drei Ergebnisse fallen ins Auge. 

  1. Die Giftdosis hätte die Skripals töten müssen.

„Zugleich seien in den Proben auch Spuren des Nervengifts А234 (in Großbritannien als „Nowitschok“ bekannt — Red.) entdeckt worden, so Lawrow weiter. „Nach der Einschätzung der Spezialisten hätte die nachgewiesene hohe А234-Konzentration unvermeidlich den Tod verursacht.“ (sputnik)

2. Wie konnte die Konzentration und Reinheit des Giftes in den Proben so hoch sein? Das Gift verflüchtigt sich schnell und wurde am Tatort entnommen.

„Dass А234 trotz seiner hohen Flüchtigkeit in den Proben in primärem Zustand und dazu noch in einer derart hohen Konzentration entdeckt worden sein soll, „ist sehr verdächtig, weil zwischen der Vergiftung und der Probenentnahme ein gutes Stück Zeit gelegen hat“, führte der russische Außenminister aus.“

3. Zum anderen fanden die schweizer Experten ein zusätzliches Gift, welches jedoch nicht tödlich ist. Es heißt BZ und setzt Menschen mehrere Tage „außer Gefecht“.

„Ich zitiere jetzt wörtlich aus dem Gutachten, das dieses Labor an die OPCW geschickt hat: Im Zuge der Untersuchung sind in den Proben Spuren der toxischen Chemikalie BZ und deren Präkursore nachgewiesen worden, die zu den chemischen Waffen zweiter Kategorie gemäß der Chemiewaffenkonvention gehören“, las Lawrow vor.“

„Die psychotoxische Wirkung entfaltet sich innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Anwendung und hält zwei bis vier Tage an“, so der russische Außenminister.“

Aus den Untersuchungsergebnissen ergibt sich ein plausibles Szenarium: Die Skripals wurden erst mit „BZ“ angegriffen, so dass sie das Bewusstsein verloren und mehrere Tage im Krankenhaus verbringen mussten. Nachträglich wurde in die Proben das „А234“ eingefügt.

Warum informierte die OPCW in ihrer jüngsten Stellungsnahme  am 12.04. nicht die Öffentlichkeit, dass BZ in den Proben gefunden wurde? Dort steht lediglich, dass die großbritannischen Analysen richtig seien! Aufgrund dessen, berichtet heute die „tagesschau“, wirft Lawrow der Organisation Manipulation vor.

„Die Erkenntnisse des Schweizer Labors seien in dem Bericht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) jedoch verschwiegen und somit manipuliert worden, sagte Lawrow.“ (tagesschau)

Interessanterweise textete der „Spiegel“ bereits am 12.04, „Moskau weist OPCW-Bericht zurück“! Im Artikel wird keine Quelle für diese Behauptung gegeben, dass „Moskau“ den Bericht zurückweist, und warum es das tun soll!

Warum könnte die OPCW die Information weggelassen haben? Das könnte ein Erklärung sein:

„Wie der frühere Leiter der OPCW dargestellt hat, ist die OPCW nicht unabhängig von Washington. Sie sollte es sein, ist es aber nicht. Der brasilianische Diplomat Jose Bustani berichtet, dass ihm John Bolton, der gefährliche neokonservative Kriegstreiber und gegenwärtiger Nationaler Sicherheitsberater von Trump, befohlen habe, von seinem Posten als Generaldirektor der OPCW zurückzutreten. Bustani wies Bolton darauf hin, dass er von den Mitgliedsstaaten der OPCW ernannt worden war und nicht von den USA und weigerte sich zurückzutreten. Hier ist Boltons Antwort: „Ok, mache Dich auf Vergeltungsmaßnahmen gefasst. Bereite Dich darauf vor, die Konsequenzen zu tragen. Wir wissen, wo deine Kinder sind.“ (rubikon)

Skripal-Vergiftung: Medien suggerieren, dass OPCW-Bericht Russland verantwortlich machen würde

Im Moment verbreiten die Medien, dass die Organisation Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) die großbritannische Darstellung bestätigt hätte. Damit wird suggeriert, dass Russland für den Anschlag auf die Skripals verantwortlich wäre: Die „Welt“ titelte ihren Videobeitrag: „Fall Sergej Skripal: Labore bestätigen russische Herkunft des Nervengifts.“ Damit wird jedoch ein falscher Eindruck erweckt, was angesichts der gespannten weltpolitischen Lage unverantwortlich ist.

Laut großbritannischer Experten wäre es das Gift „A234“ gewesen. Das bestätigt die OPCW. Dieses Gift wurde in sowjetischer Zeit entwickelt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war die Formel jedoch bekannt. Die US-Streitkräfte untersuchten das Gift und beschrieben es genau. Daher könnte es auch in den USA hergestellt worden sein oder sonstwo. Von der „russischen Herkunft“ kann nicht abgeleitet werden, dass Russland das Gift herstellte und für den Angriff auf die Skripals einsetzte. Großbritannische Experten betonen dies auch indirekt.

Es ist daher unverantwortlich, den Bericht dermaßen umzubieten, wie es im Moment die Medien tun. Es ist Öl auf das Feuer der Kriegstreiber. Hier ein paar Überschriften:

„Vier Labore bestätigen russische Herkunft von Gift im Skripal-Fall“. Im Artikel befindet sich eine Werbeanzeige für einen Artikel: Ein Foto des russischen Präsidenten Putin, mit der Überschrift „Der Dauer-Leugner“ (welt)

„Experten bestätigen britische Angaben
Ex-Spion Skripal wurde mit tödlicher Chemikalie vergiftet“ (Spiegel)

„Giftanschlag auf Ex-Spion
OPCW bestätigt britische Erkenntnisse“ (tagesschau)

„Fall Skripal
Moskau weist OPCW-Bericht zurück, London fordert Konsequenzen“! (Spiegel) Im Artikel unter Überschrift wird keine Quelle für diese Behauptung gegeben, dass „Moskau“ den Bericht zurückweist!

Im englischen Wikipedia wird ein Geheimbericht der US-Armee zitiert und aus deren Analyse zitiert. Das Gift wird als extrem gefährlich und in kleinen Mengen tödlich bezeichnet. Wie konnten die Skripals den Kontakt überleben?

„According to a classified (secret) report by the US Army National Ground Intelligence Center in Military Intelligence Digest dated 24 January 1997,[6] the agent designated as A-232 and its ethyl analog A-234, developed under the Foliant program, „are as toxic as VX, as resistant to treatment as soman, and more difficult to detect and easier to manufacture than VX“. The binary versions of the agents reportedly uses acetonitrile and an organic phosphate „that can be disguised as a pesticide precursor.“ (wikipedia)

Russland beantragte im UN-Sicherheitsrat, dass Experten vor Ort Giftgas-Einsatz untersuchen – Westen blockiert

Vorgestern Nacht übte Russland seine Vetomacht aus, um im UN-Sicherheitsrat einen westlichen Antrag zum Scheitern zu bringen. Auch der russische Vorschlag fand dort keine Zustimmung. Beide Anträge hatten das Ziel, den jüngsten (mutmaßlichen) Giftgas-Angriff aufzuklären. Für die deutschen Medien ist Russland der Schuldige – aber welchen Hintergrund hat die Uneinigkeit wirklich? 

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UN-Mitarbeiter vor Ort bestätigen keinen Giftgas-Einsatz in Duma

Die Internetseite des „zdf“ berichtet „von UN-Mitarbeitern vor Ort“, die „Berichte über einen mutmaßlichen Chlorgaseinsatz in der Rebellenregion um Duma nicht verifizieren können.

„Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in der Region Menschen mit Atembeschwerden behandelt. Ob diese durch Chemiewaffen ausgelöst wurden, könnten die Mitarbeiter vor Ort aber nicht beurteilen, hieß es.

Auch Mitarbeiter des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) und das UN-Nothilfebüro (Ocha) haben keine Erkenntnisse zu einem möglichen Chlorgaseinsatz.“

Die Giftgas-Vorwürfe gegen Assad basieren auf Weißhelmen

Professor Günter Meyer vom Zentrum „Orientforschung“ der Universität Mainz stellte gestern im Interview mit der ARD heraus, dass die Berichte über den (angeblichen) Giftgasangriff auf den „Weißhelmen“ basieren. Sie werden vom Westen finanziert, mit inzwischen weit über 100 Mio. US-Dollar. Sie erhielten den „alternativen Nobelpreis“, dabei ist Ihre Hauptzielsetzung …

„… solche Dinge zu inszenieren und propagandistisch gegen das brutale Assad-Regime einzusetzen. Es sind immer wieder Kinder, die gerettet werden, von den Weißhelmen. Dabei sind genau solche Aufnahmen, wie wir sie jetzt seit Sonntag gesehen haben laut Presseberichten schon vor etlichen Wochen in der von Oppositionellen kontrollierten Provinz Idlib von Weißhelmen aufgezeichnet worden.

Das heißt, die Macht der Bilder, die ist so ungeheuerlich, dass der Verstand ausgeschaltet wird, dass nicht mehr nach Logik gefragt wird, und dass vor allem auch nicht mehr danach gefragt wird, wer ist tatsächlich verantwortlich“.

Bereits in der Vergangenheit wären von der Assad-Opposition „unter falscher Flagge“ Chemiewaffen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt worden, um den Angriff dann Assad in die Schuhe zu schieben, um den Westen zum Militärschlag zu bewegen. 

Ein norwegischer Journalist beschwerte sich bei der kanadischen Journalistin Eva Bartlett über ihren Vorwurf, dass die westlichen Medien über die reale Lage in Syrien lügen würden. Dabei würden doch ihre Berichte auf internationalen „Hilfsorganisationen vor Ort“ basieren. Daraufhin fragte sie ihn, welche „Hilfsorganisationen“ in dem (damals) von Islamisten besetzten Ost-Aleppo das gewesen seien. Diese Frage konnte er nicht beantworten. Sie antwortete:

Keine. Die Berichte basieren auf der „Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, die in England sitzt und aus einer einzigen Person besteht. Desweiteren stützen sich die Berichte auf die Organisation „Weißhelme“, die 2013 von einem britischen Militär gegründet wurde. Die „Weißhelme“ sind vom Westen mit 100 Mio. US-Dollar finanziert. Sie geben vor, Menschen zu retten. Eva Bartlett war jedoch in Ost-Aleppo unterwegs und fand keine einzige Person, die jemals etwas von „Weißhelmen“ gehört hätte, geschweige denn jemals von ihnen gerettet geworden zu sein.

„Die weißen Helme geben vor neutral zu sein, dennoch tragen sie Waffen und stehen auf den Leichen syrischer Soldaten“.

Sie kommt zum Schluss: Beide Organisationen sind nicht glaubwürdig. „Ihre Quellen vor Ort gibt es gar nicht.“

USA kündigen Reaktion auf Assads angebliches Chemiewaffen-Massaker an

Es gibt keine unabhängige Untersuchung, keine Beweise, dass die Assad-Regierung Chemiewaffen eingesetzt hätte, sondern nur Vorwürfe! Die westlichen Regierungen betonen jedoch, dass es keine andere Erklärung geben könnte, die Umstände würden dafür sprechen. Aber warum sollte Assad jetzt Chemiewaffen einsetzen? Die Enklave in Duma war zu 90% militärisch besiegt, die vom Westen unterstützten islamistischen Milizen (und ihre Familien) wurden in Bussen bereits evakuiert. Noch nie während des Bürgerkrieges war Assad militärisch so stark wie jetzt. Also wem nützt es? Natürlich den Islamisten, weil sie so auf verstärkte militärische Unterstützung der USA hoffen können, dass sie das Blatt noch wenden können. Was ist daran so schwer zu verstehen, dass diese Möglichkeit einfach ausgeschlossen wird? USA kündigen Reaktion auf Assads angebliches Chemiewaffen-Massaker an weiterlesen

Zusammenstellung von Fernsehmoderatoren, die alle im selben Wortlaut vor Fake-News im Internet warnen

Die Internet-Platform „Deadspin“ schnitt gleichlautende Meldungen, die lokale Fernsehprogramme verbreiteten, zusammen. So warnen verschiedene Moderatoren aus verschiedenen Sendungen im Chor vor „fake“-news im Internet. Auf diese Weise kommt ein erschreckender „Rudel-Journalismus“ zum Vorschein, der mich auch hierzulande verstört. Von der taz bis zur faz schreiben zu wichtigen Themen inhaltlich alle dasselbe.  Zusammenstellung von Fernsehmoderatoren, die alle im selben Wortlaut vor Fake-News im Internet warnen weiterlesen

Es gab BUK-fremde Sprengstoffreste an mh-17

Im Internetportal „Telepolis“ berichtete Florian Rötzer über den Stand der mh17-Untersuchung. Es wurde im Forum ein kompetent erscheinener Kommentar zum Artikel veröffentlicht. Über den Wahrheitsgehalt der dort getroffenen Aussagen kann ich keine abschließende Bewertung abgeben.

Ein „OckhamOS“ studierte offenbar eingehend den Abschlussbericht des „JIT“ (Joint Investigation Team), welches den Abschuss des Passagierflugzeugs mh17 untersuchte, und gibt auch eine Quellenangabe, wo die JIT-Berichte nachgelesen werden können. Er schreibt:

„Wie auch immer, ich hab mir die Mühe gemacht und mich nochmal durch den Abschlussbericht der Niederländer gekaut.
https://www.onderzoeksraad.nl/en/onderzoek/2049/investigation-crash-mh17-17-july-2014/publicatie/1686/found-buk-missile-parts-in-final-report-dutch-safety-board#fasen“

Unter der oben angegebenen Internetseite ist der Abschlussbericht, sowie verschiedene Anlagen veröffentlicht.

Das JIT analysierte 126 Proben nach Sprengstoff-Rückständen. An 30 Proben wurde TNT und RDX und zum Teil PETN festgestellt. Die Rückstände auf die BUK-fremden Sprengstoffe TNT und PETN wären auf die Kämpfe und dem Transport zurückzuführen. Es würde sich um „Verunreinigungen“ handeln. Bei den anderen Proben wurde offenbar gar nichts gefunden. Im JIT-Bericht steht …

Mit „Verunreinigungen“ werden also die zwei gefundenen Sprengstoffarten bezeichnet, die nicht in der BUK-Rakete verbaut sind: TNT und PETN. 

„- Abschnitt 2.16.3, zweiter Abschnitt: In 30 der 126 untersuchten Proben wurden außer dem Sprengstoff RDX (aus der BUK) auch die Sprengstoffe TNT und PETN gefunden.
Wurde auf „Verunreinigungen“ zurückgeführt. Nicht weiter wichtig, weiterlesen, hier gibts nichts zu sehen. Aber es war (komischerweise) KEINES der BUK-Fragmente verunreinigt.“ 

Hervorzuheben ist, dass an dem gefundenen BUK-Raketenteil keine Verunreinigung war, sondern nur der Sprengstoff RDX.

 „OckhamOS“ hinterfragt kritisch, warum im Körper der Piloten und im Cockpit selber „Verunreinigungen“ gewesen wären:

„(…) die BUK-Fragmente im Pilotenkörper zeigten nur den BUK-Sprengstoff, aber an anderen Stellen im Pilotenkörper und im Cockpit wurden weitere andere Sprengstoffe in Spuren gefunden.“

Diese Darstellung stimmt so nicht. JIT schreibt nicht, dass die Fremdkörper / BUK-Schrapnelle aus den Leichen nach Sprengstoffresten untersucht wurden. JIT schreibt nur von einem (einzigen) BUK-Raketenteil, welches untersucht wurde. Ansonsten wären nur Wrackteile untersucht worden.

„Das waren dann „Verunreinigungen“, während die auch dort befindlichen BUK-Fragmente eben nicht „verunreinigt“ waren. Steht jedenfalls so im Bericht. Fand ich merkwürdig.
Und es wurde nicht im Entferntesten die Möglichkeit diskutiert, dass die BUK-Teile die Verunreinigung darstellen könnten.“

Der telepolis-Kommentator „Russischer Hacker“ lieferte eine mögliche (Teil)-Erklärung für die BUK-fremden Sprengstofffunde:

„mögliche Erklärung:

Die Absturzstelle wurde von der Ukrainischen Armee immer wieder mit Artillerie beschossen.

https://sputniknews.com/europe/201411101014568239/

nytimes.com/2014/07/29/world/europe/malaysian-plane-ukraine.html?mcubz=0

Kein Wunder dass man dort Spuren von allen möglichen Sprengstoffen finden konnte.

Und wer weiß, ob die Art des Sprengstoffs die einer Buk Rakete zugeordnet wurde, nicht von einer Artilleriegranate stammte.

Auch die Fragemente die man gefunden hat sind derart verformt. Das kann Alles sein.“

Sprengstoffe TNT und PETN passen zum Schadensbild eines Bordkanonen-Einsatzes

– Abschnitt 2.12.2: Schadensbilder der Außenhaut und eines Pilotensitzes ab Figure 15:

Die runden bzw. ovalen Einschusslöcher mit einem ziemlich identischen Querschnitt von 30 mm, die auf mehreren Bildern auftauchen (sehr hübsch in Fig. 32 und 33) wurden nicht gesondert untersucht bzw. identifiziert, da man sich (Abschnitt 3.6.1) schon mal auf die BUK als alleinige Waffe festgelegt hatte. In keinem der Bilder wurde das Fragment der linken Cockpitseite so gezeigt, wie es in …

http://www.vol.at/2014/07/mh17_crash_part_shrapnell_ap.jpg

… dargestellt ist (ist das in Fig. 33 gezeigte Trümmerteil. Warum haben die Bilder keine Messlatte?). In diesem Bild aus anderem Blickwinkel und anderer (besserer) Beleuchtung und Auflösung erkennt man SEHR deutlich 5 (FÜNF!) fast identische schräge ovale Einschusslöcher in fast konstantem Abstand mit ca. 30 mm Querschnitt (von links oben nach rechts unten auf fast einer Linie verlaufend – gekrümmte Oberfläche). Kann jeder, der die Augen aufbekommt, für sich feststellen, ob das nach einer Garbe aussieht. Für so eine zielsichere Garbe müßte die Waffe (Maschinenkanone Kaliber 30 mm) aus einem mit fast gleicher Geschwindigkeit fliegenden Flugzeug von hinten unten oder hinten oben kommend abgefeuert werden.

Und diese Maschinenkanonen arbeiten mit anderen Patronenladungen -TNT und PETN. Die Geschosse haben eine so hohe Geschwindigkeit (und Energie) und Form, dass sie – anders als die Schrapnelle, die im Pilotenkörper stecken bleiben Fig.37 ! – durchschlagen – es können also nur Reste, Splitter, Abrieb (gleiches Metall wie die Schrapnelle?) und eben die Schmauchspuren anderer Sprengstoffe nachgewiesen werden. Und tatsächlich lassen sich einigermaßen runde Durchschüsse auch im Pilotensitz (aus sehr festem Metall) finden, Fig. 24, 26. Explosivgeschosse sind von dieser Betrachtung nicht ganz erfasst, sie explodieren nämlich nicht bei der Oberflächenberührung, sondern µs später im Inneren und würden kleine Splitter hinterlassen – aus einem ähnlichen Metall wie die Schrapnelle.

Der Report schließt das von vornherein aus und nimmt als diskutierte Möglichkeit ein von vorn kommendes Flugzeug (Abschnitt 3.6), was natürlich durch die irrsinnig hohe Relativgeschwindigkeit keine Schussgenauigkeit haben kann und deshalb kaum Treffer erzielen wird (womit der geneigte Leser gleich von vornherein in eine bestimmte Richtung gelenkt wird, nämlich dass es kein Flugzeug gewesen sein kann – naja, wers mit sich machen lässt).

Diese Geschosse würden mit Sicherheit das Cockpit durchschlagen und die Crew töten – aber womöglich nicht das Flugzeug strukturell so zerstören, dass es zerbricht. Das kann eigentlich wohl nur durch Raketenschrapnells mit großflächiger Zerstörung und die Druckwelle passieren. Und die würden dann womöglich auch Beschusspuren unkenntlich machen – aber wohl nicht ganz, wenn man die Augen aufmacht.

Natürlich wurden keine ausführlichen Vergleiche der Schrapnelltypen von Luft-Luft-Raketen angestellt – nur eine ausgewählte Liste von „typisch in der Region verwendeten“ (Table 14), die alle keine solchen Schrapnelle erzeugen. Aber sehr ausführlich wurden alle anderen Abschüsse in der Region bei den militärischen Auseinandersetzungen gelistet. Wieder so eine Nebelkerze?

Und wieder der Hinweis, „ein anderes Flugzeug hätte man im Radar gesehen“ (s. 128) – aber Radardaten lagen noch nicht vor….

Schadensbild in Außenhaut passt nicht zu BUK 1-Schrappnellen „Schmetterling“ („Bow-tie shaped“)

„Wobei mir jetzt eben beim Lesen im Bericht erst auffiel, dass nicht ein einziges Foto einer dieser sehr charakteristischen Stanzspuren eines typischen BUK-Fragments in der Außenhülle des Flugzeugs gezeigt wurde („bow-tie shaped“, 14×14 mm²) – das wäre für mich der „rauchende Colt“. Auch für die Ermittler, also gehe ich davon aus, dass so etwas nicht gefunden wurde. Was nicht heißt, dass so etwas nicht vorhanden war – nur eben nicht gefunden. Und solche Stanzspuren entstehen eben nur zufällig, nicht zwangsläufig.!

Der BUK-Raketenkopf besteht aus ca. 6.000 Schrapnellen. Es gab insgesamt 800 Einschläge („over 800 hits are estimated“) im Flugzeug. Es gibt in den JIT-Berichten keine einzige Aufnahme eines typischen schmetterling-förmigen Einschlagloches! Dafür gibt es ein Foto eines Schmetterling-Schrapnelles. Quelle ist der ukrainische Geheimdienst. Insgesamt wurden nur vier (!) Schrapnelle gefunden, die zu einer BUK-Rakete passen.

„43 of the 72 fragments were found to be made of unalloyed steel and four of these fragments, although heavily deformed and damaged, had distinctive shapes; cubic and in the form of a bow-tie.“

Der BUK-Raketenhersteller Almaz-Anley ließ eine baugleiche Rakete an einem Cockpit explodieren. Das Schadensbild mit den typischen schmetterlings-förmigen Stanzmarken unterscheidet sich deutlich, genauso wie die Funde vieler schmetterlingsförmiger Schrappnelle, vom Schadensbild der Außenhaut von mh17.

Quelle: sputnik

Auswertung des Stimmenaufzeichnung

„Aber bestimmte Ungenauigkeiten lassen sich auch als Manipulationsversuche bewerten. Dafür ein Beispiel:

Auf Seite 46 zeigt ein Schaubild die Aufzeichnung der letzten Millisekunden der 4 Mikrofone im Cockpit (Cockpit Voice Recorder CVR, Figure 9). Im entfernteren Text wurde bereits beschrieben, dass der Beschuss zum sofortigen Ausfall der Stromversorgung führte (bei der Begründung, warum die Sauerstoffmasken nicht auslösten, Abschnitt 2.18.2) und beim Ausfall der Stromversorgung der Flugdatenrecorder und der Audiorecorder unmittelbar keine Aufzeichnung mehr vornehmen.

Die Merkwürdigkeiten sind jetzt:

  1. Zwei sehr laute Schallsignale mit 20 msec Abstand direkt vor dem Aufzeichnungsabbruch. (nebenbei bemerkt ist das der Abstand zwischen zwei Schüssen der Maschinenkanone einer SU25 – https://de.wikipedia.org/wiki/Grjasew-Schipunow_GSch-30-2). Man möchte schon mal da reinhören, um sich selbst einen Eindruck machen zu können, was das für ein Ton war (die Zusammenfassung schreibt, dass keine „relevanten Gespräche zu Warnungen oder Vorkommnissen“ zu hören sind – ja und? Das andere?), auch weil die Diagramme kaum eine fundierte Analyse zulassen – die Ausschnitte blenden die wichtigen Zeitsignale fast komplett aus. Und aus den Zeitdifferenzen der Signale läßt sich sogar relativ exakt messen, WO das Schallereignis links, rechts oder mittig im Cockpit stattfand (1 msec entspricht ca 35 cm Laufweg in Luft) – merkwürdig nur: diese Untersuchung wurde nicht erläutert – nicht gemacht? Dann sollte man jemanden an den Ohren ziehen…
  2. Etwa 10 msec nach dem 2 Schallereignis fallen der CVR bzw. DREI der Mikrofone direkt elektrisch aus („fade out“ als Fachausdruck unter Akustikern), nur das 4. Mikro (OBS) zeichnet 40 msec nach dem 2. Ereignis noch einmal ein drittes Schallsignal auf, das nicht im Bericht erwähnt und bewertet wird. Wieso lief dieses 30 msec länger, wenn doch alle am gleichen Stromkreis hingen (das ist anders nicht erläutert, oder hat der CVR eine Stützbatterie?) und den gleichen einzigen CVR bedienten? Wird leider nicht erklärt und ist wirklich SEHR seltsam. Wenn ich selbstverständlich davon ausgehe, dass die Signalaufzeichnungen nicht manipuliert sind – was also ist die Ursache? Erklärungen werden nicht geboten.

Für die These einer Manipulation der Stimmenrekorder spricht, dass ein toten Passagier mit einer Sauerstoffmaske gefunden wurde. Das spricht dafür, dass der Stromausfall nicht so abrupt vonstatten ging, wie das JIT ihn beschreibt.

Welt.de vorverurteilt Assad-Regime, „Giftgasangriff“

Die fette Schlagzeile von „welt.de„:

„NACH GIFTGASANGRIFF

USA feuern Marschflugkörper auf Luftwaffenbasis in Syrien ab“

Dabei ist gar nicht geklärt, ob es einen „Giftgasangriff“ überhaupt gegeben hat. Erst im Textteil steht etwas von „mutmaßlich“.

Als Vergeltung für einen mutmaßlichen Giftgasangriff haben die USA den Luftwaffenstützpunkt al-Schairat in Syrien attackiert.“

Die Kommentarfunktion des Artikel ist bei mir nicht erreichbar, 07:48. Ausgeschaltet?