Alle Beiträge von Georg Lehle

BILD-Zeitung bestätigt Mundlos-Selbstmord!

Die BILD-Zeitung rekonstruierte die Vorgänge im Wohnmobil am 04.11.2011, Überschrift:

„Die letzten Stunden im Leben der Killer-Nazis. Vor einem Jahr richteten sich die NSU-Mörder selbst.“

Die Zeitung erhielt anscheinend von den Behörden Tatort-Fotos und einen Obduktionsbericht und revanchiert sich mit einer linientreuen, unkritischen Berichterstattung, die alle offenen Fragen ignoriert. Hervorstechend ist jedoch folgende Information:

„Dann setzt er sich auf den Boden, legt die Pumpgun vor sich, steckt die Waffe in den Mund, tötet sich. Das belegen Obduktionsergebnisse, aber auch BILD vorliegende Fotos der Toten.“ (bild)

Mundlos legte die Schusswaffe auf den Boden „vor sich“ und nahm in die Waffe in den Mund? Das heißt, dass er den Abzug mit seinem Zehen bedient hätte.

Die Frage ist jedoch eine andere: Hatte Mundlos eine Brustverletzung oder nicht? Augenzeugen berichteten darüber, siehe „NSU – die wesentlichen Ungereimtheiten.“ BILD-Zeitung bestätigt Mundlos-Selbstmord! weiterlesen

Feierte NSU mit Polizisten am späteren Kiesewetter-Tatort?

Thomas Wüppesahl, Bundessprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft kritischer Polizistinnen und Polizisten (wiki) e.V., schätzte im „freien Radio“ die Arbeit von Geheimdiensten und Polizei (freies Radio) in Sachen der NSU-Mordserie ein. Laut ihm gäbe es eine Bombe, die noch nicht gezündet hätte: Die Aufdeckung einer möglichen Verstrickung der Geheimdienste in die Morde. [23:30] Eine Zusammenfassung seiner kritischen Aussagen: Feierte NSU mit Polizisten am späteren Kiesewetter-Tatort? weiterlesen

Die hohlen Idole der Castingshows

In der kritischen Studie „Hohle Idole“ werden die TV-Sendungen von Bohlen, Klum und Katzenberger durchleuchtet und detailliert analysiert. Der Autor der Studie, Professor Bernd Gäbler, untersuchte, wie die Shows „funktionieren“ und warum sie so viele Jugendliche vor die Fernseher locken. Er warnte vor einem „schädlichen Einfluss“ auf junge Menschen, da dort „substanzielle Fähigkeiten, Teamgeist, Kooperationsbereitschaft (…) eine geringe Rolle [spielen]. Selbstdarstellung, Gehorsam, ja Unterwerfung werden gefeiert, Eigensinn wird bestraft“. Die hohlen Idole der Castingshows weiterlesen

Gerhard Schäfer jetzt für den NSU-Ausschuss tätig!

Der Bundestag-Untersuchungsausschuss setzt auf den ehemaligen BGH-Richter Gerhard Schäfer, um wichtige Unterlagen zu sichten und sie ggf. zu schwärzen. Es sollen die Namen von Verfassungsschutz-Informanten unkenntlich gemacht werden (tagesschau). Für diese Aufgabe wurde ausgerechnet Schäfer ausgewählt, der im Frühjahr 2012 den sogenannten „Schäfer-Bericht“ für das Thüringer Innenministerium erarbeitete. Dieser Bericht war zwar gut recherchiert, jedoch wurden die Ergebnisse seitens Schäfer politisch im Sinne seines Auftragsgebers interpretiert: Gerhard Schäfer jetzt für den NSU-Ausschuss tätig! weiterlesen

Sachsens Innenminister Ulbig unkooperativ, siehe „Fall Terzett“

Im Juni 2012 veröffentlichte das Parlamentarische Kontrollgremium Sachsens einen „vorläufigen Abschlussbericht“, der den Verfassungsschutz entlastete. Jetzt [Oktober 2012] berichtete „die Welt“, dass der sächsische Verfassungsschutz das flüchtige Trio Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe im Jahr 2000 abhören wollte und näher am Umfeld des Trios war, als bisher zugegeben! Sachsens Innenminister Ulbig unkooperativ, siehe „Fall Terzett“ weiterlesen

Bundesinnenministerium: “Staatswohl wichtiger als parlamentarische Aufklärung.”

Der Staatssekretär des Bundesinnenministerium Klaus-Dieter Fritsche gab in der Befragung durch den Bundestags-Untersuchungsausschuss (UA) offen seine Haltung preis: Das „Staatswohl [ist] wichtiger als parlamentarische Aufklärung“ (stern). Es wäre legitim, dem UA Informanten im Umfeld des NSU zu verschweigen. Weiter gäbe es „Schranken für Herausgabe von Akten“: Grundrechte Einzelner. Staatswohl. Staatsgeheimnisse (ebd). Bundesinnenministerium: “Staatswohl wichtiger als parlamentarische Aufklärung.” weiterlesen

Kiesewetter: BND-Aktenvermerke über FBI-Agenten

Die Aussage des ehemaligen Mitarbeiters des US-Militär-Geheimdienstes „DIA“ wird bestätigt. Er berichtete bereits 2011 über eine geheimdienstliche Verwicklung am Mord der Polizistin Michèle Kiesewetter. Im Zuge der Ermittlungen der Bundesanwaltschaft sind im Oktober 2012 zwei belastende Vermerke des Bundesnachrichtendienstes (BND) aufgetaucht:  Kiesewetter: BND-Aktenvermerke über FBI-Agenten weiterlesen