NSU-Untersuchungsausschuss: Mundlos-Vater ein „gebrochener Mann“

Als Sinn ihrer Arbeit beschrieben Parlamentarier der NSU-Untersuchungssausschüsse: Angesichts der unaufgedeckten Ceska-Mordserie müsse jetzt das Vertrauen in den Rechtsstaat wiederhergestellt werden. Darauf aufbauend war eigentlich das partei-übergreifende Ergebnis des Bundestag-UA abzusehen:

Es wären “keinerlei Anzeichen dafür gefunden [worden], dass staatliche Stellen die Terrorzelle bewusst gedeckt haben.” (tagesschau) Sebastian Edathy (SPD):

Es gäbe “keine Hinweise”, “keinerlei Indizien” für ein “bewusstes Wegschauen” oder “gar aktive Unterstützung”. (tagesschau)

Dafür waren die Parlamentarier bereit, unbequeme Zeugen als „Spinner“ anzugreifen oder kritische Nachfragen als „Verschwörungsteorien“. Siehe Zusammenstellung: “Mutige NSU-Informanten werden aus dem Apparat entfernt!

Einen neuen Höhepunkt dieses Vorgehens lieferten unsere Staatsvertreter im Thüringer UA-Ausschuss. Dort wurde der Vater von Uwe Mundlos befragt, der zurecht auf die unzähligen Ungereimtheiten im Falle hinwies.

Daraufhin wurde „hinter vorgehaltener Hand“ getuschelt, er wäre ein „gebrochener Mann“.

„Nach etwa zwei Stunden gibt es im NSU-Ausschuss, der auch mal einen halben Tag lang einen Zeugen vernimmt, keine Fragen mehr. Die Politiker wollen den Vater des mutmaßlichen Terroristen wohl auch vor sich selbst schützen. „Das ist ein gebrochener Mann. Er braucht eher einen Seelsorger“, sagt ein Ausschussmitglied hinter vorgehaltener Hand.“ (südthüringen)

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