Traf sich Kiesewetter mit Tätern? Grün-Rot gegen Untersuchungsausschuss!

Trotz der offenen Fragen lehnt die grün-rote Landesregierung von Baden-Württemberg einen Untersuchungsausschuss ab. Beispielsweise bleibt unbeantwortet, warum die Polizisten Kiesewetter und A. am Tag des Überfalls sogar zweimal zur Festwiese fuhren, obwohl der Ort „keineswegs ein üblicher Treffpunkt“ gewesen wäre.

Die Theresienwiese bei Heilbronn wäre “keinesfalls ein üblicher Treffpunkt” für die Polizistin Michèle Kiesewetter gewesen, anders “wie zunächst der Verfassungsschutz erklärt hatte.” (friedensblick) Gerade am Tag ihrer Ermordung, am 25. April 2007, fuhren jedoch Frau Kiesewetter und ihr schwerverletzte Kollege Martin A. zweimal zur Festwiese.

„Am Vormittag fuhr sie zusammen mit Martin A. in Heilbronn Streife. Unterwegs kauften die beiden in einer Bäckerei ein: eine Wurstsemmel für 1,70 Euro und einen Streuseltaler für 1,35 Euro.

Anschließend fuhren sie auf die Theresienwiese und legten eine Pause ein. Lange blieben sie nicht, sie mussten zu einer Besprechung auf die Wache. Kurz vor 14 Uhr kehrten die beiden auf den weitläufigen Platz am Neckar zurück. (…)

Dann kamen die Killer.“ (Focus)

Wie konnten ihre (angeblichen) Mörder Böhnhardt und Mundlos wissen, dass Frau Kiesewetter um 14:00 nochmals in die Theresienwiese bei Heilbronn einfuhr? Alles Zufall oder hatten Sie eine Verabredung mit Frau Kiesewetter, oder war es ein Auftrags-Mord, eine gezielte Hinrichtung? „Darf der Kiesewetter-Mord nicht aufgeklärt werden?“ – fragte bereits im September 2012 der Friedensblick.

Machtkalküle wichtiger als Mord-Aufklärung

Die Grünen scheuen den Konflikt mit SPD-Innenminister Reinhold Gall und fordern weiter keinen Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg.

„Grund: „Wir haben da eine schwierige Konstellation, da ein Untersuchungsausschuss als Misstrauen gegenüber dem Innenminister verstanden werden könnte.“ (kontext)

Darüberhinaus wurde ein Fragenkatalog …

„… vorab dem vom Koalitionspartner SPD geführten Innenministerium vorgelegt. Auf Bitte des Ministeriums hat er einige Punkte gestrichen. Grund: Er hätte darauf keine Antwort bekommen. „Entweder weil die Akten beim NSU-Prozess in München oder weil sie laut Bundes- oder Landeskriminalamt geheim sind.“(ebd)

Ein Gedanke zu „Traf sich Kiesewetter mit Tätern? Grün-Rot gegen Untersuchungsausschuss!“

  1. Böhnhardt und Mundlos waren nicht am Tatort:
    http://www.kontextwochenzeitung.de/pulsschlag/120/die-vertuschten-phantome-von-heilbronn-1297.html
    Ich kann da keinen der Uwes wiedererkennen…

    Warum wird A. eigentlich bis zum heutigen Tage so konsequent von der Öffentlichkeit abgeschirmt? Soweit ich weiss, hat es bis heute kein einziger Journalist auch nur in die Nähe von A. geschafft. A. ist gerade als Polizist doch ein Top-Zeuge: Warum wurden seine Phantombilder der Öffentlichkeit vorenthalten? Und die anderen auch? Warum werden eventuell von A. gemachte Aussagen der Öffentlichkeit vorenthalten? Warum ist A. nicht beim NSU-Prozess als Zeuge geladen? Warum haben sich die sog. Qualitätsmedien bislang nicht dafür interessiert?

    Die Sache stinkt immer noch gewaltig…

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