„Wo ist die Bums?“ – neue Verfassungsschutz-Erklärung

An das Handy des Informanten Carsten Szczepanski ging am 25.08.1998 die SMS „Wo ist die Bums?“. Der Absender soll der mutmaßliche Fluchthelfer Jan Werner des Trios Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt …

„… befand sich das angerufene Handy in Chemnitz, wo sich die NSU-Mörder versteckt hielten, sagt das Thüringer Landeskriminalamt, das Werner überwachte. Mag sein, sagt der Brandenburger Geheimdienst. Doch »Piato« sei zu diesem Zeitpunkt mit seinem V-Mann-Führer im Raum Brandenburg gewesen. Der Aktionsradius der Quelle sei überdies »auf Besuche bei der Familie und Freunden in Berlin und Königs Wusterhausen beschränkt« gewesen.

Eine seltsame SMS an irgendwen

Im Prinzip ja … Doch im Detail nein. Die Chefin des Brandenburger Dienstes relativiert. Ja, am 24. August 1998 seien V-Mann-Führer und V-Mann in Chemnitz gewesen, doch just am 25. habe »Piato« ein neues Handy mit einer anderen Nummer bekommen. Wer das alte übernahm, sei unbekannt, folglich auch, wer die SMS empfangen hat. Geht’s dümmer?“ (NSU-Watch)

Laut Szczepanski hätte er die SMS nicht bekommen, andere SMS nicht geschrieben, da …

„Gefragt nach der »Bums-Anfrage« und anderen SMS-Kontakten, bei denen er mit seinen Initialen CS unterschreiben haben soll, meinte »Piato«: »Ich unterschreibe SMS an sich nie. Also in der Regel weiß man, von wem man welche SMS bekommt.« Minister Woidke, übernehmen Sie! Wer hat mit dem Geheimdiensthandy Kontakte zum NSU gepflegt? Vielleicht können ja Szczepanskis V-Mann-Führer Auskunft geben. Zwischen 1996 und 2000 soll es drei gegeben haben.“ (NSU-Watch)

Ein Gedanke zu „„Wo ist die Bums?“ – neue Verfassungsschutz-Erklärung“

  1. “ Die Ermittler gehen davon aus, dass mit „Bums“ Waffen gemeint sind. Das alles sei plausibel, räumen Brandenburgs Verfassungsschützer ein, sie waren informiert. “
    http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/711374/

    Der Witz an der Geschichte wäre demnach, das Piato im Auftrag des Verfassungsschutzes Jan W. die Waffen angeboten hat.
    Nun ist die Frage wie das gedacht war, hatte man gehofft das Jan W. telefonisch das Trio über eine bevorstehende Waffenlieferung informiert ?
    Und man sie so orten kann ?
    Oder war es so gedacht wie diese nichtfunktionierenden Geldspenden,
    die dann irgendwie versickerten ?
    Hatte Piato die Waffen die er anbot tatsächlich ?
    ( vielleicht eine der Schreckschusswaffen, die später gefunden wurden ? )

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