Impfversprechen wird schrittweise zurückgenommen

Hohe Haltbarkeit für den geimpften Infektionsschutz 
– ein Versprechen wird Schritt für Schritt zurückgenommen

Lange propagierte man, die Impfwirkung halte ein Jahr an, was aktuell (noch) der Gültigkeitsdauer deutscher Impfpässe entspricht. Selbst bei Menschen mit schwachem Immunsystem sollten allerwenigstens die sechs Monate Wirkung drin sein, die man in Deutschland gewöhnlich bis zur Auffrischungs-Impfung warten muss.
Das Wunschziel der Pharmakonzerne – halbjährliches Impfen für alle – wurde als deren Eigeninteresse abgetan; unsere Politiker sind doch schließlich nicht pharma-hörig, nicht wahr?

USA und Israel sind da allerdings schon längst weiter:
Die auffrischende Booster-Impfung ist dort seit August bereits nach fünf Monaten fällig, [1].

Corona-Infektionsschutz per Impfung – bloß eine Illusion?

Sogar in diesen mageren fünf Monaten ist aber noch reichlich (heiße) Luft drin: Die Pharmazeutische Zeitung zitiert zwei aktuelle Studien, die im New England Journal of Medicine erschienen und die die Corona-Immunität nach vier Monaten nur noch bei 20 Prozent veranschlagten, [2].
Müsste der seuchenbesorgte Bürger sich also am besten alle zwei (spätestens drei) Monate spritzen lassen, um noch einen erträglichen Prozentwert an Schutzwirkung zu erhaschen?
Schon im ersten Monat nach der vollständigen Impfung sinkt der (meist mit deutlich über 90 Prozent angegebene) Schutzwert nämlich auf bescheidene 77,5 Prozent. Oder kann man die Impfung gleich ganz vergessen?

Das alte Versprechen weicht allmählich einem neuen

Natürlich nicht – die Experten haben (nicht ganz unerwartet) für den zitternden Impfling den Weg zur goldenen Mitte zwischen Virus-Gefahr und Gewissheit der schnell nachlassenden Impf-Wirkung:
„Da ein großer Teil der geimpften Bevölkerung mit der Zeit ihren Schutz gegen die Infektion verliert, wird es somit immer dringlicher, den Impfschutz durch eine Booster-Impfung aufzufrischen.“
Das sei sinnvoll, denn ihrer Meinung nach bleibt wenigstens „der Schutz vor Krankenhausaufenthalten und Todesfällen sechs Monate lang nach der zweiten Dosis auf einem robusten Niveau.“

Da lacht das Herz aller Lockdown- und Pharma-Vertreter:
Gegen Viren-Infektions-Ängste eigentlich nicht nicht brauchbar (und damit auch nicht für die Rückkehr des alten Lebens!), helfe die Impfung aber bei halbjährlicher Auffrischung wenigstens toll gegen Angst vor Tod und Intensivstation – endlich steht das eng getaktete Impf-Abo (als nie versiegende Gewinnquelle) alternativlos vor der Türe…

Das neue Versprechen hat einen „kleinen“ Pferdefuß …

Schaut man sich die Sache allerdings genauer an, dann ist die Rede von einer „nachlassenden“ Impfwirkung noch arg beschönigend:
In Wirklichkeit hat sich der Schutzvorsprung gegenüber den Ungeimpften bereits in einen Rückstand verwandelt.
Vorige Woche hatten in Großbritannien jedenfalls bei den Menschen über 30 Jahren – sowohl insgesamt als auch für jedes einzelne Lebensjahrzehnt – die Geimpften einen relativ höheren Anteil von Infektionen – symptomatisch und asymptomatisch.

Relativ heißt: Die Zahlen sind jeweils auf 100.000 Geimpfte bzw. Ungeimpfte als Basis normiert – das Argument „je mehr Geimpfte desto mehr Durchbrüche“ entfällt somit als Ausrede.
Und asymptomatisch heißt: Der Trick, bei den Symptomlosen nur die Ungeimpften einer Testpflicht zu unterziehen (was den symptomlosenTeil der Geimpften in der Statistik wahrheitswidrig virenfrei aussehen lässt), funktioniert zumindest bei den Briten nicht mehr, [3].

… und einen ziemlich „großen“ Pferdefuß

Todesfälle in Taiwan durch Covid-Impfung übersteigen [erstmals] die Todesfälle durch Covid-19“ – obwohl noch nicht mal ein Viertel der Bewohner vollständig geimpft ist, [4].
Mindestens den erstens Pieks haben bereits stolze 60 Prozent der Taiwanesen – aber angesichts solcher Zahlen vergeht ihnen wohl die Lust, mit dem Impf-Roulette zügig fortzufahren.

Nachvollziehbar, dass auch hierzulande mancher Prominente sich noch nicht gegen Corona impfen ließ. So wie Bayern-Spieler Joshua Kimmich, der dies vor allem mit fehlenden Langzeitstudien und mit Impfdurchbrüchen (also Corona-Infektionen bei vollständig geimpften Personen) begründete.
Die ZEIT billigt ihm zwar einerseits das Recht zu, „das Impfen zu verweigern“ sowie „das Recht auf irrationale Angst, auch Unkenntnis steht in Deutschland nicht unter Strafe“.

Andererseits titelt sie „Nicht nur Privatsache“ und tadelt, dass seine Aussagen „einige Menschen vom Impfen abhalten“ dürften. Daher spult sie hartnäckig ihr von neuen Fakten ungetrübtes Impf-Belehrungs-Mantra ab:
Die große Aufmerksamkeit dieses Fall biete eine weitere Chance zur „Aufklärung“ – „Also nochmals: Impfen dämmt die Pandemie ein. Geimpfte stecken sich und andere seltener an und ihre Infektionen haben mildere Verläufe. Wer sich impfen lässt, hilft nicht nur sich, sondern allen“, [5].

Geimpfte Promis – vor schwerem Verlauf geschützte Promis?

Als passenden Ratgeber nennt die ZEIT Kimmichs Trainer Julian Nagelsmann, der sich trotz Impfung mit dem Coronavirus infiziert hat und der sagt: „Wie die Verläufe sind, wenn man nicht geimpft ist, kann man in den Kliniken gerne erfragen.“
Dabei hat der mit 34 Jahren noch recht junge Bayern-Trainer Klinik bzw. Intensivstation gar nicht von innen ansehen müssen, sondern plappert einfach brav das offizielle Narrativ nach.

Der mit 30 Jahren ähnlich junge Popstar Ed Sheeran ist nach eigenen Angaben ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden und hat sich in Quarantäne begeben (da er Impfwerbung macht, geht man davon aus, dass er selber geimpft ist), [6].

Die ZEIT hätte aber auch Patricia Kelly fragen können, die 51-jährige Sängerin aus der Kelly-Familie, die 2020 von Corona genesen ist, später doppelt geimpft wurde, aber jetzt ihre zweite Corona-Infektion auskuriert – nach einem Krankenhausaufenthalt, den sie mit „drei Tage durch die Hölle gegangen“ beschreibt. Obwohl sie nicht einmal ihren Glauben an die Impfung verloren hat, sondern sogar noch Werbung dafür macht („persönlich unendlich dankbar, dass ich mich habe impfen lassen. Denn sonst wäre ich heute vielleicht in einer ganz anderen Situation“) – passt jedenfalls ihr tatsächliches Schicksal dann doch nicht so recht ins Argumentations-Muster der ZEIT, [7].

Oder Tony Marshall: Der Schlagerstar kam vor einer Woche mit Corona-Infektion auf die Intensivstation – trotz Zweifach-Impfung, Der 83-jährige ist zwar nicht mehr der Jüngste, jedoch keineswegs vorbelastet oder altersschwach, sondern sollte eigentlich einen Auftritt absolvieren – nach Auskunft seines Managers sei es nach 8000 Auftritten überhaupt das erste Mal, dass er einen Auftritt des Sängers absagen muss, [8].

NIcht mehr selten: Promis sterben trotz Impfung an Corona

In Wikipedia gibt es eine Liste von (prominenten) Todesopfern der Covid-19-Pandemie mit 420 Toten für 2020 und 207 für 2021, [9].
Die Liste ist weder vollständig noch chronologisch (sondern alphabetisch) und den Impfstatuas der Toten muss man separat ermitteln, soweit überhaupt möglich.
Dennoch ergeben sich interessante Einblicke:
So werden für September 2021 weltweit 15 prominente Corona-Tote aufgeführt, zwei davon aus dem deutschsprachigen Raum und beide waren vollständig geimpft: Schauspieler Wilfried Dziallas (77-jährig; TV-Serie „Großstadtrevier“), [10] und der Schweizer Politiker Andreas Herczog (74 Jahre), [11].

Für Oktober werden nur fünf Tote genannt, darunter der ehemalige US-Verteidigungsminister Colin Powell (84, Vorerkrankungen).
Bisher in dieser Liste nicht erfasst ist dagegen der bereits Anfang Oktober verstorbene britische Netflix-Star Marc Pilcher (53 Jahre; hatte bis dahin keine gesundheitlichen Beschwerden), [12].
Beide waren vollständig geimpft – und bei den übrigen 4 der somit insgesamt 6 Toten kann man es zumindest nicht ausschließen.
Diese vier übrigen sind weder aus dem deutschsprachigen noch aus dem angelsächsischen Bereich, wo möglicherweise die Bereitschaft der Hinterbliebenen einfach größer ist, den Impfstatus ihrer Verstorbenen öffentlich zu machen.

Sollte ein hoher Anteil von Geimpften an den Corona-Toten für die Prominenten zutreffen, dann kann man sich ausmalen, dass es auch bei den Normalsterblichen so sein wird.

[1] https://tkp.at/2021/08/30/usa-und-israel-booster-shots-alle-5-monate/
[2] https://www.pharmazeutische-zeitung.de/corona-immunitaet-nach-vier-monaten-nur-noch-bei-20-prozent-128711/
[3] https://tkp.at/2021/10/23/naechste-eskalation-lockdown-fuer-ungeimpfte-ohne-serioese-datenbasis/
[4] https://tkp.at/2021/10/15/todesfaelle-in-taiwan-durch-covid-impfung-uebersteigen-die-todesfaelle-durch-covid-19/
[5] https://www.zeit.de/sport/2021-10/joshua-kimmich-impfung-impfskeptiker-fussballer-initiative-we-kick-corona
[6] https://www.n-tv.de/leute/Ed-Sheeran-hat-Corona-article22885063.html
[7] https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.sie-ging-drei-tage-durch-die-hoelle-patricia-kelly-nach-corona-infektion-aus-krankenhaus-entlassen.d8664cdc-75d3-4efb-b762-906d45802096.html
[8] https://www.stern.de/lifestyle/leute/schlagerstar-tony-marshall–trotz-zweifach-impfung-mit-corona-auf-der-intensivstation-30837492.html
[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Todesopfern_der_COVID-19-Pandemie
[10] https://www.n-tv.de/leute/Wilfried-Dziallas-stirbt-an-Corona-Infektion-article22818422.html
[11] https://www.blick.ch/schweiz/zuerich/ex-nationalrat-andreas-herczog-74-stirbt-an-corona-darum-kommt-es-trotz-impfung-zu-todesfaellen-id16836494.html
[12] https://www.morgenpost.de/vermischtes/article233499177/marc-pilcher-emmy-netflix-bridgerton-corona-impfung-todesfall.html

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