So reagieren Vollgeld-Befürworter und Blogger auf Bundesbank-Stellungsnahme

Im April 2017 veröffentlichte die deutsche Bundesbank eine Stellungsnahme zur Kernforderung der sogenannten „Vollgeld-Initiative“, Sichtguthaben zu 100% mit Bargeld zu decken. Es gibt verschiedene Stellungsnahmen im Netz. Eine besondere Rolle spielt dabei die sogenannte Fristentransformation. Darunter versteht man folgendes: Banken verleihen Geldvermögen auf Sichteinlagen an Krediteure. Die Sichteinlagen sind kurzfristig abrufbar, die Kredite werden jedoch erst mittel- und langfristig zurückgezahlt.

Der Blogger „ACEMAXX-ANALYTIC“ schreibt im Blog „Swiss Economics„:

„Es ist daher die Nachfrage nach Kredit durch die Geschäftsbanken und die privaten Haushalte in der Wirtschaft, die die Geldmenge (money supply) bestimmen.

Geld wird in der Realwirtschaft deswegen als endogen bezeichnet und es ist nicht unabhängig von der Herstellung von Waren und Dienstleistungen.“

„Was die Banken brauchen, sind kreditwürdige Kreditnehmer. Das Problem liegt daher nicht in der Nachfrage nach Finanzierung, nicht im Angebot.“

Der Blogger meint mit kreditwürdigen Kreditnehmern, dass die Kreditnehmer der Bank Sicherheiten bieten. Diese Sicherheiten sind ihrerseits durch eine vorher stattgefundene Wertschöpfung gedeckt. Eine bereits vorher aufgebaute Fabrikhalle, Immobilien, Geldvermögen, Kunstgegenstände.

Prof. Dr. Dirk Löhr kritisiert in seinem Blog „rent-grabbing“ bereits im März 2016 aus ähnlichen Gründen die Darstellung einer „Geldschöpfung aus dem Nichts“. Der Kreditnehmer kann nur deshalb den Kredit ausgeben, weil es vorher zur Ersparnisbildung und Investitionen kam. Eine „Geldschöpfung aus dem Nichts“ ist gleichbedeutend mit einem Kredit, von dem „man sich nichts kaufen kann“.

„Stattdessen sei „eine Kreditschöpfung aus dem Nichts“, also ohne vorherige Ersparnisse möglich. Geschäftsbanken – so die Vollgeldbefürworter – seien also gar keine Intermediäre. Diese Idee ist jedoch absurd.

An dieser Stelle sei ein kurzer Exkurs gestattet: Selbst für den denkbaren, aber extremen Fall, dass sich die kreditgebende Bank komplett bei derjenigen Bank refinanziert, auf die durch den Kreditnehmer sein eingeräumtes Guthaben überwiesen wurde, muss diesen Vorgängen immer irgend eine realwirtschaftliche Vorleistungen vorausgehen, die über den eingeräumten Kredit in Anspruch genommen werden:

Seien es schon existente Kapitalgüter oder aber nur die Lebensmittel für die Arbeiter. Die Idee von einem Kredit, von dem man sich nichts kaufen kann, ist gelinde gesagt abwegig. Betrachtet man die realwirtschaftliche Seite mit, erscheint die Idee der Vollgeldbefürworter eines voraussetzungslosen Investierens absurd.“

„Nachdem im Zuge der Kreditvergabe ein Guthaben eingeräumt wurde und der Schuldner dieses nutzt, um eine Anschaffung zu tätigen (s. unten mehr), entsteht jedoch auf der Passivseite ein Loch – die Geschäftsbank muss sich refinanzieren. So betreiben die Banken nicht nur aus Jux ein Management der Fristentransformation.“

Die FDP-Politiker Frank Schäffler kritisiert bei „Tichyseinblick“ dagegen die deutsche Bundesbank, die vor der Einführung von „Vollgeld“ warnte. Laut der Zentralbank würde eine 100% Unterlegung von Sichtguthaben mit Bargeld die „Fristentransformation“ erschweren. Die Folge wäre eine Kreditklemme und das Fehlen von Liquidität im Geldkreislauf. Frank Schäffler:  „Doch genau darum geht es ja.“

„Etwas schnell, verwirft die Deutsche Bundesbank mögliche Alternativen. Die Einführung von Vollgeld, also die alleinige Geldschöpfung in die Hand der Notenbanken zu legen, verwirft sie mit dem Argument, dass damit die Schaffung von Liquidität durch die Banken eingeschränkt würde. Doch genau darum geht es ja.“

Für Frank Schäffler ist das Grundproblem, dass Wirtschaftswachstum „durch immer mehr Kredite“ quasi erschwindelt wird.

„Das Kernproblem ist das Erkaufen von Wirtschaftswachstum durch immer mehr Kredit und damit Geld aus dem Nichts. In dieser Welt ist das Wachstum an Krediten der Indikator für das Wachstum der Wirtschaft. Doch beides verläuft nicht in gleichen Schritten. Es bedarf immer mehr Kredit und damit Geld, um Wachstum anzuregen.“

Gleichwohl kritisiert Norbert Häring in seinem Blog die Bundesbank, sie würde Lobbyarbeit für die Banken betreiben.

„Die Bundesbank setzt den Tenor, indem sie schreibt:

Wie dargelegt, besteht eine zentrale Dienstleistung gewinnmaximierender Geschäftsbanken darin, über die Vergabe von Krediten Sichtguthaben (Buchgeld) bereitzustellen.

Er wirft den Geschäftsbanken vor, „Geld aus dem Nichts zu schaffen“. Er würde diese Dienstleistung „umsonst“ anbieten können.

„Was viele Leute als ungerechtfertigtes Privileg empfinden, das Recht, zum eigenen Nutzen Geld aus dem Nichts zu schaffen, bezeichnet die Bundesbank als Dienstleistung. Ganz ehrlich, wenn man mich ließe, wäre ich bereit, diese Dienstleistung umsonst zu erbringen.“

Die daraus resultierende Kreditausweitung würde Banken in die Pleite treiben.

„Die Geldschöpfungsmöglichkeit der Geschäftsbanken werde als eine wesentliche Ursache für schädliche Kreditzyklen oder sogenannte „Boom-Bust-Zyklen“ gesehen, schreibt sie zutreffend. (…)

Als die Immobilienpreise exorbitante Höhen erklommen hatten und nicht mehr genug neue Kreditnehmer aufzutreiben waren, um dieses hohe Niveau noch zu steigern, oder wenigstens zu halten, ging das Ganze in den Rückwärtsgang. Die Preise brachen ein, die Konsumenten waren überschuldet, die Banken waren pleite und mussten vom Steuerzahler gerettet werden.“

Auch Häring ist dafür, die Kreditschöpfungsmöglichkeiten der Geschäftsbanken zu reduzieren. Die Erklärung der Bundesbank, warum mit „Vollgeld“ Liquidität im Geldkreislauf fehlen würde, kommentiert er: „Es geht also doch“.

„Falsch. Das „quasi“ im Zitat soll wohl einräumen, dass das Gesagte so nicht stimmt. Die Banken können weiterhin Fristentransformation durchführen. Wenn sie per Zinsangebot Kunden dazu bewegen, Giro-Einlagen in längerfristige Einlagen umzuwandeln, die nicht mindestreservepflichtig sind, dann wird in diesem Umfang Zentralbankgeld frei. In gleichem Umfang kann die Bank Kredit vergeben, und zwar, wenn sie will, mit deutlich längerer Fristigkeit als die Einlage des Sparkunden. Das Spargeld kann zum Beispiel auf zwei Jahre festgelegt sein, der Kredit kann auf zehn Jahre oder 30 Jahre befristet sein.

Wenn man das als Problem und nicht als Vorteil empfände, könnte man die Fristentransformation unterbinden, aber das ist nicht – jedenfalls nicht notwendigerweise – Teil des 100%-Geld-Vorschlags. Diesem kommt es nur darauf an, dasjenige Geld, das für den Zahlungsverkehr gedacht ist, und im Zuge eines Bankrun schnell abgezogen werden kann, zu schützen.“

Der Blog „Querschüsse“ lobt dagegen die Bundesbank, dass sie die Geldschöpfung aus dem Nichts bestätigt hätte.

„Die Banken können also Buch(Giral)geld aus dem NICHTS schöpfen, in dem man die Bilanz verlängert (Kreditvergabe/ Gutschrift Einlage). Die Bank vermittelt nicht die Einlagen von Kunden an Kreditnehmer, sondern der Kredit selbst schafft Einlagen und nur wenn diese Einlage abfließt benötigt die Bank Zentralbankgeld.“

Querschüsse“ weist jedoch nur unzureichend darauf hin, dass die Bundesbank auf die Notwendigkeit der Refinanzierung des gewährten Kredits hinwies, etwa mit Sichteinlagen von Bankkunden, der „Fristentransformation“. Warum ist Refinanzierung notwendig? Weil sich die Bank immer selbst den Kreditbetrag vorher ausgeliehen hat, muss der Betrag immer komplett refinanziert werden – am Ende durch Rückzahlung des Kredits.

Spielen wir dazu einen speziellen Fall durch:

Die Geschäftsbank vergibt einen Kredit und bucht ihn auf dem Sichtguthaben des Kreditnehmers (=Geldschöpfung). Der Kreditnehmer überweist das Geld an eine andere Bank, weil er etwas kauft. Zu dem Zeitpunkt müsste die kreditgebende Bank Zentralbankgeld zur anderen Bank überweisen.

Mal angenommen, die andere Bank macht das-gleiche. Sie gewährt einen Kredit, bucht es auf ein Sichtguthaben des Kreditnehmers. Dann wird gesagt: Die Banken brauchen ja gar kein Zentralbankgeld, weil sie untereinander abrechnen (Clearing). Das ist richtig, aber nur solange beide Kredite zurückgezahlt werden. Beide Banken sind auf diesen Rückfluss von Zentralbankgeld durch die Kreditnehmer angewiesen – unabhängig vom Clearing.

Wenn ein Kredit nicht zurückgezahlt wird, fehlt der Bank das Zentralbankgeld. Deswegen, weil sie sich das Zentralbankgeld irgendwo (andere Bank, Zentralbank, Einleger) ausgeliehen hat. Auch wenn beide Kredite von beiden Banken ausfallen, ist der gleiche Fall eingetreten: Beide müssen das verlorene Zentralbankgeld refinanzieren, weil sie selbst dafür in der Schuld bei irgendjemanden stehen. Deswegen können Banken pleite gehen.

Daher ist folgende Aussage der „Querschüsse“ irreführend, da die Bank immer das verliehene Geld zurückbraucht.

„Nur wenn das geschöpfte Buchgeld an eine andere Bank abfließt, dann braucht die Bank Zentralbankgeld, in Form von einem Guthaben auf dem Zentralbankgeldkonto der BuBa. Dieses Zentralbankgeld kann sich die Bank auf dem Interbankenmarkt besorgen (leihen) oder direkt bei der BuBa über ein reguläres Refinanzierungsgeschäft oder über Wertpapiere (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen), welche die BuBa der Bank über das Asset Purchase Programm abkauft. Überschussliquidität in Zentralbankgeld, wie es gerade zu vielen hunderten Mrd. Euro durch die EZB über das Eurosystem (nationale NZBs) geschaffen wird, ist für die Buchgeldschöpfung der Banken gar nicht nötig. Sie müssen nur ihre tatsächlichen Nettoabflüsse von Sichteinlagen mit Zentralbankgeld bestreiten.“ (Querschüsse)

Ähnlich geht der Blog „Ökonomenstimme“ vor. Er stellt die Position der Bundesbank unzureichend vor, was sie zum Thema „Refinanzierung“ schreibt, wird nicht erwähnt. Dabei weist die Bundesbank mehrfach darauf hin, dass Einlagen Kredite finanzieren können. Trotzdem beharrt die „Ökonomenstimme“:

„Mosler (2017) zeigt in seinem populärwissenschaftlichen Buch eindrucksvoll, dass Steuern ebenso wenig Staatsausgaben finanzieren wie Ersparnisse die privaten Kredite.“

18 Gedanken zu „So reagieren Vollgeld-Befürworter und Blogger auf Bundesbank-Stellungsnahme“

  1. Warum ständig um den Brei herumreden?
    „Eine besondere Rolle spielt dabei die sogenannte Fristentransformation. Darunter versteht man folgendes: Banken verleihen Geldvermögen auf Sichteinlagen an Krediteure. Die Sichteinlagen sind kurzfristig abrufbar, die Kredite werden jedoch erst mittel- und langfristig zurückgezahlt.“
    Fristentransformation bedeutet nichts anderes, als daß die Banken die Girokontenbestände ihrer Kunden (also deren meist hartverdientes Geld) dazu benutzen um ausgegebene Kredite (die nichts anderes als eine Herstellung von (Buchgeld) durch die Banken darstellen) abzudecken.
    Dabei wird nichts „refinanziert“. Refanziert wird mittels dieser als „Fristentransformation“ bezeichneten Vorgehensweise (= Betrug am Girokonten Kunden) ein Gutteil der (mit Kunden Sicherheiten abgesichertenKredite) „gewährten“ Kredite d u r c h die Girokontenbestände der Kunde, also mit Otto Normalerbrauchers Girokontenguthaben. Es fließt mitnichten Zentralbankgeld, wenn die Kredite wie üblich, überBuchgeld laufen.

    Die Vollgeldinitiative will exakt diesen Mißstand und Betrug der Banken (mit den Girokontenbeständen der Kunden Zinsen, Gebühren und Zinseszinsen zu verdienen) beednen und vor allem aus dem (unsicheren!) Zahlungsversprechen der Banken an die Girokontenbesitzer (die haben zwar ein Konto, aber das Geld auf diesem Konto benutzt die Bank für ihre Profit Zwecke) ein s i c h e r e s (von der Zentralbank garantiertes!) „Vollgeld“ zu machen.
    So sicher wie Bargeld welches bekanntlich von der Zentral bank , geschöpft/ hergestellt wird.
    Die Schöpfung /Herstellung von Buchgeld durch die (privaten) Banken , welches bisher ein profitables aber völlig ungerechtfertigtes Privileg dieser (privaten) Banken ist, wäre mit Vollgeld nicht mehr möglich.
    Die Einnahmen aus der Schöpfung/Herstellung von Buchgeld von jährlich mehreren Milliarden (Seignorage Einnahmen) gingen an die Zentralbank, letzlich also an den Staat, wie das bei Bargeld schon immer war.
    Rumfummeln beim Bargeld (z.B. mit Bargeldgebühr etc) wäre nicht nötig, kaum jemand wird gößere Beträge noch mit Bargeld bezahlen, weil sein Girokonto nun vor den Fingern der Bank sicher ist, garantiert wird.
    Die Banken können natürlich weiterhin Kredite ausgeben, Sparkonten einrichten und verzinsen, müssen aber echt refinazieren (über Interbankenhandel und/ oder Zentralbankgeld) , „Refinanzierung“ durch Zweckentfremdung der Gelder (Sichtguthaben) auf Kunden Girokonten ist nicht mehr möglich!
    Vgl. hierzu http://www.vollgeld-initiative.ch/
    Da werden zig Fragen zum Vollgeld ausführlich beantwortet.

  2. Um dies näher zu erläutern und die Argumente der viel zu bankenfreundlichen Vollgeldgegner zu entkräften Folgendes:

    https://gallery.mailchimp.com/4ab99f94beed6b9bfccbb567f/files/80d1b52e-e810-4bc3-ae09-832f7c63380a/Geld_verstehen_web.pdf

    Lohnt sich diese kleine Büchlein zu lesen!!

    Die Bankguthaben der Masse der Leute sind kein gesetzliches Zahlungsmittel und im Kern lediglich (Buchgeld) Kredite an die Banken mit derem lauen bzw. falschem Versprechen diese auszahlen zu können.

    “ Ist eine Schuld, die nicht getilgt werden kann, noch eine
    Schuld oder nicht schon etwas Undefinierbares, eine Art
    ökonomische Erbsünde? Die moderne Ökonomie macht es sich
    einfach und erklärt Schulden kurzerhand zu Geld. Doch es ist ein Recht auf eine Leistung, die es im geforderten Umfang nicht gibt und nie geben kann.“

    Das ist auch der Irrtum von Kreutz, der Schulden und Einlagen gleichsetzt.
    Für die Schweiz aber auch die EU und USA gilt:

    «Als gesetzliche Zahlungsmittel gelten:
    a.
    die vom Bund ausgegebenen Münzen;
    b.
    die von der Schweizerischen Nationalbank ausgegebenen Banknoten;
    c.
    auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank.»

    Zwei Dinge fallen auf:

    • Ein Guthaben bei einer Bank ist offenbar nicht gesetzliches
    Zahlungsmittel, obwohl man damit bezahlen kann.
    • Es gibt unbares gesetzliches Zahlungsmittel, aber nur für
    Inhaber eines Kontos bei der Nationalbank. Ein solches ist natürlichen Personen und Firmen im Gegensatz zu den Banken allerdings verwehrt.

    Der Bundesrat ist sich bewusst, dass unser «Geld» auf den Bankkonten kein gesetzliches Zahlungsmittel ist, sondern bloss eine Forderung, auf Verlangen gesetzliches Zahlungsmittel (also Bargeld) auszuzahlen. Das können die Banken aber nur im Ausnahmefall, denn die Mindestreserve liegt ja bloss bei 2,5 Prozent und das (mehrheitlich illiquide) Eigenkapitalpolster bei nochmals ein paar Prozenten. Von hundert Besitzern eines Bankkontos können zwei bis drei sofort ihre Forderungen tatsächlich einlösen, nach einiger Wartezeit bestenfalls zehn. Das Geld der
    Banken ist also ein ziemlich leeres Versprechen – Einlagensicherung hin oder her.“

    Genau das z.B. hat Bekir hier bestritten und will das bisherige System der Banken beibehalten.

    “ Sie deckt nur knapp fünf Prozent der versicherten Einlagen. Die Pleite einer mittleren Kantonalbank oder eines vergleichbaren Instituts, und das Sicherheitsnetz besteht nur noch aus einem einzigen Loch. “

    Das gilt nicht nur für die Schwiez!

    „Trotz des ökonomisch unhaltbaren Versprechens der Banken, wird ihr «Geld» auch von den staatlichen Stellen wie gesetzliches Zahlungsmittel behandelt. Aber nicht nur das: Sie geben dem Surrogat der Banken sogar den Vorzug gegenüber dem gesetzlichen Zahlungsmittel, zu dessen Annahme sie eigentlich jederzeit verpflichtet wären. Versuchen Sie einmal, Ihre Steuern mit gesetzlichem Zahlungsmittel zu bezahlen! Sie werden
    hartnäckig sein und viel Überredungskunst anwenden müssen.

    Wie schlecht es um die Rechtssicherheit in Geldsachen bestellt ist, zeigen auch die weltweiten Bemühungen, die Verwendung von Bargeld einzuschränken
    und das private elektronische Bankengeld zum einzigen gesetzlichen Zahlungsmittel zu erheben. Wenn es gar gelingen sollte, das Bargeld bis 2018 abzuschaffen, käme dies einer eigentlichen Machtergreifung gleich.

    Haarspaltereien, werden manche denken: Geld ist Geld. Aber das stimmt nur, wenn die Wirtschaft wächst, die Stabilitätspaltereien, werden manche denken: Geld ist Geld.
    Aber das stimmt nur, wenn die Wirtschaft wächst, die Stabilität der Banken über jedem Zweifel steht und nur wenige Kunden ihr Substitut gegen echtes Geld tauschen wollen. “

    Und exakt hier ist der Knackpunkt des Ganzen:

    “ Sobald die Bonität der Banken schwankt, zeigen unsere Bankguthaben ihr wahres Gesicht, das eines Kredits. Um ihn zu retten, muss der Staat, d.h. das Kollektiv der Steuerzahler das unsichere Privatgeld der Banken mit echtem Geld der Nationalbank unterfüttern.
    Wieviel das kostet, ahnen wir seit der UBS-Krise. Aber das war zu einer Zeit, als Krisen bloss Dutzende von Milliarden kosteten. Jetzt sind es Hunderte. Und es ist nicht mehr unser kollektives Steuergeld, das auf dem Spiel steht, sondern auch unser privates und das der ganzen Weltwirtschaft. Denn der Bail-out, die Rettung durch den Staat, wurde weltweit durch den Bail-in, die Rettung durch die Besitzer und die Kontoinhaber, ersetzt. “

    Bei diesen Tatsachen Vollgeld abzulehnen zeugt m.E. von einer gewissen Ignoranz gepaart mit Bevorzugung der lockeren Geldgeschäfte der Banken, bzw. der Verteidigung von deren (Buch)Geldschöpfungs Privileg durch Leugnung desselben.

    Die Banken leisten mit dem Schöpfen von (Buch)Geld bzw. von Krediten n i c h t s von dem, wofür Otto Normalverbaucher täglich hart arbeiten muß.
    Im Gegenteil , die Banken Nutzen ihr Buchgeldschöpfungsprivileg maximal (z.B. auch im Derivatenhochfrequenzhandel und bei jeder Kreditvergabe) und natürlich und sehr leicht bei der „Finanzierung“ des Staates. Die Großbanken tun dies auf Kosten und mithilfe der täglichen Arbeit und der Steuern der Allgemeinheit.
    Dem muß mit Vollgeld (und Mikrosteuer: http://www.grundeinkommen.ch/die-loesung-heisst-mikrosteuer/) endlich ein Ende gesetzt sein.

  3. @Johannes:
    Dass Geld quasi eine „Illusion“ ist, bestreite ich durchaus nicht. Geld ist alles, worüber eine Gesellschaft
    a) Konsens erzielt, dass es Geld sein soll und
    b) die wichtigen Akteure (voran der Staat als Steuereintreiber) das umlaufende Geld dann auch tatsächlich als Zahlungsmittel akzeptieren und entgegennehmen.

    Wenn das jahrzehntelang – oft ein ganzes Menschenleben lang – funktioniert, warum sollte man es ändern? Es hat Deutschland nach 1945 aus den Trümmern zu einem noch andauernden Wohlstand geführt, der zwar durch korrupte Politiker, Lobbys und neoliberale Ideologie bedroht wird, aber nicht durch die Grundprinzipien unseres Geldsystems.

    Mathematiker rechnen seit Jahrhunderten mit sogenannten „imaginären“ (also eingebildeten, unmöglichen) Zahlen, aber das macht niemandem Angst, denn diese Elfenbein-Theoretiker haben ja keinen Zugriff auf unsere Geldbeutel.

    Oder doch? Unentbehrliche Praxis-Anwendungen finden diese ominösen Zahlen nämlich ausgerechnet im immer wichtigeren High-Tec-Bereich (z.B. Quantenmechanik) und auch sehr stark bei gediegenen physikalischen Themen wie der Elektrodynamik. Ob bei einem „Verbot“ dieser illusionären (womöglich betrügerischen?) Zahlen wohl noch Strom aus unserer Steckdose käme?

    Nach wie vor gilt mein Angebot: Wer sein Bankengeld als Falschgeld (d.h. als „ziemlich leeres Versprechen“) empfindet und darunter leidet, darf es gerne auf mein Konto überweisen.

    Ich würde mein Angebot sogar erweitern: Da die Banken nur 2-3% und sogar nach einer Wartezeit nur max. 10% der als Geld getarnten Forderungen bedienen können, biete ich 20%. Zahlbar natürlich in Gold, denn an „echtes“ (sprich: Zentralbank-)Geld komme auch ich nicht ran.

    Insgesamt also eine Win-Win-Situation, bei der ich mich vor Anfragen höchstwahrscheinlich kaum werde retten können. Bei längeren Wartezeiten bitte ich daher im voraus um Verständnis.

    1. bekir:
      „Wenn das jahrzehntelang – oft ein ganzes Menschenleben lang – funktioniert, warum sollte man es ändern?“

      Warum wurde in den 70er Jahren z.B. der § 175 (Homosexualität) geändert?

      Ernsthaft:
      1) W e i l die Banken sich das völlig ungerechtfertigte (Buch/Kredit)Geldschöpfungsrecht erschlichen haben und daraus (auf Kosten der Masse der Menschen mit Bankkonten ) absolut ungerechtfertigte jährliche Milliardengewinne (Seignorage, bzw. Gewinne aus „Fristentransformation“ ) quasi per Knopfdruck (Tastatur) erzielen.
      2) Die Masse der Menschen bekommen die Früchte ihrer täglichen Arbeit (nicht mehr wie früher per Bargeld in der Lohntüte) heute per Buchgeld i.d.R. monatlich überwiesen. Die Banken können im krassen Gegensatz hierzu Buchgeld einfach per Knopfdruck bzw. mouseclick schöpfen.
      Exakt das ist ein absolut ungerechtfertigtes Privileg der privaten Banken und ungerecht.

      3) Allein dem Staat (und der ist das Volk!) steht ein Geldschöpfungsrecht zu und nicht den privaten Banken.

      Bei der Ausgabe von Papiergeld und Münzen (die allerdings nur 10 % des umlaufenden Geldes ausmachen) als gesetzliches Zahlungsmittel kapiert das jeder, nur beim Buchgeld (restliche 90%) nicht. Warum?

      4) Vollgeld betrifft nur die Girokonten der Leute und deren Garantie durch die Zentralbank, Vollgeld betrifft nicht die Sparkonten.
      W o also ist Dein Problem?

      Die Girokonten der Leute sind derzeit nicht garantiert, es handelt sich lediglich um einen Rückzahlungsanspruch des Girokonteninhabers an die Bank. Das geht nur so lange gut wie nur einige wenige ihre Girokonten per Bargeldabhebung erleichtern.
      Sagen Dir die Erfahrungen der Masse der Leute in Griechenland mit täglichen Abhebungsbeschränkungen nichts?
      Es handelt sich da um (derzeit noch legalen) Betrug der Banken und des Systems an den Menschen und ihrer Arbeitslöhne.
      Bargeld wird immer mehr zurückgedrängt um die Leute noch abhängiger von den Banken zu machen.
      Findest du das richtig?

      1. Der § 175 StGB bestrafte eine Minderheit, die von der Mehrheit nicht toleriert wurde, obwohl die Minderheit der Mehrheit keinen Schaden zufügte, sondern nur ihr eigenes Leben leben wollte anstatt das der Mehrheit.

        Die Minderheit der Vollgeld-Befürworter will dagegen nicht bloß für sich selber (analog Bitcoin) eine neues System – was die Bitcoin-Fans für sich ja längst eingeführt haben – sondern sie wollen der Mehrheit ein neues allgemeingültiges System schmackhaft machen, konnten bisher aber argumentativ nicht überzeugen.

        Wenn für die Allgemeinheit das bewährte Alte verschwinden soll, dann braucht es halt bessere Gründe als (wie beim § 175 oder bei Bitcoin) einfach eine neue Offenheit und ein großzügiges Nachgeben gegenüber den Wünschen einer Minderheit, das für die Mehrheit sowieso weder Kosten noch Risiken mit sich brachte.

        1. Es ging mir um Dein Beharren:
          „bekir:
          „Wenn das jahrzehntelang – oft ein ganzes Menschenleben lang – funktioniert, warum sollte man es ändern?“
          bekir:
          „Die Minderheit der Vollgeld-Befürworter will dagegen nicht bloß für sich selber (analog Bitcoin) eine neues System – was die Bitcoin-Fans für sich ja längst eingeführt haben – sondern sie wollen der Mehrheit ein neues allgemeingültiges System schmackhaft machen, konnten bisher aber argumentativ nicht überzeugen.“

          Das ist ein bloße Behauptung, weil du auf die Basis Argumente der Vollgeld Initiative ja bisher gar nicht eingegangen bist.
          http://www.vollgeld-initiative.ch/

          Im Gegenteil: hier in FB wird sogar die (nicht zu leugnende) Buchgeldschöpfung der Banken via Kreditvergabe bz. „Fristentransformation“ bestritten und es werden völlig abstruse Ideen wie Bargeldgebühr und Minuszinsen in einer knallharten neoliberalen Wirtschaftsordnung (mit internationalem Banken Multis) gefordert, unter völliger Verkennung, daß wir keine Freiwirtschaft und erst Recht kein Freigeld und natürlich auch keine Bodenreform haben.

          Da ist mir die Sicherung /Garantierung der Girokonten der Masse der Leute und das Unterbinden des Buchgeldschöpfungsmonopols der privaten Banken, letzlich also mehr Staat, als Etappenziel lieber und erfolgversprechender.

          1. Dass die Vollgeld-Befürworter „bisher aber argumentativ nicht überzeugen“ ist mehr als eine Behauptung: Die Bundesbank tritt der Idee entgegen, Volk und Medienöffentlichkeit nehmen sie (jedenfalls in Deutschland) kaum zur Kennnis („überzeugen“ war an dieser Stelle nicht vorrangig inhaltlich gemeint, sondern im Sinne der Gewinnung von Anhängern).

            Darauf kommt es letztlich nämlich auch entscheidend an, denn im Gegensatz zu den Bitcoin-Fans (=müssen nur ihre – neuen – Anhänger überzeugen, das neue Parallelgeld existiert und funktioniert ja schon längst), brauchen die Vollgeld-Befürworter eine Mehrheit, um das staatliche System, dass für alle gilt, ändern zu können.

            Für Freiwirtschaft und Bargeld(umlauf)gebühr bin ich übrigens nicht der Ansprechpartner. Ebenso bin ich (wie Häring) nicht erst seit dieser Woche ein Gegner der Bargeldabschaffung.

  4. @Johannes:
    Da du das Thema sehr ernst nimmst, darfst du natürlich gerne meine mangelnde Ernsthaftigkeit beklagen.

    Aber wenn du mein Angebot als Witz betrachtest, dann sollte es dir doch zu denken geben, dass dieser Witz auf einem konsequenten Weiterführen deiner Gedanken beruht?

    Buchgeld ist Kreditgeld (Kredit = Vertrauen, nämlich auf „Rückzahlung“), so wie selbst zu Goldmark-Zeiten die gold-gedeckten Banknoten am Ende auch nur Kreditgeld waren: Die dort feierlich garantierte Rückzahlung war nämlich im Krieg dann ganz schnell nichts mehr wert.

    Da Vollgeld bei der Bank zwar auf einer Art Depot-Konto vom Vermögen der Bank getrennt „verwahrt“ wird, aber vermutlich auch nur ausgezahlt wird, wenn keine (kriegs-/krisenbedingte?) Zwischenfälle den Staat zu Gesetzesänderungen veranlassen, ist Vollgeld nicht weniger eine „Schönwetter-Veranstaltung“ wie das Banken-Giralgeld und dessen Einlagensicherung. So what?

    1. bekir: „Da Vollgeld bei der Bank zwar auf einer Art Depot-Konto vom Vermögen der Bank getrennt „verwahrt“ wird, aber vermutlich auch nur ausgezahlt wird, wenn keine (kriegs-/krisenbedingte?) Zwischenfälle den Staat zu Gesetzesänderungen veranlassen, ist Vollgeld nicht weniger eine „Schönwetter-Veranstaltung“ wie das Banken-Giralgeld und dessen Einlagensicherung. So what?“

      Du irrst.
      Es geht darum, daß die Groß-Banken aus reiner Profitgier per Buchgeldschöpfungsprivileg im „wallstreet Casino“ hemmungslos zocken und dies schief gehen wird.

      Gegenwärtig ist das Buchgeld auf den Girokonten der Leute die Verfügungsmasse der Banken. Die Banken gaukeln den Leuten vor es käme auf das Gleiche raus wie Bargeld.
      Dem ist aber mitnichten so.

      Girokonten müssen so sicher werden wie Bargeld und das geht nur wenn man den Banken die Zweckentfremdung über die Girokontenbestände ihrer Kunden entzieht und Girokonten per Vollgeld so sicher macht wie Bargeld.

      Und das geht nur über den Entzug des (Buch/Kredit)Geld Schöpfungsprivileg der Banken. Allein die Zentralbank ist dann neben der Bargeld- auch zur Buchgeldschöpfung berechtigt. Die Banken bekommen von der Zentralbank Buchgeldkredite und dei Banken reichen diese (natürlich mit Zinsaufschlag) an Industrie und Private weiter. So what?

  5. Vielleicht kann in der Schweiz mit ihren Volksentscheiden das Volk ein Geldregime erzwingen, bei dem die Elite bzw. die von ihr gekauften Politiker dem Volk nicht so einfach das Fell über die Ohren ziehen können wie in der EU. Zumal der neutralen, wohlhabenden Schweiz evtl. auch künftig – wie schon seit langer Zeit – Kriegs-/krisen-Erfahrungen erspart bleiben, die Deutschland zur Genüge ertragen musste und die der deutschen Politik den bequemen Griff ans Portemonnaie der Bürger natürlich erst ermöglicht haben.

    Aber mal ehrlich: Wenn ich Schweizer wäre, würde ich mich nicht lange grämen, wie ich meine Stützli durch eine Währungsreform loswerden kann. Ich würde mich einfach über den Super-Wechselkurs freuen und im (nämlich nur kursbedingt für mich) super-billigen EU-Ausland tüchtig shoppen gehen.

    1. bekir:
      „Vielleicht kann in der Schweiz mit ihren Volksentscheiden das Volk ein Geldregime erzwingen, bei dem die Elite bzw. die von ihr gekauften Politiker dem Volk nicht so einfach das Fell über die Ohren ziehen können wie in der EU.“

      Du erkennst also das Problem?
      Und willst trotzdem Alles beim Alten lassen?

      1. Die Schweizer sind im Vorteil, weil sie demokratischer aufgestellt sind. Ob sie den Vorteil wirklich vernünftig nutzen, muss sich aber an jeder einzelnen Abstimmung immer wieder neu erweisen. Probleme müssen nämlich erst einmal verstanden werden, bevor man vernünftig entscheiden kann – und das ist in Geldfragen besonders schwierig.

        Aber weil das Thema Reich gegen Arm breiter aufgestellt ist als nur das Geldsystem betreffend, können die Schweizer sich jedenfalls besser gegen Lobby-Zumutungen in durch-getricksten und durch-gemogelten Gesetzen wehren.

        Geldexperimente können die Schweizer dagegen getrost anderen überlassen und die Ergebnisse abwarten. Mit einer bereits harten Währung sollte man erst mal entspannt shoppen gehen.

        Für die Schweizer Exporte mag der Franken evtl. zu hart sein, aber das ist ja kein Thema der Vollgeld-Theoretiker, die sich vor (vermeintlich ungezügelter) Geldschöpfung und damit vor Inflation und schwacher Währung des bestehenden Systems fürchten (müssten). Obwohl sie für die befürchteten (bzw. konsequent zu befürchtenden) Phänomene weder Erklärung noch Beweis liefern können.

  6. @Georg Lehle:
    Norbert Härings Aufsätze schätze ich übrigens sehr, aber als scharfer Kritiker von Banken(lobbys) und z.B. deren angestrebter Bargeldabschaffung darf man ihn nicht mit einem Vollgeld- oder 100%-Geld-Befürworter verwechseln. Er erwähnt diese beiden Meinungen nur sehr vorsichtig, wenn man seinen im Artikel verlinkten Text [1] und den darin erwähnten Teil 1 – siehe [2] – genau liest, weil das eben nicht sein Thema ist und er ja auch schlecht alle Irrlehren in einem Kurz-Aufsatz abhandeln kann. (Und selber Außenseiter, will er ja nicht unbedingt alle anderen „Außenseiter“ gleich von vorneherein aus seiner Leserschaft vertreiben.)

    Bei der „Geldschöpfung aus dem Nichts“ kritisiert er hauptsächlich den publizistischen Umgang der Bundesbank mit dem schwer verständlichen Thema: Weil das Volk die (eigentlich harmlosen) Wahrheiten missverstehen und in Unruhe geraten könne, bevorzugt sie ungenaue, halbwahre und teils falsche Darstellungen.
    Das empört ihn zu Recht, denn in Zeiten einer stromlinienförmigen lobbygesteuerten Lücken- bzw. Lügenpresse haben einsame Rufer in der Wüste wie er dann noch weniger Chancen, mit der Wahrheit durchzudringen.

    Mit seinem ironischen Angebot, die „Dienstleistung Buchgeldschöpfung“ umsonst zu erbringen, drückt er sich m.M.n. aber selber missverständlich aus. Wie er im gleichen Absatz beiläufig erwähnt, sind es nämlich nicht Leute seines Schlages, sondern „viele Leute“, die die Befugnis „als ungerechtfertigtes Privileg empfinden“.
    Er will dagegen ganz offensichtlich „nur“ beißend scharf kritisieren, dass die reine Bereitstellung von Buchgeld eine verblüffend banale Buchung ist, die die Bundesbank aber ängstlich verschleiernd zur „zentralen Dienstleistung“ aufmotzt.

    Er weiß natürlich (im Gegensatz zu Johannes), dass (vor der dann banalen Einbuchung) die Bank die Arbeitszeit für Kreditprüfung, Besicherung etc. nicht nur pro forma einsetzt (oder um unnötige Vorschriften zu erfüllen), sondern dass sie auf verlässliche Rückzahlungen angewiesen ist, weil Ausfälle an ihrer Substanz zehren würden.

    Zum nur scheinbar frei verfügbaren und unkontrollierten Geldesel stellt er in Teil 1 klar: Die Banken brauchen zwar das Zentralbankgeld, aber „erst am Ende des Monats, wenn die EZB zusammenrechnet“. Und selbst dann natürlich erst, wenn der Kreditnehmer das Geld weg zur Bank z.B. des Handwerkers überwiesen hat.

    Fazit:
    Die Zentralbank kann die Kreditvergabe / Geldschöpfung bei einer Bank nicht einzeln zu prüfen, braucht dies aber auch gar nicht. Sie braucht auch unterm Monat nicht einmal wissen, was eine Bank in Sachen Geldschöpfung denn so treibt.

    Die Stunde der Wahrheit schlägt bei den Monats-Abrechnungen. Für fehlende Rückzahlungen (d.h. Geldvernichtungen korrespondierend zu ihren Geldschöpfungen) muss die Bank ggf. Zentralbankgeld vorweisen. Das ist die Sorte Geld, die sie eben nicht selber „drucken“ bzw. „schöpfen“ kann. Bei den etwas längerfristigen Krediten muss sie dieses Zentralbankgeld somit sogar schon vor dem offiziellen Kredit-Rückzahlungstermin vorweisen.

    Das ist noch kein Verlust, denn sie hat ja die Rückzahlungs-Forderung gegen den Kreditnehmer. Fehlt dessen Rückzahlung bei Fälligkeit allerdings immer noch, (d.h. fällt die Tilgung endgültig aus, weil der Kreditnehmer pleite ist), dann hat sie diesen (Substanz-)Verlust endgültig und muss ihn auch als solchen buchen.

    [1] http://norberthaering.de/de/27-german/news/819-bundesbank-gegen-vollgeld
    [2] http://norberthaering.de/de/27-german/news/818-bundesbank-geldschoepfung

  7. „Er weiß natürlich (im Gegensatz zu Johannes), dass (vor der dann banalen Einbuchung) die Bank die Arbeitszeit für Kreditprüfung, Besicherung etc. nicht nur pro forma einsetzt (oder um unnötige Vorschriften zu erfüllen), sondern dass sie auf verlässliche Rückzahlungen angewiesen ist, weil Ausfälle an ihrer Substanz zehren würden.“

    Kredite an Private aber auch an Firmen sind z.T. mehrfach abgesichert (vgl. Basel Regelungen), wo also ist Dein Problem?

    Sollte es tatsächlich zu Ausfällen bei der Rückzahlung von Krediten kommen und der Kreditnehmer meldet Bankrott bzw. Insolvenz an, und es ist nichts mehr zu holen (vom Gerichtsvollziehr) , so schreibt die Bank diese Ausfälle von der Steuer ab. Geschädigt wird der Staat (also wir alle) mit weniger Steureinnahmen. So what?

    bekir:
    „Das ist noch kein Verlust, denn sie hat ja die Rückzahlungs-Forderung gegen den Kreditnehmer. Fehlt dessen Rückzahlung bei Fälligkeit allerdings immer noch, (d.h. fällt die Tilgung endgültig aus, weil der Kreditnehmer pleite ist), dann hat sie diesen (Substanz-)Verlust endgültig und muss ihn auch als solchen buchen. “

    vgl. oben, ein Scheineinwand

    Geht eine Bank trotzdem mal pleite (wie derzeit zwei Banken in Italien ) , so haften neuerdings die Bankkunden (bail-in), bzw. der Staat, d.h,. wir alle hilft per bail out . So what?

    Kredite an Staaten (die sind unbesichert, also keine Kosten für Besicherung oder Kreditprüfung ) werden einfach durch Neu-bzw. Höherverschuldung ausgeglichen und die Kredit Spirale (zusammen mit den Geldschöpfungsgewinnen) dreht sich immer höher.
    Wie man z.B. an Griechenland sieht, werden die Risiken der Überschuldung von Staaten auf die Steuerzahler in der EU übertragen und die Rückzahlungen an die privaten Banken bis heute von der (bankenhörigen) Politik organisiert, auf Kosten des griechischen Volkes. ein gigantischer Betrug an den Menschen!
    Für die (kreditgebenden und damit buchgeldschöpfenden) Banken die a b s o l u t e win/win Situation.
    Die Arschkarte bei diesem Spiel hat (wie immer!) die Masse der arbeitenden bzw. Steuern bezahlenden Bevölkerung!

  8. Du kannst nicht ganz unterschiedliche Probleme in einen Topf packen und dann „Vollgeld ist die Lösung“ draufschreiben.

    a) Die evtl. Abschaffung von Bargeld ist tatsächlich ein Macht- und Abhängigkeitsproblem zwischen Banken und Kunden. Norbert Häring ist ein sehr kompetenter und sehr bekannter Warner vor diesen Bestrebungen. Da aber selbst ein Vollgeld-System als bargeldlose Variante denkbar wäre, wirst du von ihm eben keine Lobpreisungen des Vollgeldes hören. Ein bargeldloses Vollgeld-System würde nämlich auf einen Pleite-Schutz für Bankkunden zielen, während dagegen die Bargeld-Verteidiger vorwiegend die politische und ökonomische Durchleuchtung, Kontrolle und Manipulation der Bankkunden fürchten sowie (aufgrund der dann monopol-artigen Machtstellung) eine Abzocke in Form steigender Gebühren.

    b) Der Staat Griechenland hat ein Schuldenproblem, für das die Gläubiger eine Heranziehung seiner Bürger fordern und erzwingen. Die von dir angeführten Abhebungsbeschränkungen sind dabei das kleinere (und zudem ein eh nur temporäres) Problem. Schlimmer sind die Rentenkürzungen: eine fortlaufende, entschädigungslose Enteignung der kleinen Leute, die sowieso immer häufiger ihre arbeitslosen Kinder und Enkel mitversorgen müssen. Wogegen die großen Vermögen auffällig geschont werden, was die Troika der griechischen Regierung immer wieder heuchlerisch vorwirft. Denn die griechischen Reichen parken ihr Geld auf deutschen und französischen Banken, die den griechischen Finanzbehörden aber nur unzureichend Auskünfte erteilen.
    Gerade am warnenden griechischen Beispiel kannst du dir am besten ausmalen, dass auch eine in Vollgeld ausgezahlte Rente die Eliten nicht daran hindern würde, anstehende Opfer den Kleinen aufzuhalsen und die Großen zu schonen.

    Dafür siehst du weiterhin ein Grundproblem, wo keines ist: Den vermeintlichen Goldesel der Banken hat nämlich in stark vereinfachter Form jeder von uns.
    Beispiel: Ein betuchter Handwerker hat genug auf dem Giro, eingehende Kundenzahlungen schiebt er sofort aus Sparkonto. Wer er jetzt einem Kunden die fällige Rechnung einen Monat stundet, gibt er ihm einen Kredit. Der Kunde bekommt zwar kein Geld – aber Geld, das eigentlich von seinem Girokonto an den Handwerker und auf dessen Sparbuch geflossen wäre, bleibt beim Kunden und kann einer anderen Ausgabe dienen. Bei sofortiger Zahlung und Anlegung auf dem Sparbuch des Handwerkers wäre die umlaufende Geldmenge nach den Regeln der Bundesbank um den Rechnungsbetrag gesunken, durch den Aufschub eben nicht. Mit Aufschub (Kredit) dieses Handwerkers hat Deutschland also einen Monat lang eine höhere Geldmenge als ohne Aufschub – der klassische Fall einer Geldschöpfung.
    Hier gehen bei dir die Alarmlampen an und du argwöhnst, dass durch die Tilgung (d.h. die nach Stundungs-Ablauf nachgeholte Zahlung) der Kreditgeber (hier: der Handwerker) ungerechtfertigt bereichert werde. Dass zur Kreditgewährung (Geldschöpfung) unweigerlich die spätere Kredittilgung (Geldvernichtung) gehören muss, wenn der Kreditgeber nicht drauflegen soll, das willst du einfach nicht wahrhaben.

    Klar, die Bank muss keine Backsteine liefern, sondern „nur“ Papiere und Buchungssätze machen. Aber auch ein Software-Hersteller liefert nur eine popelige DVD und verlangt „alleine“ für das Draufbrennen popeliger Bits & Bytes viele Hundert Euros! Die Welt ist so einfach, wie man sie sich macht – aber halt nur im eigenen Kopf.

    „Vollgeld betrifft nur die Girokonten der Leute und deren Garantie durch die Zentralbank, Vollgeld betrifft nicht die Sparkonten. W o also ist Dein Problem?“

    In normalen Zins-Zeiten hat Otto Normalverbracher auf dem Girokonto max. einen Monatslohn bzw. eine Monatsrente. Jederzeit abziehbar, wenn es Wolken am Horizont der Bank gibt und garantiert durch die gesetzliche Einlagensicherung, die du bisher immer kleingeredet hast und inzwischen völlig ignorierst, Zitat:
    „Die Girokonten der Leute sind derzeit nicht garantiert, es handelt sich lediglich um einen Rückzahlungsanspruch des Girokonteninhabers an die Bank.“

    Manchmal haben auch kleine Leute mehr Geld auf Sparkonten als auf dem Girokonto. Als Notgroschen, für die Eigentumswohnung im Alter oder um das klapprige alte Auto ersetzen zu können. Für mich zählen die nicht zu den Großen und Reichen, die sich selber schützen sollen. In Zeiten höherer Inflation und damit höherer Zinsen schieben sie ihr Geld nicht aus Gier auf Sparkonten, sondern um mit den Zinsen wenigstens die Inflation zu umgehen, die bei einer auf viele Jahre hinaus nötigen Sparphase sonst erheblich an der Substanz des Ersparten nagt.

    Dein Vollgeld schützt sie aber nicht; es schützt lieber (über die bereits hohen Obergrenzen der heutigen Einlagensicherung hinaus) alle Girokonten-Besitzer, auch wenn dort Millionen eingehen, bei denen Geldwäsche zu befürchten, aber nicht zu beweisen ist.

  9. bekir
    “ a) Die evtl. Abschaffung von Bargeld ist tatsächlich ein Macht- und Abhängigkeitsproblem zwischen Banken und Kunden. “

    Problem erkannt.

    bekir: „b) Der Staat Griechenland hat ein Schuldenproblem, für das die Gläubiger eine Heranziehung seiner Bürger fordern und erzwingen. Die von dir angeführten Abhebungsbeschränkungen sind dabei das kleinere (und zudem ein eh nur temporäres) Problem. Schlimmer sind die Rentenkürzungen…“
    Niemand hat das Gegenteil behauptet
    Alle westlichen Industrienationen haben ein Schuldenproblem (die einen mehr, die anderen weniger) .
    Ich wollte Dir nur klarmachen daß die Banken (nicht nur in Griechenland) nicht mal die Girokontenguthaben ihrer Kunden auszahlen können, wenn es darauf ankommt.

    Du hast es aber nicht verstanden:

    bekir.“ In normalen Zins-Zeiten hat Otto Normalverbracher auf dem Girokonto max. einen Monatslohn bzw. eine Monatsrente. Jederzeit abziehbar, wenn es Wolken am Horizont der Bank gibt und garantiert durch die gesetzliche Einlagensicherung,“

    Da haben die Griechen (aber auch die Cyprioten) völlig andere Erfahrungen gemacht.
    Deine Vorstellung von Einlagensicherung ( angeblich 100 000 Euro sicheres Geld) pro Kunde bzw. pro Konto ist schlicht eine Fehlvorstellung und Fehlbehauptung, eine fromme Lüge von der Du Dich verabschieden solltest . Völlig unrealistisch und wirklichkeitsfremd.

    bekir:
    „Mit Aufschub (Kredit) dieses Handwerkers hat Deutschland also einen Monat lang eine höhere Geldmenge als ohne Aufschub – der klassische Fall einer Geldschöpfung.“

    Grober Unsinn, sorry. Dein Beispiel geht völlig fehl!

    Die Buchgeldschöpfung der Banken ist lediglich an die Ausgabe, dem Anschreiben bzw. „Gewähren“ von Kredit gebunden.

    Ausser ein paar mouseclicks, dem Einsammeln von Sicherheiten ( bei Privaten und Firmen) und dem millionenschweren Verdienen an der Geldschöpfung via „Fristentransformation“ tut die Bank doch nichts, sie erbringt keine wertschöpfende Gegenleistung, wie in Deinem Handwerker Beispiel!
    Bei Krediten an den Staat unterbleibt sogar jegliche Sicherheitsprüfung. Das bedeutet : unglaublich leicht und locker verdientes Geld der Banken für Ausgabe mit Zinsen, Kosten und Tilgung (mithin der Seignorage) eines Kredits an den Staat für die beteiligten privaten Banken!
    W o bitteschön ist denn da die „Arbeit“, Wertschöpfung bzw. Leistung der Banken, die derzeit mit Geld für 0% Zinsen von der EZB gefüttert werden?

    Dein Handwerker im Beispiel hat primär keinen Kredit gewährt, kein Buchgeld geschöpft.
    Der hat zunächst eine echte handwerkliche Leistung erbracht (Wertschöpfung!!) und das Geld für diese Arbeitsleistung stundet er seinem Kunden für einen Monat. So what?

    Das gerade ist n i c ht der „klassische Fall einer Geldschöpfung“ wie Du irrenderweise schreibst.

    Die Bank erbringt doch keine echte Leistung, wenn sie Geld schöpft via Kreditvergabe! Sie leistet doch nichts Wertschöpfendes , wenn sie z.B. dem Staat „Kredit“ gewährt, die Bank schreibt diesen Kredit einfach an, kassiert dafür Zinsen, Gebühren und Tilgung und verschafft sich damit temporäre Millionen Einnahmen (Seignorage) via dem Geldschöpfungsprivileg, was private Banken leider und ungerechterweise haben und was Du zum Wohle der Banken immer noch verteidigst!
    Erst die Leute die echt arbeiten, für ihr Geld , die z.B.. aus diesen von den Banken locker geschöpften Kreditgeldern z.B. für ihre tägliche Arbeit/Dienstleistungen bezahlt werden, erst diese Leute e r a r b e i t e n das Geld und kriegen es in der Regel auf ihrem Girokonto (z.B. monatlich) gutgeschrieben!

    Und genau diese Leute (die arbeitende Bevölkerung) haben die Arschkarte wenn sie ihr hart verdientes Geld vom Konto holen wollen. Vgl. Griechenland!

    Die Banken benutzen auch die Girokontensalden zur täglichen Abdeckung ihrer Verbindlichkeiten per Giroabgleich z.B. aus Kreditvergabe.
    Die Banken benutzen also dieses Geld der Kunden für ihre Zwecke um z.B. per „Fristentransformation“ locker und ohne Wertschöpfung , jede Menge Kohle zu machen. Und exakt dieser Betrug muß mit Vollgeld unterbunden werden.

    Vom wallstreet Casino und Hochfrequnz Handel mancher Großbanken mal nicht zu reden.

    Es geht nicht an, daß sich die Banken die Girokontenbestände ihrer Kunden „temporär“ aneignen, das ist genau besehen ( derzeit noch) , legaler Betrug.

    bekir:
    „Manchmal haben auch kleine Leute mehr Geld auf Sparkonten als auf dem Girokonto. Als Notgroschen, für die Eigentumswohnung im Alter oder um das klapprige alte Auto ersetzen zu können. Für mich zählen die nicht zu den Großen und Reichen, die sich selber schützen sollen“.

    Für mich auch nicht. Wie aber jeder weiß bekamen diese Leute in den letzten Jahren auf ihrem Sparbüchlein , bzw. dem Sparkonto nicht mal den Inflationsausgleich. So what?

    @bekir und Georg
    Es geht in unserer Diskussion doch letzlich da darum, daß hier in FB (unter völliger Mißachtung der Realität, weil wir nun mal k e i n e Freiwirtschaft mit Bodenreform also Freiland und Freigeld haben!!)) eine Bargeldgebühr und Minuszinsen gefordert werden und Vollgeld (da wird die Macht und das Kredit/Buch/Geldschöpfungsmonopol der privaten Banken gebrochen) mit Spott oder halbseidenen Argumenten (wie es gäbe überhaupt keine Buchgeldschöpfung der Banken, oder Dein o.g. Beispiel eines Handwerker Zahlungsaufschubs, als Buchgeldschöpfung verkannt) abgelehnt .

    Klare Vollgeld Argumente z.B. hier:
    http://www.vollgeld-initiative.ch/

  10. „Kredite an Private aber auch an Firmen sind z.T. mehrfach abgesichert (vgl. Basel Regelungen), wo also ist Dein Problem?“

    Ich mache mir keine Sorgen um die Absicherung der Banken, sondern verweise nur zum x-ten Male darauf, dass die Banken die Absicherung der Tilgungsrückflüsse nicht aus Spaß oder pro forma machen – und auch nicht, um einen Profit zu sichern, sondern um ihre Substanz und damit nackte Existenz abzusichern.

    Denn Tilgungen sind noch kein Gewinn, sondern erst der Zins (für den natürlich auch mit abgesichert wird). Banken können eben nicht per Geldschöpfung sich reich machen und auf Tilgungen verzichten oder Tilgungen als Zusatz-Gewinn betrachten. Um den drohenden Substanz-Verlust bei Tilgungsausfall zu verhindern, sind sie überlebensnotwendig darauf angewiesen, die bestellten Sicherheiten ggf. zu verwerten.

    In meiner Welt können Banken pleite gehen, wenn Tilgungen ausfallen und es sind deswegen auch schon Banken pleite gegangen; andere sind nur durch Almosen aus Steuergeld vor der Pleite gerettet worden.

    In deiner Welt haben Banken einen Geldesel, der per simpler Einbuchung Geld ausspuckt, das die Bank behalten darf, so dass sie wie König Midas, alles was sie anfasst zu Gold machen kann. Pleite-Banken dürfte es in deiner Welt nicht geben, weswegen du leider bei wichtigen Fragen (Hyper-Inflation aufgrund hemmungslosen „Gelddruckens“?) nur mit einem wortreichen Schweigen antworten kannst.

  11. „Denn Tilgungen sind noch kein Gewinn, sondern erst der Zins (für den natürlich auch mit abgesichert wird)“

    Falsch, Tilgungen sind die Basis für die Seignorage Einnahmen der Banken, hier auf FB schamhaft als „Fristentransformation“ verschleiert, welche sich durch den

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfungsmultiplikator

    vervielfachen!
    bekir:
    „in deiner Welt haben Banken einen Geldesel, der per simpler Einbuchung Geld ausspuckt, das die Bank behalten darf, ..“

    W o r a u f beruht diese Deine erneute Fehleinschätzung (neben der, daß ein Handwerker mit seiner Arbeit und Rechnungsstundung angeblich “ klassische Buchgeld Schöpfung betreibe“ meiner Argumente?
    Zitier doch mal!

    Argumente sind gefragt, nicht haltlose Vorwürfe.

    Wie katastrophal z.B. die hier propagierte Bargeldgebühr(zum Nutzen der Banken) sich auswirken kann sehen wir bei der jüngst durchgezogenen Eindämmung des Bargelds in Indien, zum Nutzen von wem wohl?

    http://norberthaering.de/de/27-german/news/746-washington-und-indiens-bargeld

    „Jede international tätige Bank ist durch die USA erpressbar, weil der Lizenzentzug für das Dollar- und US-Geschäft dem Ruin gleichkommt. Man denke nur an die Deutsche Bank, die monatelang mit dem Finanzministerium der USA darüber verhandeln durfte, ob sie nun 14 Milliarden Dollar Strafe bezahlt und Pleite geht, oder mit sieben Milliarden davonkommt, und es überlebt. Wenn man die größten Banken jedes Landes in die Pleite treiben kann, dann kann man natürlich auch Macht über deren Regierungen ausüben. Diese große Macht über das (digitale) Finanzsystem gibt es schon heute. Je weniger Bargeld es gibt, desto größer und besser ist sie gegen Ausweichreaktionen abgesichert.“

    Ich bringe dies nur, damit auch dem letzen Mohikaner endlich klar wird, w e m die Eindämmung bzw. Abschaffung des gesetzlichen Zahlungsmittel Bargeld zugunsten des nur „Zahlungsversprechen“ einer Bank beim Girokonto n ü t z t und warum dadurch die Seignorage Milliardengewinne (per „Fristentransformation“ und dem Geldschöpfungsmultiplikator ) der privaten Banken befeuert werden. Etwas was Du leider nicht verstehen willst, wiewohl von mir mehrmals erklärt.

    Ansonstenleider keine Auseinandersetzung mit den Argumenten der Vollgeldinitiative.

    P.S. bei N. Häring gefunden:
    http://norberthaering.de/de/buchtipps/28-rezensionen/610-peukert-ueber-otte

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