War Martin Arnold wirklich in einer Schulung? Handystandorte könnten widersprechen

Die Staatsanwaltschaft Heilbronn beschreibt 2012 in ihrem Ermittlungsbericht zum Heilbronner Polizistenüberfall, dass die Polizisten Michele Kiesewetter und Martin Arnold am 25.04.07 von 12:30 bis 13:30 eine Schulung besuchten und kurz darauf beim Pausemachen um 14:00 überfallen wurden. Die Vortatzeit ist von großer Bedeutung – die Rekonstruktion der Staats-anwaltschaft steht jedoch im Widerspruch zu den Standorten des privaten Handys von Martin Arnold. Eine interessante Recherche von „nachdenkerin“, Mitglied im Arbeitskreis NSU, regte mich zu eigenen Nachforschungen an, die ihre Arbeit abrunden könnten.

Es handelt sich um folgende Darstellung der Staatsanwaltschaft Heilbronn, die im Folgenden widerlegt scheint.

„Nach einer Schulungsveranstaltung auf dem Polizeirevier Heilbronn verließ die Streifenbesatzung KIESEWETTER/ARNOLD zwischen 13.30 – 13.45 Uhr mit ihrem Streifenwagen, einem BMW 5er-Kombi, GP-3464, das Polizeirevier Heilbronn.“

Es folgt eine Übersicht der unterschiedlichen Handy-Standorte, entnommen aus demselben (!) Ermittlungsbericht der Staatsanwaltschaft:

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Die Daten legen nahe, dass sich die Wege der beiden Polizisten gegen Mittag trennten.

Michele Kiesewetter fährt tatsächlich mittags zum Polizeipräsidium in der John F. Kennedystraße. An diesem Standort benützte sie um 12:15 ihr Handy. Eine Minute davor um 12:14 buchte sich Arnolds Handy in der  2,7 Kilometer entfernten Moltkestraße ins Netz ein.

„Arnold wählte sich um 12:14 Uhr in der Moltkestraße, Hotel „Götz“ ein. Eine Minute  [später] erfolgte eine Einwahl von Kiesewetter in der 2,7 Kilometer entfernten John-F.-Kennedy-Straße. Beide Punkte liegen gem. Google 7 Fahrtminuten entfernt.“ (nsu-leaks, nachdenkerin)

Unterschiedliche Sendemasten alleine sind noch kein endgültiger Beweis verschiedener Aufenthaltsorte der Polizisten. Es könnte sein, dass Arnolds Handy sich während der gemeinsamen Fahrt ins Polizeipräsidium in der Moltkestraße ins Netz einbuchte und währenddessen dergleiche Sendemast auf eine andere Antenne umschaltete. Als Kiesewetter eine Minute später ihr Handy benützte, könnte sie schon im Bereich des anderen Sendemasten eingefahren sein.

Dagegen spricht jedoch die große Distanz von 2,7 Kilometern zwischen Moltkestraße und John-F.Kennedystraße sowie das geringe Zeitfenster von einer Minute die Distanz zu überwinden. Laut Bundesnetzagentur befinden sich auch mehrere andere Sendemasten zwischen den beiden Straßen, der Stand ist jedoch 2015. 

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Ein neuer Standort (Sendemast) wird nur dann zwingend vergeben, wenn ein neues Gespräch angefangen wird.  Das heißt, dass nur der Zeitpunkt der ersten Einbuchung über den Standort zuverlässig Auskunft gibt.

„Geht ein Kunde in einer Großstadt durch die Straßen, so werden in der Regel nach wenigen hundert Metern schon andere Sendemasten genutzt als noch kurze Zeit zuvor.“ (teltarif)

Der Beweis unterschiedlicher Aufenthaltsorte der Polizisten könnte trotzdem erbracht sein.

Das Handy von Arnold buchte sich um 12:23 Uhr in der Heilbronner Südstraße ein! Das könnte heißen, dass Arnold dort im Umkreis weniger hundert Meter gewesen war. Die John F. Kennedystraße, wo sich Kiesewetter zu der Zeit befand, liegt mehr als 1 Kilometer von der Südstraße entfernt.

Abermals benützte das Handy von Martin Arnold den Sendemast in der Südstraße und zwar um 13:20!  In der Zeit hätte er aber mit Kiesewetter eine Schulung in der John-F-Kennedystraße besucht. 

Ob Kiesewetter an der angegebenen Schulung teilnahm ist zweifelhaft. Laut Aussage einer Kollegin hätte die Schulung bereits am Vormittag begonnen und wäre zur Mittagszeit beendet worden. Sie hätte Kiesewetter dort gesehen. Am Vormittag war jedoch Kiesewetter laut Handydaten in Heilbronn auf Streife. 

Polizistenmord Kiesewetter: Widersprüchliche Darstellung der Staatsanwaltschaft Heilbronn zur Schulungsveranstaltung

http://friedensblick.de/16397/polizistenmord-kiesewetter-kollegen-widersprechen-staatsanwaltschaft-heilbronn/

Die Frage ist, warum die Staatsanwaltschaft Heilbronn den Sachverhalt falsch darstellen sollte. Was sollte vertuscht werden? Auf der anderen Seite bestätigte Martin Arnold noch im NSU-Prozess Anfang 2014, dass er in einer Schulung mit Kiesewetter gewesen sei.

Davor oder danach seien sie beim Bäcker gewesen und dann nochmal ins Revier gefahren. Dort seien sie in der Anzeigenerstattung nach Heilbronner Standard eingewiesen worden. Dann seien sie zielstrebig zur Theresienwiese gefahren und hätten sich zum Verteiler-Häuschen gestellt.“ (nsu-watch)

Laut Aussagen der Verkäufer wären Kiesewetter und Arnold in ihrer Bäckerei zwischen 11:00 und 11:30 einkaufen gewesen. Ein Abstecher zur Bäckerei „davor oder danach“ kann also die Ungereimtheit nicht erklären.

45 Gedanken zu „War Martin Arnold wirklich in einer Schulung? Handystandorte könnten widersprechen“

  1. Das Polizeirevier in der John-F-Kennedy-Straße befindet sich aber auch in der Funkzellenbereich des Funkturms in der Südstraße.

    http://fs1.directupload.net/images/150525/vshw7l2p.jpg

    Zitat:
    Ein neuer Standort (Sendemast) wird nur dann zwingend vergeben, wenn ein neues Gespräch angefangen wird.

    Ein eingeschaltetes Handy meldet sich auch dann bei einem Funkmast an, wenn aktuell kein Gespräch führt.
    Die „Location Area“ wird auch im Standby (Handy auf Bereitsschaft, aber nicht im aktiven Gebrauch) regelmäßig aktualisiert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/GSM-Ortung

    Eine Bäckerei Kamps befindet sich übrigens in unmittelbarer Nähe des Funkmastes in der Moltkestraße. Dort war Arnolds Handy eingeloggt.
    Das selbe Gebiet wird aber ebenfalls von dem Funkmast in der Paulinenstraße abgedeckt, wo Kiesewetters Handy eingeloggt war.

    Das D-Netz GSM-900 MHz hat nunmal eine Reichweite die über WLAN deutlich hinausgeht.
    Die 1200 Meter Entfernung zwischen Polizeirevier und Funkturm in der Südstraße ist daher ebenso wenig ein Problem wie die Entfernung zwischen Moltkestraße und Paulinenstraße.

    1. Ich bin kein Experte, aber ich verstehe das System so, dass bei Benützung des Handys immer der nächstgelegene Sendemast benützt wird. Daher ist die Frage, warum Arnolds Handy den Sendemast in der Südstraße benützte und nicht den in der John F. Kennedystraße.

        1. Zitat:
          … der Standort (Südstraße) wurde auch fast eine Stunde nicht aktualisiert.

          Weil sich Martin Arnold nicht aus dieser Funkzelle heraus bewegte.
          Das ist sehr einfach zu erklären, wenn man einfach annimmt, dass er sich im Polizeirevier bei der Schulung befand.
          Die These von fatalist, wonach Kiesewetter und Arnold getrennt waren und Arnold nicht im Polizeirevier war, ist in diesem Punkt ist schlicht und einfach falsch.

          Laut Schulungsunterlagen war Martin Arnold bei der Schulung.
          Laut Zeugennaussage von Steffen Jahnke war Arnold bei der Schulung.
          Laut Zeugenaussage von martin Arnold selber war er (Martin Arnold) bei dieser Schulung.

          Die Handydaten widersprechen dieser Darstellung *nicht*, weil die Funkzellenbereiche die Orte/Gebiete abdecken.
          Funkzellen sind keine Punkte, sondern ziemlich große Kreise, die sich überschneiden.

          1. Martin Arnold bewegte sich nicht aus dieser Funkzelle heraus, aber er benützte zweimal sein Handy! Meine Annahme ist, dass der nächstgelegene Sendemast benützt wird, wie bei Kiesewetter es auch der Fall war. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dieser Sendemast gerade überlastet war.

      1. Zitat:
        Ich bin kein Experte, aber ich verstehe das System so, dass bei Benützung des Handys immer der nächstgelegene Sendemast benützt wird.

        Deine Annahme ist falsch.

      2. Zitat:
        ich verstehe das System so, dass bei Benützung des Handys immer der nächstgelegene Sendemast benützt wird.

        Kommentar:
        Siehe dazu ein Zitat aus der neu veröffentlichten Akte „hn-handys-mit-balitsch.pdf“, Seite 7:

        Zu dem Einlogg-Zeitpunkt 15:26 Uhr und der örtlichkeit Europa-Platz ist anzumerken, dass sich das Handy KIESEWETTER -nach Rücksprache mit KOK
        Fink (Kriminaltechnik PD HN)- um diese Uhrzeit noch definitiv am Tatort Theresienwiese befunden hat (bis mind. 17.30 Uhr). Die Einbuchung erfolgte sehr
        wahrscheinlich nachdem der am Tatort anwesende Zugführer der BFE Herr Barthel
        (phon.) das Handy KIESEWETTER angewählt hat. Aufgrund Überlastung näher gelegener Funkmasten hat sich das Mobilfunktelefon dann im Bereich Europa-Platz
        eingeloggt.
        [Zitat Ende]

        nochmal:
        „Aufgrund Überlastung näher gelegener Funkmasten hat sich das Mobilfunktelefon dann im Bereich Europa-Platz
        eingeloggt.“

        Also wird nicht immer nur der nächstgelegene Funkmast benutzt.

        Entfernung zwischen dem Handy auf der Theresienwiese und dem Funkmast am Europaplatz: 1332 Meter

        Also ist die von mir angenommene Reichweite von 1500 Metern doch plausibel und dass die Einbuchung nicht notwednigerweise immer im nächstgelegenen Funkmast mit dem stärksten Signal erfolgt ist ebenfalls bestätigt.

        1. Ja, aber befand sich denn ihr Handy wirklich dort an der Theresienwiese? Warum ruft der Vorgesetzte überhaupt das Handy der tot vor ihm liegenden Kiesewetter an? Es wäre doch gut sichtbar neben ihr gelegen! Wurde es etwa dort (in der Theresienwiese) gar nicht gefunden?

          1. Zitat:
            Ja, aber befand sich denn ihr Handy wirklich dort an der Theresienwiese?

            Kommentar:
            Siehe Akte „hn-handys-mit-balitsch.pdf“, Seite 10:
            Auch das von Michele KIESEWETTER mitgeführte private Mobiltelefon mit der
            Rufnummer 0160/94760048 konnte durch die PD Heilbronn, Dezernat 42 sichergestellt
            werden.

            Zitat:
            Warum ruft der Vorgesetzte überhaupt das Handy der tot vor ihm liegenden Kiesewetter an? Es wäre doch gut sichtbar neben ihr gelegen!

            Kommentar:
            Vielleicht hat er Kiesewetter wegen des Blutes nicht erkannt und hat einen Kontrollanruf gemacht.

            Siehe verpasster Anruf (von Privathandy von Thomas „Tom“ Bartelt [49 179 6951437] zu dem Privathandy [Nokia 6111, 49 160 94760048] von Kiesewetter ) am 25.04.2007 um 15:34:23 Uhr.
            „verpasster Anruf“ kann bedeuten:
            a) das Handy von Kiesewetter war zu dem Zeitpunkt ausgeschaltet, etwa weil der Pin des Akkus gebrochen war.
            b) niemand nahm den Anruf an, obwohl das Handy klingelte
            c) die Sim-Karte war dem Handy entnommen worden, also klingelte das Handy auch nicht.

  2. „“Arnold wählte sich um 12:14 Uhr in der Moltkestraße, Hotel „Götz“ ein. Eine Minute [später] erfolgte eine Einwahl von Kiesewetter in der 2,7 Kilometer entfernten John-F.-Kennedy-Straße. Beide Punkte liegen gem. Google 7 Fahrtminuten entfernt.” (nsu-leaks, nachdenkerin)“

    Wenn sich Arnolds Handy dort einwählte, bedeutet das nicht, dass er auch exakt dort und direkt dort vor Ort war. Das kann auch auf halben Wege zu diesem Einwahlpunkt in oder weg geschehen sein.
    Gleiches gilt für Kiesewetters Handy. Zu rechnen ist also nicht mit 2,7 km Entfernung sondern jeweils Luftlinie zwischen den Einwählstationen und deren Grenzen.

    Dann sieht die Sache schon völlig anders und erklärbarer aus.

    Kiesewetters (Dienst)Handy:
    „12:04 Uhr Heilbronn, Mannheimer Straße/Paulinenstraße“
    Weg bis zum Polizeirevier (wo die Dienstbesprechung. laut Staatsanwaltschaft von 12.30 bis 13.30 stattgefunden hat)
    von dort , sind ohne Halt , rund 10 Minuten.
    Auf dem Weg zum Revier Einwahl von Arnolds Handy um 12.14. (Moltkestrasse) , was ohne weiteres aauch ca. 500 m südlich (Richtung Polizeirevier, J.f. Kennedy Str. ) gewesen sein kann.
    Dann Einwahl von Kiesewetters Handy um 12.15 wo die beiden dann z.B. ( ca. 500 m nördlich vom Polizeirevier, wo dann ab 12.30 für ca. 1 Stunde, dann die Besprechung war) , entfernt gewesen sein konnten.
    Somit ist das Ganze kein Beweis dass K. und Arnold nicht zusammen mit dem Streifenwagen zum Polizeirevier fuhren, zudem die sms von Kiesewetter an M.Balitsch um 13.29 ( „Martin nervt jetz schon voll rum“) beweist, dass Arnold zumindest gegen 13.29 mit Kiesewetter im Revier bzw. im Auto war.

    Alles in allem, denke ich, man sollte die Kirche im Dorf lassen weil stark anzunehmen ist, dass Kiesewetter und Arnold an jenem Tage ab 10.00 zusammen im BMW unterwegs waren.

    Klar ist für mich allerdings , dass es nicht die beiden Uwes waren die in Heilbronn mordeten.

    1. Zitat:
      zudem die sms von Kiesewetter an M.Balitsch um 13.29 ( “Martin nervt jetz schon voll rum”) beweist, dass Arnold zumindest gegen 13.29 mit Kiesewetter im Revier bzw. im Auto war.

      Diese Nachricht schickte Kiesewetter aber um 10:29 Uhr ab.
      Siehe die Uhrzeit in der Spalte rechts daneben.
      https://sicherungsblog.files.wordpress.com/2015/05/11.jpg?w=620

      Bei dem Rest deines Beitrages stimme ich mit dir überein.
      Allerdings kann man die Entfernungen noch schärfer formluieren.
      Angenommen, die Funkzellenreichweite beträgt 1500 Meter.
      Man befindet sich nun am südlichen Ende und damit am nächstgelegenen Punkt der (nördlichen) Funkzelle in Bezug auf des Polizeirevier.
      An diesem Ort kann man sich bereits auch in die südliche Funkzelle einloggen, weil es dort Überschneidungen gibt.
      Die tatsächliche Entfernung zwischen den jeweiligen Funkzellen ist also nicht „500 Meter“, sondern sogar kleiner als Null Meter.
      An irgendeinem geeigenten Ort im Überlappungsbereich kann das Handy zur anderen Funkzelle umswitchen, abhängig von der Signalstärke (abhängig von Gebäuden im direkten Weg zwischen Handy und Funkmast) und auch abhängig von der aktuellen Auslastung des Funkmastes.
      Sollte ein Funkmast aktuell voll ausgelastet mit Gesprächsteilnehmern sein, dann übernimmt einfach ein anderer Funkmast, der das selbe Gebiet auch überlappt.
      Damit es erst gar nicht zu einer Überlastung eines Netzbereiches kommt, wird eine Lastverteilung angestrebt, so dass man bereits bei hoher Last eines Funkmastes neue Mobilgeräte auf andere Funkmasten zu verteilen versucht, sofern genug Redundanz (also weitere Funkmasten im selben Gebiet) vorhanden ist.
      Dadurch ist erklärt, warum sich Personen, die ganz nah beienander stehen, dennoch bei verschiedenen Funkmasten eingeloggt sein können.

      1. @Bolko
        Ja, ich vergass die sms sind ja 3 Std. rückzudatieren, bzw. das steht da j im link explizit.
        Zeigt also, dass Arnold mit Kiesewettter gegen 10.29 (Dienstbeginn war 10.00 Uhr) Streife fuhr und dies dann wohl bis zu den Ereignissen, inkl. Schulung mittags.

        Die 500 m waren so eine Hausnummer von mir, bin kein Experte. Stimme somit voll mit Dir überein.

  3. da waren 5 Sendemasten dazwischen.

    hxxps://sicherungsblog.wordpress.com/2015/05/25/teil-5-kiesewetter-und-arnold-waren-definitiv-nicht-gemeinsam-bei-der-angeblichen-schulung/

    Um der nächsten Desinfo gleich im Voraus den Zahn zu ziehen: Die Karte der Antennen dort ist der Stand Ende 2006.

    Georg, aufpassen, der Staatsschutz ist überall…

    1. Zitat:
      Um der nächsten Desinfo gleich im Voraus den Zahn zu ziehen: Die Karte der Antennen dort ist der Stand Ende 2006.

      Kommentar:
      Da irrst du dich.
      Dein Fehler:
      Du hast die Checkbox „kein Datum-Auswahl“ angehakt.
      Der Haken muss dort weg. Erst dann wird das Datum ausgewählt.

      Außerdem haben meine Kommentare rein gar nichts mit „Desinfo“ zu tun.

      Es verhält sich vielmehr so:
      Die von mir benannten Dinge (Fakten) passen nicht zu deiner Theorie.
      Anstatt aber deinen Standpunkt mal zu überdenken und evtl auch mal einzugestehen, dass du hier oder da auch mal ein kleines bisschen falsch liegst, müssen natürlich alle diejenigem, die dir widersprechen, allesamt Desinformanten sein.

      Wir stehen alle auf der selben Seite.
      Du leistest gute Arbeit und bringst du Sache voran.
      Dennoch solltest du nicht alles abblocken, was dir nicht in den Kram passt.

  4. Es geht nicht um mich, da hast Du was falsch verstanden. weder nachdenkerin noch frau moh sind fatalist.

    aber sehr aufschlussreicher Kommentar, weil er kam wie aus der Pistole geschossen. Lässt tief blicken.

  5. Ich wüsste auch mal gerne die tatsächliche Reichweite der GSM-Funkzellen in Heilbronn.
    Da ich die nicht kenne, habe ich 1500 Meter angenommen, weil das plausibel ist.
    Die theoretische technische äußerste Reichweite im GSM-Netz beträgt 35 km:

    “ Im Freien sind bei Sichtkontakt teilweise bis zu 35 km erreichbar“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Global_System_for_Mobile_Communications

    Nur weil einem solche Tatsachen die schöne (aber dennoch falsche) Theorie kaputt machen, bin dann also ich der Buh-Mann?
    Die Theorie, wonach Arnold und Kiesewetter getrennt waren, ist nicht haltbar und schon gar nicht mit diesen Funkzellen und T-Mobile-Tabellen beweisbar.
    Das führt in eine Sackgasse und man diskreditiert sich nur selber.
    Ihr könnt aber trotzdem so weitermachen, wenn es euer EGO nicht zulässt, auch mal Fehler einzugestehen.
    Fragt sich halt nur, was das dann werden soll, wenn man eine falsche Spur propagiert?
    Wer ist denn dann der tatsächliche Desinformant?
    Naaaa?

    Die Aufdröselung von Nachdenkerin ist wirklich sehr gut, denn dadurch sind die diversen Zeitverschiebungen geklärt worden.
    Als Schlussfolgerung dann aber eine Trennung zwischen Arnold und Kiesewetter zu „erkennen“, das ist schlicht falsch.
    Der Irrtum resultiert aus der Größe und Technik der Funkzellen, die eben größer sind und anders umschalten als manch einer vermutet.

    Damit eure neue Theorie wasserdicht wird, müsste ihr erst noch die tatsächliche Reichweite der Funkmasten belegen, die dann auch noch so klein sein muss, dass das Polizeirevier nicht mehr vom Funkmast in der Südstraße erfasst werden kann.
    Wenn ihr das schafft, dann habt ihr mich überzeugt.

  6. Ich finde es sehr gut, wenn man die Akten bis ins Detail analysiert und dann eine neue Theorie formuliert.
    Diese Theorie stellt man dann zur *Diskussion* und hört sich an, was andere dazu zu sagen haben.
    An diesem Punkt (der Diskussion) aber führen wir beide anscheinend getrennte Wege, denn während ich diese Theorie diskutieren will und Anmerkungen dazu schreibe, willst du diese Theorie bereits als Tatsache angesehen haben und würdest am Liebsten alles zensieren, was nicht zu der Theorie passt.
    Wenn die Theorie gut und korrekt ist, dann hätte sie keine Diskussion zu befürchten, denn sie würde das nicht nur aushalten, sondern laufend stärker werden, weil es niemand schafft, gegenläufige Fakten zu finden.

    Wenn es aber gegenläufige Fakten gibt und man die dann auch noch wegzensiert, dann muss es ziemlich schlimm aussehen um diese Theorie.
    Sie ist falsch und bleibt so lange falsch, bis hinreichende Fakten für sie genannt werden.
    Funkzellen in Punkt-Größe sind kein hinreichender Fakt.
    Funkzellen in plausibler Größe widerlegen die Theorie.
    Zeugenaussagen bezüglich der Schulung widerlegen die Theorie.

    Da muss noch mehr kommen oder die Theorie bleibt weiterhin falsch.

    1. Vielen Dank für die konstruktive Kritik. Nach Abwägen der Einwände sprechen für mich die Fakten weiter für die These unterschiedlicher Handy-Standorte:

      1. Ich habe die Handymasten in Heilbronn von 1995-2007 überprüft (Häkchen ist rausgenommen): „http://turm.handymasten.com/Abdeckung/3G-Netz/Heilbronn“. Es gibt zwar weniger Masten, als bei „fatalist“ angeben, aber trotzdem noch genug:

      Es gab Sendemasten in der Moltkestraße (dort buchte sich das Handy von Arnold ein), dann in der Schmollerstraßé und Charlottenstraße (auf halben Weg in Richtung John-F. Kennedystraße), dann direkt beim Polizeipräsidium in der Kauffmannsstraße und in der Lise Meitner Straße. Es gab also 4 Sendemasten.

      Das heißt, dass in der John-F.Kennedystraße im Polizeipräsidium keine Überlastung der Handynetze bestanden haben konnte, so dass Arnolds Handy zum Sendemasten in der Südstraße hätte ausweichen müssen. Aber: Es gab 2007 keinen Sendemasten in der Südstraße! Erst ab 2012 ist einer an dieser Straße verzeichnet! Keine Ahnung, wie die Staatsanwaltschaft Heilbronn auf diese Angabe kommt.

      2. Die Reichweite der Sendemasten ist innerhalb von Städten mit maximal 500 Meter angeben, bei „http://www.senderkataster.at/technik“
      „UMTS-Anlagen haben in der Regel eine Reichweite von nur ein paar hundert Metern, während GSM-Anlagen eine Reichweite von einigen Kilometern haben können. In ländlichen Regionen mit kleiner Mobilfunkdichte sind die Zellen dementsprechend groß (bis zu 4 Kilometer Durchmesser), in Großstädten hingegen klein (200 bis 500 Meter Durchmesser). Damit ein Handy sicher funktioniert, müssen sich die Empfangsgebiete der umliegenden Basisstationen überlappen – ähnlich wie bei Straßenlaternen, die in kurzen Abständen stehen, um eine Straße vollständig auszuleuchten.“

      Bei einer Reichweite von nur 500 Meter frage ich mich jedoch wie man in Heilbronn 2007 per Handy telefonieren konnte, denn es hätte dann zuwenig Sendemasten gegeben. Das heißt, dass die Sendemasten weiter voneinander entfernt standen als 1 Kilometer. Es muss noch weitere Anlagen gegeben haben, die nicht verzeichnet sind.

  7. Tatsächlich ist der Blog kein Diskussionsforum, wo Wichtiges zerlabert wird. Das soll auch so bleiben. Deine BAW-kritischen Expertisen fehlen. Wann fängst du denn damit an?

    1. Zitat:
      Tatsächlich ist der Blog kein Diskussionsforum, wo Wichtiges zerlabert wird

      Im Forum geht es auch nicht, da weder ein Strang angegeben wurde, noch ein solcher sichtbar ist.
      Also wo dann?

      Wo wird das Thema diskutiert?

      „diskutieren“ ist auch nicht gleichbedeutend mit „zerlabern“.
      Derjenige, der eine These aufstellt, muss diese auch verteidigen.
      Wenn die Theorie erfolgreich verteidigt werden kann, dann ist die Theorie evtl korrekt.

  8. In Heilbronn stimmt an der offiziellen Darstellung so gut wie nichts.

    Trotzdem stellen die o.g. Handystandorte keine Beweise, sondern „lediglich“ starke Indizien dar. Kiesewetter oder Arnold könnten z.B. schlicht ihr Handy liegen gelassen haben und es ist von anderen wissentlich oder unwissentlich durch die Gegend gefahren wurden. Jeder hat vermutlich schon einmal sein Handy irgendwo vergessen und die Funkmastdaten stimmen in diesem Fall nicht mit dem tatsächlichen Aufenthaltsort des Besitzers überein.

    Vermutlich ist die Darstellung im Sicherungsblog zutreffend – aber über ein „vermutlich“ kommt man auch in dieser Sache bisher nicht hinaus.

    1. Das hieße konsequenterweise auch: Der oder die toten Polizisten wurden an einem Werktag gegen 14 Uhr (?) an den Auffindeort verbracht. Und zwar während des Aufbaus der Schausteller bei potentiellen Zeugen (Anlieferverkehr, Parkplatz, Radfahrer, Straßenverkehr, Fußgängerverkehr).

      Laut Tatortbeschreibungen ist der Bereich am Trafohäuschen von mehreren Seiten einsehbar, u.a. von der Fahrradbrücke und Eisenbahnbrücke (aus vorbeifahrenden Zügen für 8 Sekunden). Arnold schwerverletzt, also eine potentielle Gefahr. Als Zeuge übrigens nicht „verstorben“.

      Insgesamt eine hochriskante Aktion. Das sollte man bei der Hypothesenbildung mit berücksichtigen .

      1. Man kann das und meinen obenstehenden Kommentar unter „Lebenswirklichkeit“ zusammenfassen. Dieser Lebenswirklichkeit wird beim Fatalisten zu wenig Beachtung geschenkt. Man bildet sich eine Theorie, welche von Beginn an notwendigerweise immer in EINE RICHTUNG belastend sein muss. Entlastende Denkansätze in Richtung der dort Verdächtigten gibt es praktisch nicht – und diese Art der Kritik wird vom Fatalisten unter Antifa@Troll abgebügelt. Im Forum hat er über ein Jahr zig Leute deswegen rausgeworfen, mit dem Ergebnis, dass dort niemand mehr so „lebensmüde“ ist, sich mit der Realität zu beschäftigen.

        1. Auf vernüftige Einwände sollte man immer eingehen und diese entlasten.
          Georg Lehle:
          “Es gab Sendemasten in der Moltkestraße (dort buchte sich das Handy von Arnold ein), dann in der Schmollerstraßé und Charlottenstraße (auf halben Weg in Richtung John-F. Kennedystraße), dann direkt beim Polizeipräsidium in der Kauffmannsstraße und in der Lise Meitner Straße. Es gab also 4 Sendemasten.”

          Richtig. Die Frage ist nur von welchem Provider diese Sendemasten waren, d e n n jeder Mobilfunkanbieter hat ja sein eigenes Netz und wirbt mit Abdeckung und Schnelligkeit der Verbindung!
          z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/High_Speed_Downlink_Packet_Access
          “Die Telekom Deutschland hat laut eigenen Angaben das gesamte UMTS-Netz mit 42,2 Mbit/s HSDPA ausgerüstet.[3] Im Februar 2007 waren über 60 Prozent der Bevölkerung abgedeckt.”
          Vgl. auch
          http://www.hsdpa-hsupa.de/netzabdeckung-inland-umts-hsdpa/d1

          Es kommt also entscheidend darauf an, w o die Mobilfunkmasten hier des D1 Netzes (und nicht beliebige andere Sendemasten!) in Heilbronn zum Tattag waren und wann (in welcher Entfernung) diese z.B. auf dem Weg von der Moltkestrasse zum Polizeirevier J.F.Kennedy Strasse umschalteten.

          Alles Andere ist Spekulation und es sieht für mich nach wie vor so aus, dass Kiesewetter und Arnold ab 10.00 an jenem Tag gemeinsam Dienst im BMW fuhren.

          1. Ich suchte auch unter der Website der http://emf3.bundesnetzagentur.de/karte/ nach Heilbronner Sendemasten in dem betreffenden Bereich. Es ergaben sich keine neuen Erklärungen, also keinen Sendemasten in der Südstraße. Die eingezeichneten Sendemasten 1995-2007 (Häckchen rausgenommen) bei turm.handymasten.com/Abdeckung/3G-Netz/Heilbronn sind korrekt.
            Ich klickte die eingezeichneten Sendemasten an, dann kommt die Info, ab wann der in Betrieb ist. Ich fand noch einen von 2004, auf dem Neckar. Der war nicht eingezeichnet bei turm.handymasten …

  9. @brain freezel
    »Der oder die toten Polizisten «…»an den Auffindeort verbracht.«
    …kann nicht sein; lebend in die Falle gelockt ist die einzig vorstellbare Möglichkeit

  10. Die These ist im Ansatz bereits falsch.
    Handys die 12.14/15 Uhr eingloggt sind, geben keine Auskunft darüber, ob die Handybesitzer zu einer Schulung im Revier um 12.30 Uhr eintrudeln oder nicht. Das ist später. Daraus einen Zusammenhang für den Ausschluss der Teilnahme an der Schulung herzustellen, ist unzulässig.

    Es wurden auch beide in einer Schulung gesehen. Die Aussage, keiner hat laut Akten Arnold gesehen ist unwahr. Nur sind die Zeitaussagen der Zeugen widersprüchlich und zum Teil wohl falsch. Falsch betrifft den Vormittag. Vormittag waren die Beiden unterwegs, nicht nur beim Bäcker, MK hat das auch per SMS geschrieben.

    Es ist auch völlig unerheblich, wer wann am Steuer saß. Das Projektil im Schacht hatte DNA von Kiesewetter. Ist es nicht gefälscht, wurde sie auf dem Fahrersitz getötet. Wer vorher am Steuer saß, Pillepalle.
    Wirklich wichtig in dem Zusammenhang ist die Frage, wieso das Lenkrad angeblich weder Spuren von MK noch von MA hat. Wie haben die denn gelenkt?

    1. Die 1-2 Kilometer auseinanderliegenden Funkzellen sind relevant und eine ernstzunehmende Ungereimtheit, da Kiesewetter/Arnold ja in der Zeit am gleichen Ort gewesen sein sollen!

      Ihre Handys hätten normalerweise diegleiche Funkzelle an der John-F.Kennedystraße benützen sollen. Dort stand ein Sendemast. Wegen der Nähe bietet es das stärkste Netz. Dort buchte sich dementsprechend auch Kiesewetters Handy ein.

      „Bolko“ schrieb hier, dass Handys sich nicht am nächstgelegenen Sendemasten einbuchen. Das kann zwar vorkommen, ist aber nicht normal. Der nächstgelegene Sendemasten hat wegen seiner Nähe das stärkste Netz.

      „Das Handy alle Mobiltelefone in einem gewissen Umkreis buchen sich bei dieser Funkzelle mit dem stärksten Signal, also dem IMSI-Catcher, ein. Der IMSI-Catcher simuliert also ein Mobilfunknetzwerk.“ http://de.wikipedia.org/wiki/IMSI-Catcher

      Bereits im Jahr 2006 suchte die Polizei Kriminelle oder etwa „unter mysteriösen Umständen verschwundene Menschen“, indem sie „die genaue Position von Verdächtigen über ihr Mobiltelefon“ feststellt. Die Polizei kann „Personen über ihr Mobilfunkgerät ausfindig machen“.

      Wie soll das gehen, wenn (wie es bei dem hier vorliegendem Fall sein soll) die Handy-Ortung dermaßen ungenau ist? Wie kann es sein, dass Arnold und Kiesewetters Handys Kilometer entfernte Handymasten benutzen? Arnolds Handy übersprang dabei sogar Sendemasten, die zwischen John-F. Kennedystraße und Südstraße aufgestellt waren! Waren die alle überlastet?

      Die Polizei kann mit ihren Handy-Ortungen die genaue „Position“ eines Handys feststellen. Aber es geht auch über die Provider:

      „Die Polizei darf die Handy-Nummer, die sie für die Ortung braucht, in solchen Fällen schnell von den Providern, den Netzbetreibern, erfragen. Sie können ebenfalls Handys orten.“
      http://www.welt.de/print-welt/article159061/Polizei-soll-fuer-Fahndung-Handys-leichter-orten-duerfen.html

      Hier nochmal der Satz aus dem Ermittlungsbericht der Staatsanwaltschaft Heilbronn: „Das Handy von Martin ARNOLD hatte sich am 25.04.2007 an folgenden Orten eingebucht.“

      Daraus geht für mich hervor, dass Arnolds Handy sich an diesem Ort aufhielt, dass nicht nur der Sendemasten dort benutzt wurde. Wahrscheinlich ist, dass eine Ortung mit Positionsbestimmung des Handy in der Funkzelle vorgenommen wurde. Es gab ja 2007 auch gar keinen Sendemasten in der Südstraße.

  11. Fest steht, dass das
    1) Privat Handy Arnold das E-plus Funknetz nutzte
    2) Privat Handy Kiesewetters das T-Mobile Netz nutzte
    und
    dass das 3) DienstHandy im BMW ein Siemens-Nokia Handy war.
    Extra für fatalist der monierte weil mal Siemens und mal Nokia Handy zu lesen war : wiki zu Nokia Siemens : (“ Das Unternehmen wurde 2007 als Nokia Siemens Networks B.V. gegründet und war ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen der finnischen Nokia Oyj und der deutschen Siemens AG. Am 1. April 2007 wurde Siemens Networks mit Nokia Networks Business zusammengeführt. So entstand das nach addiertem Pro-forma-Umsatz zweitgrößte Unternehmen für Mobilfunk – und das viertgrößte für Festnetz-Infrastruktur[1])
    Im Siemens-Nokia Diensthandy war allerdings eine VODAFONE D2 SIM Karte.

    Wir haben es also mit 3 verschiedenen Funknetzen und deren Ausbauzustand im Jahr 2007 zu tun. E-plus, T-mobile und Vodafone D2.

    Unklar ist ist somit nur noch die auf Arnolds Privat Handy angegebene nicht E-plus Nr. (vielleicht ein Provider von früher?)
    Weitgehend geklärt ist damit dieser
    https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/05/30/25-4-2007-teil-9-wie-das-diensthandy-vom-siemens-zum-nokia-wurde-funkantennen/
    ziemlich in die Irre führender Beitrag. T-mobile kann z.B. keine Netzdaten zum Diensthandy liefern , weil dieses über vodafone D2 angemeldet war, etc.

    1. danke. es kommt mir als sinnvoller Einwand vor; ich habe selber ein bisschen recherchiert, kann das sein?:
      Unterschiedliche Funknetze = Unterschiedliche Sendemasten.

      Arnold= Eplus Funknetz (= Ein Sendemast mit eplus-antenne stand in Südstraße, ein anderer in Moltkestraße. Siehe: http://geoinfo.eplus.de/evinternet/
      Es stand kein Sendemast mit eplus-antenne in John F. Kennedystraße (Siehe Karte oben, kein Sendemast dort eingezeichnet)

      Kiesewetter= T-Mobile= Telekom nutzte Sendemast mit telekom-antenne in John F. Kennedystraße.

      Ich habe mal den Einwand bei nsu-leaks gepostet und bin gespannt, was erwidert wird. Mir kommt obige Erklärung fast zu einfach vor. Sie widerspricht aber auch irgendwie dem, was ich über die Sendemasten bisher gehört habe.

      1. Das ist eigentlich bekannt. Erinnere dich mal, wenn du mit voller Autobesatzung über eine Grenze gefahren bist. Die Übergabe in die Netze des nächsten Landes erfolgte ganz unterschiedlich, eben je nach Betreiber den die Automitfahrer hatten.

        Die saßen aber alle Schulter an Schulter … 🙂

        Aber noch mal, da ist nicht der Punkt.
        Behauptet wurde, das die Einloggdaten gegen eine Teilnahme an der Schulung sprechen.
        Das ist definitiv falsch.

        Für eine solche Behauptung brauchst du Daten mitten in der Schulung und nicht kurz davor und am Ende.

        1. @roger:
          Behauptet wurde, das die Einloggdaten gegen eine Teilnahme an der Schulung sprechen.
          Das ist definitiv falsch.

          Das sehe ich auch so.
          Aber selbst dann, wenn man Daten aus dem Zeitraum der Schulung hätte, könnte man immer noch nicht die Schlussfolgerung ziehen, die im NSU-Leaks-Blog steht:

          Konsequenz: Die These ist richtig und verifiziert: Kiesewetter und Arnold waren kurz nach 12 Uhr nicht gemeinsam unterwegs. Es lagen mehrere Funkmastenstandorte zwischen ihnen, wo ihre Handys nicht eingebucht waren.
          https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/06/02/25-4-2007-teil-11-handynetz-funkantennen/

          Kommentar zum Blog-Zitat:
          Diese Schlussfolgerung ist falsch, da die Erweiterungen der Sendmasten noch nicht differenziert sind nach den Providern.
          Der bisherige Blog-Stand suggeriert eine Identität zwischen den drei benutzten Netzen, aber das ist nicht korrekt.
          Eine e-plus-SIM benutzt nicht das D1-Netz.
          Das D1-Netz ist das besten ausgebaute Netz.
          Das e-Plus-Netz das am schlechtesten ausgebaute Netz.
          Daher ist es normal, wenn sich die beiden Benutzer an unterschiedlichen Sendemasten einloggen.
          Wenn man sowas aber im NSU-Leaks-Blog schreibt, dann wird das zensiert, weil es nicht zu der Theorie passt.
          Im Forum benötigt man Sonderrechte für gewisse Stränge, wird dort bei abweichender Meinung recht bösartig angemotzt, mit Rausswurf bedroht und auch tatsächlich gelöscht.

          Schlussfolgerung:
          Es geht nicht um die volle Wahrheit / Aufklärung.

          1. „Es geht nicht um die volle Wahrheit / Aufklärung“
            Was denkst Du, worum es geht? Geht es zielgerichtet um eine bestimmte Un- oder Halbwahrheit? Oder geht es ums Rechthaben?

      2. Zitat:
        kann das sein?:
        Unterschiedliche Funknetze = Unterschiedliche Sendemasten.

        Natürlich ist das so, denn sonst hätte man mit e-Plus ja auch einen so guten Empfang wie mit T-Mobile D1.
        Das ist aber keineswegs der Fall.

        Also benutzt zB e-Plus nicht die Infrastruktur vom D1-Netz.

        1. Ich kann leider den Ausführungen nicht mehr folgen.

          Könntest jemand ausführen, warum Bolkos „These (…) richtig und verifiziert“ sein soll: „Kiesewetter und Arnold waren kurz nach 12 Uhr nicht gemeinsam unterwegs. Es lagen mehrere Funkmastenstandorte zwischen ihnen, wo ihre Handys nicht eingebucht waren.“
          Er schreibt doch selber, dass Arnolds und Kiesewetters Handy unterschiedliche Netze und damit unterschiedliche Sendemasten benutzten? Arnold: Südstraße und Moltkestraße, Kiesewetter: John F.Kennedystraße. Obwohl sie am gleichen Ort waren, wählten sich die Handy an unterschiedlichen Sendemasten ein.

          1. Zitat von Georg:
            Könntest jemand ausführen, warum Bolkos “These (…) richtig und verifiziert” sein soll: “Kiesewetter und Arnold waren kurz nach 12 Uhr nicht gemeinsam unterwegs.

            Jetzt kann ich dir nicht mehr folgen, denn das ist garantiert nicht meine These.
            Das ist die These von fatalist, der ich widerspreche.

    2. Privat-Handy von Kiesewetter:
      Handy-Modell: ?
      Mobil-Telefon-Nummer: 0160-94760048 (= 4916094760048)
      Provider: T-Mobile
      IMSI: 262 03 3990106615 und 262 01 9437131029
      IMEI: 351527 00 59399053 (TAC = NOKIA 6610) und 359774 00 1885690 (TAC = NOKIA 6111)
      Das kann nicht sein mit den 2 IMSIs und den zwei IMEIs, also besteht da Klärungsbedarf.

      Diensthandy, „Nokia 3FEG“:
      Handy-Modell: ?
      Mobil-Telefon-Nummer: 0173-3280442
      Provider: Vodafone D2
      IMSI: ?
      IMEI: ?

      Privat-Handy von Arnold:
      Handy-Modell: „Nokia 6300“
      Mobil-Telefon-Nummer: 0163-6276653
      Provider: E-Plus
      IMSI: ?
      IMEI: 353933010965460

      Handy-Modell: „LG G7050“:
      Mobil-Telefon-Nummer: ?
      Provider: ?
      IMSI: ?
      IMEI: ?

    3. @Johannes:
      Das ist zwar im Prinzip richtig, aber es gibt da noch ein paar Unklarheiten bezüglich Zuordnungen der IMSIs (SIM-Kennung) zu den IMEIs (Handy-Hardware-Kennung) und von den TACs (Handy-Modell-Kennung) zu den angeblich vorhandenen Handys.

      Wie können zwei verschiedene IMSIs mit der selben IMEI verknüpft sein, wenn dieses Handy angeblich gar nicht Dual-Sim fähig war und wenn die SIMs nicht getauscht wurden?
      https://sicherungsblog.wordpress.com/2015/05/25/25-4-2007-die-fehler-der-ermittler-zwischenstand/

      Wie kann eine TAC (351527, erste 6 Ziffern der IMEI), die zu einem Nokia 6610 gehört, plötzlich einem Siemens-Nokia (welches Modell?) zugeordnet werden?
      Ist dieses „Siemens-Nokia 3FEG“ Diensthandy ein Nokia 6610?
      Welche Farbe (silber oder rot)

      NOKIA 6111 (TAC: 359774)
      Asservatennummer „T0.27“
      Welche Farbe (silber oder rot)
      Warum ist dieses Handy verschwunden bzw nicht in der Tabelle enthalten?

      Was ist mit dem „LG G7050″?

      Warum gab es 3 mal IMSIs (3 mal SIM-Karten-Nummern) für Kiesewetter:
      262 01 9732073318
      262 01 9437131029
      262 03 3990106615

      Handy-SIM von Kiesewetter:
      Wie kann die eine Mobil-Telefon-Nummer 4916094760048 mit zwei IMSI-Nummern 262 03 3990106615 und 262 01 9437131029 verknüpft sein?

      IMEIs (International Mobile Equipment Identity = Hardware-Adresse) von Kiesewetters Handys:
      351527 00 59399053 (TAC = 351527 = NOKIA 6610)
      359774 00 1885690 (TAC = 359774 = NOKIA 6111)

      1 mal Diensthandy?
      1 mal Privathandy?
      Macht 2 IMSIs.
      Es sind aber 3 gelistet.
      Da fehlt also eine SIM-Karte.

      Diensthandy (Siemens-)“Nokia 3FEG“:
      0173-3280442
      Vodafone-D2)
      Welche IMEI hat dieses Diensthandy?
      Welche IMSI hat diese SIM-Karte des Diensthandys?
      Mir ist noch nichtmal klar, was „3 FEG“ überhaupt bedeuten soll.
      Ist das eine Modellbezeichnung des Handys oder eine Abteilung der Polizei oder ein Mobilfunkstandard?

      1. Aus meiner Sicht gibt es für zwei IMEI einen dritten Weg, zwei SIM Karten zur gleichen Nummer. Das ist nicht das gleiche wie ein Dual Sim Handy. Wurde von Betreibern angeboten, ich weiß nur nicht ab wann.

        Interessant ist allerdings, das die IMSI von zwei verschiedenen Betreibern ist.

    4. @Johannes:
      Unklar ist ist somit nur noch die auf Arnolds Privat Handy angegebene nicht E-plus Nr.

      Meinst du diese Nummer:

      Arnold:
      Mobil-Telefon-Nummer: 0174-8545046
      Provider: Vodafone
      IMSI: ?
      IMEI: ?

  12. @hintermbusch

    »Damit habt Ihr völlig Recht, aber zwei Anmerkungen dazu muss ich schon noch machen:
    1.) Dasselbe gilt auch, wenn es um “islamistischen” Terror geht«

    Es ist wohltuend so einen Standpunkt in dem Zusammenhang zu hören. Die Parallelen zwischen NSU- u. Al Qaida- fake müssten dringend mal zur Sprache kommen.

  13. @hintermbusch

    „Was denkst Du, worum es geht? Geht es zielgerichtet um eine bestimmte Un- oder Halbwahrheit? Oder geht es ums Rechthaben?“

    Also bei Fatalist um Rechthaberei, weiß doch jeder, du auch? ;-))

    1. @hintermbusch:
      “Es geht nicht um die volle Wahrheit / Aufklärung”
      Was denkst Du, worum es geht?

      Es steht auch für mich völlig außer Zweifel, dass die offizielle NSU-Geschichte nicht stimmt.
      Hin und wieder bin allerdings anderer Ansicht als fatalist.
      Er hält das dann für Desinformation.
      Vermutlich hält sich sein EGO für absolut unfehlbar.
      Sei es drum.
      Darum geht es im Grunde nicht.

      Es gibt Probleme bei den Morden.
      Es gibt Probleme bei dem angeblichen „NSU“.
      Es gibt eventuell auch Probleme mit den Akten bezüglich des „Salzgehalts“. Hat da ein feindlicher Geheimdienst eventuell echte Akten mit Desinfo gewürzt und sie dann anschließend geleakt oder sind die Akten tatsächlich so wie gezeigt original und unverfälscht echt?
      In beiden Fällen hat man ungelöste Probleme.
      Die Schredderaktionen und ein paar sonstige äußerste Unwahrscheinlichkeiten deuten auf echte Akten, Sabotageaktionen der Ermittler und damit auf einen gefälschten NSU, um damit einen anderen Täter zu decken, der von korrumpierten hochverräterischen Politikern mit Feigenblatt „Staatsräson“ schützenswürdig erscheint.
      Durch welches Gesetz soll „Staatsräson“ eigentlich gedeckt sein?
      Da es so ein Gesetz meines Wissens gar nicht gibt, handeln diese Politiker im extremsten Maße illegal und gehören selber vor Gericht.
      Anklage: Beihilfe zum Mord, Behinderung der Justiz, Falschbeschuldigung, Anstiftung zur Rechtsbeugung, Hochverrat.

      Es gibt zu wenig leere Hülsen.
      Nicht nur im engeren Sinne des Falles NSU.
      Aufgrund der nichtexistenten leeren Hülsen tanzen uns diese korrupten Politiker auf der Nase herum, weil sie sich für völlig unantastbar halten.

      1. „Es steht auch für mich völlig außer Zweifel, dass die offizielle NSU-Geschichte nicht stimmt.“
        Ja, das ist klar.
        „Er hält das dann für Desinformation.“
        … und poltert los, am liebsten richtig persönlich 🙂 Irgendwie versteht er nicht, dass es Leute geben könnte, die seine Arbeit grundsätzlich für wertvoll halten und trotzdem an der einen oder anderen Stelle eine eigene Meinung haben und auch äußern. Ich versuche das zu ignorieren, aber letztlich betrübt es mich doch ein wenig und hinterlässt auch eine gewisse Skepsis bezüglich der Motive. Das ist bedauerlicherweise so, aber kein Grund, seine Ergebnisse pauschal anzuzweifeln. Vieles hat Hand und Fuß und ist wertvoll. Er versteht die Materie und im AK sind weitere sehr gute Leute.
        „Es gibt eventuell auch Probleme mit den Akten…“
        Diese Möglichkeit habe ich immer im Blick gehabt, obwohl ich die Akten relativ bald als grundsätzlich original eingeschätzt habe. Trotzdem habe ich meine eigenen Beiträge so weit wie möglich auf andere und öffentliche Quellen gestützt, zur Sicherheit und als Gegenprobe. Bei den Vorgängen ums Wohnmobil war das Ergebnis sauber: genau die in der öffentlichen Berichterstattung erkennbaren Lücken werden durch die Akten so ergänzt, dass es passt: man versteht jedenfalls, warum die Behörden diese Puzzleteile verschweigen (müssen), wenn sie ihren Fake verkaufen wollen. Ein Profi hat mir bestätigt, dass diese Lücken allein schon genug verraten. Erkenntnismäßig ist der Selbstmord erledigt für jeden, der es wissen will. Mehr Gewissheit (gegen die Behauptungen der Ermittlungsbehörden) gibt es im echten Leben einfach nie, wie ich von Michael Buback gelernt habe. Er hat wörtlich gesagt, dass er keine einzige wissenschaftliche Arbeit in seinem Leben hätte veröffentlichen können, wenn er mehr Gewissheit verlangt hätte, als er im Fall Verena Becker erlangt hat. Das ist eine starke Aussage, die ich aus meinen eigenen Erfahrungen mit beidem absolut nachvollziehen kann. Aber der Fall Buback/Becker zeigt auch, dass die Verbreitung dieser Erkenntnis in mehr der indifferenten Köpfe (die entgegen allen Behauptungen keine Dummköpfe sein müssen) folgen muss und letztlich auch eine juristische Umsetzung der Erkenntnis.
        „…tanzen uns diese korrupten Politiker auf der Nase herum,…“
        Ja, das ist das auch mein Punkt. Da ist etwas ganz verrottet und wenn wir diesen Leuten nicht mindestens schwere Probleme machen mit ihrem NSU-Betrug, gibt es nach unten (bei der Bewertung von Fakten, bei Freiheit und Rechtsstaatlichkeit) kein Halten mehr. Wer bietet weniger für seinen Machterhalt?
        Die Verbreitung vorhandener Erkenntnisse ist aber jetzt mindestens ebenso wichtig wie die Gewinnung neuer Erkenntnisse. Gerade dafür ist es furchtbar, „links“ grundsätzlich im Zusammenhang mit „versifft“ zu buchstabieren. Es gibt Linke, die auf dem Sicherungsblog fleißig mitlesen und (zur hellen Freude des Fatalisten!) in ihren eigenen Kommentaren den NSU-Fake geißeln, aber wegen des Stils und einiger inhaltlicher Weiterungen, selbst nicht mitmachen wollen. Ein absoluter Top-Mann von der Sorte hat mir eine sehr nette eMail geschrieben und mich (und bio, Gruß Georg!) ermutigt, die Fahne quasi stellvertretend hochzuhalten. So sieht es aus. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos: es geht um Rechtsstaatlichkeit und Freiheit in UNSEREM LAND, für anständige Linke, Konservative, Patrioten und Liberale gleichermaßen.

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