Michael Buback kritisiert Bundesanwaltschaft in Sachen NSU

Michael Buback ist der Sohn des von der Terrorgruppe „RAF“ erschossenen Generalbundesanwaltes Siegfried Buback. Seit Jahrzehnten recheriert er die Hintergründe und wurde so zum Kritiker der Bundesanwaltschaft. Buback gab „Heise“ ein Interview und hinterfragte die Täterschaft von Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt bei der Ceska-Mordserie: Warum müsste das Trio unbedingt die Täter sein, nur weil die Ceska-Tatwaffe in ihrer Wohnung gefunden wurde? Dieser Rückschluss war bei Verena Becker anders. Bei ihr fanden Ermittler zwar die Tatwaffe mit der sein Vater erschossen wurde, aber Bundesanwälte sagten, „es sei naiv anzunehmen, dass die Besitzer der (…) Tatwaffe (…) auch die Täter seien.  Eine solch brisante Waffe werde selbstverständlich von den Tätern an Dritte weitergegeben.“

„Erstaunlicherweise wurden beide über etwa zehn Jahren nicht wegen der Morde angeklagt, aber nach dem Tode der beiden Männer sind die Ermittler fest überzeugt, dies seien die Täter gewesen. Mich erstaunt diese Annahme auch deshalb, weil meiner Frau und mir von zwei Bundesanwälten erklärt wurde, es sei naiv anzunehmen, dass die Besitzer der Karlsruher Tatwaffe, also Verena Becker und Günter Sonnenberg, bei ihrer Verhaftung vier Wochen nach dem Verbrechen, auch die Karlsruher Täter seien. Eine solch brisante Waffe werde selbstverständlich von den Tätern an Dritte weitergegeben. Beim NSU-Komplex wird der umgekehrte Schluss gezogen: Hier gelten diejenigen als unmittelbare Täter, bei denen oder in deren Bereich die Tatwaffe gefunden wurde.“ (heise)

Siehe auch Artikel: „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes” kritisiert NSU-Vorverurteilungen

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